Die Woche im Netz: Was Twitter jetzt angehen muss

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kolumneDie Woche im Netz: Was Twitter jetzt angehen muss

Kolumne von Franziska Bluhm

Einmal in der Woche blicken wir zurück - auf Phänomene, Hypes und wichtige Entwicklungen im Internet. Diesmal: Twitter.

Im siebten Jahr wird alles anders. Und so legte Twitter, das als Kurznachrichtendienst gestartete 140-Zeichen-Netzwerk, in dieser Woche den Börsengang des Jahres hin. Die ersten beiden Tage der Notierung zeigen: Twitter hat vieles richtig gemacht. Zu allererst ist es Twitter in den vergangenen Jahren gelungen, eine Marke zu werden. Die Unruhen in der arabischen Welt, Flugzeugabstürze, Präsidentenwahlen machten den Dienst zu dem, was er nun ist: ein globales Netzwerk von Nachrichten aller Art. Auch das Timing scheint perfekt: Der Markt ist mit genügend Kapital ausgestattet, Internetaktien sind derzeit ohnehin recht beliebt.

Alles Faktoren, die zu diesem gelungenen Börsenstart geführt haben, obwohl Twitter ein Unternehmen ist, das bisher noch nie Gewinne geschrieben hat. Nachdem die Preisspanne Anfang der Woche zweimal nach oben gesetzt worden war, notierte der erste Kurs der Twitter-Aktie am Donnerstag bei 44,90 Dollar. Und auch am zweiten Tag blieb das Papier über der 40-Dollar-Marke.

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Dennoch: Die Zeiten werden auch wieder härter, spätestens bei der Präsentation der ersten Geschäftszahlen muss Twitter liefern. Vor allem einen Weg hin zu Gewinnen. Was Dick Costolo und Co. jetzt angehen müssen.

1. Nutzer, Nutzer, Nutzer 

Als börsennotiertes Social-Media-Unternehmen kommt Twitter nicht drum herum, mit Facebook verglichen zu werden. Und Facebook zählt schon seit einiger Zeit mehr als eine Milliarde monatlich aktive Nutzer weltweit, während Twitter auf rund 232 Millionen kommt - rund ein Viertel davon. Doch das Wachstum lässt ein wenig nach. Während der Nutzerzuwachs im vierten Quartal 2011 noch bei 117 Prozent lag, lag er zuletzt bei nicht mal der Hälfte. Insbesondere der US-Markt scheint für Twitter weitestgehend erschlossen. Sicher, viele Nutzer bedeuten noch lange nicht hohe Gewinne - Groupon und Zynga haben es bewiesen -, aber schaden tun sie auch nicht.

Kursrakete nach Börsendebüt Mondpreis für die Twitter-Aktie

Plus 75 Prozent: Der Preis für Twitter-Aktien war ambitioniert, nach dem Börsenstart ist er maßlos übertrieben. Dirk Müller (Mr. Dax) vermutet sogar ein abgekartetes Spiel auf Kosten der Kleinanleger.

Börsengang Twitter Quelle: REUTERS

2. Einstiegshürde senken

Nachrichtenjunkies und Menschen, die sich gerne mitteilen - Promis, Politiker, Unternehmen - lieben Twitter. Doch wer mit dieser Form der Selbstdarstellung nicht allzuviel anfangen kann, dem wird es nicht gerade einfach gemacht, den Kurznachrichtendienst zu erschließen. Wieso nur 140 Zeichen? Was soll ich da jetzt reinschreiben? Und warum? Fragen, die man sich erst erschließen muss und dazu sind nicht allzu viele Menschen bereit. Das ist nicht nur bei Facebook einfacher, sondern auch bei WhatsApp und Co.

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