Digitales Gedächtnis: Die besten Passwort-Manager

Digitales Gedächtnis: Die besten Passwort-Manager

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Komplexe Passwörter schützen vor Datenmissbrauch im Netz. Doch wer viel surft, sammelt auch viele Passwörter. Abhilfe sollen sogenannte Passwort-Manager bieten.

von Anja Stehle

Sie können sich kaum noch alle Zugangsdaten für Facebook und Co. merken? Dann können Ihnen Passwort-Manager helfen. Die besten Programme im Überblick.

Aus Ziffern, großen und kleinen Buchstaben sollte es sich zusammensetzen. Jede Webseite muss ein anderes haben – und dieses sollte auch noch regelmäßig gewechselt werden.

Komplexe Passwörter schützen vor Datenmissbrauch im Netz. Doch wer viel surft, sammelt auch viele Passwörter. Facebook, E-Mail oder der Online-Shop - wer kann sich schon für all die Seiten die langen Zahlen- und Buchstabenkombinationen merken?

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Abhilfe bieten Passwort-Manager. Diese Programme speichern die möglichst komplizierten Kennwörter in einem verschlüsselten Daten-Tresor. Die Programme sind für den Computer aber mittlerweile auch als App für Smartphones und Tablets verfügbar.

Sie funktionieren meist nach dem gleichen Grundprinzip. Das Programm speichert die sensiblen Daten verschlüsselt in einer Datenbank auf der Festplatte des eigenen Computers. Mit einem Hauptpasswort loggt sich der Nutzer in das Programm ein. Dort liegen dann sämtliche Kennwörter und Daten. Weil die Passwörter verschlüsselt gespeichert werden, sind sie auch noch sicher, wenn der PC oder das Tablet geklaut wird. Denn nur wer das Master-Passwort kennt, kann sie entschlüsseln.

Liebling der Netzgemeinde ist zurzeit die Software Dashlane. Das Programm funktioniert auf Mac und Windows-Computern, auf dem iPhone und dem Android-Betriebssystem. Es merkt sich nicht nur Passwörter, sondern auch Adressen und Kreditkartennummern. Die Software wird als Browsererweiterung installiert und funktioniert mit Chrome, Firefox, Explorer und Safari.

Wer dann eine Webseite besucht, die Login-Daten benötigt, bekommt durch das Dashlane-Symbol signalisiert, dass die Daten abgefragt werden können. Ein Klick auf das Symbol reicht - und das Formular wird automatisch ausgefüllt. Name, Adresse, Telefonnummer und Kreditkarteninformationen, sogar Pay Pal-Daten trägt das Programm ein. Einen Nachteil gibt es allerdings: einige Webseiten werden von der Software noch nicht erkannt.

Fünf Tipps, wie Sie sich Ihr Passwort merken können

  • Code mit Gefühl

    Wählen Sie als PIN-Nummer für Handy oder EC-Karte ein Datum, mit dem Sie ein besonderes Erlebnis verbinden – einen sportlichen Erfolg oder eine Prüfung. Nur nicht Ihren Geburtstag – den findet jeder heraus.

  • Sätze bilden

    Lange Passwörter sind schwerer zu knacken. Bilden Sie als Kennwort einen Satz mit persönlichen Bezug: Meine_Katze_schläft_den_ganzen_Tag.

  • Abkürzungen

    Kombinieren Sie ein Passwort aus den Anfangsbuchstaben eines Merksatzes. Aus „Seit 8 Jahren spiele ich wieder Tennis“ wird S8JsiwT.

  • Passwörter mixen

    Mischen Sie Zahlen und Buchstaben. Ihr Hochzeitstag ist der 12. April 2001? Schreiben Sie abwechselnd die Zahlen von vorn, die Buchstaben von hinten: 1l2i2r0p0A1.

  • Codes verschlüsseln

    Notieren Sie sich Ihre PIN-Nummern verschlüsselt. Wählen Sie ein Schlüsselwort aus zehn verschiedenen Buchstaben – etwa Aktienkurs. Ersetzen Sie die Zahlen mit den Buchstaben an der jeweiligen Stelle des Schlüsselworts. Aus 3912 wird: trak.

Dashlane überprüft auch die Sicherheit der Logins und erinnert den Nutzer daran, die Kennwörter zu erneuern. Die Standard-Version von Dashlane ist kostenlos, die Premium-Version kostet 30 Dollar pro Jahr. Damit können Daten automatisch auf allen Geräten, also auch auf Smartphone und Tablet, synchronisiert werden. Ohne Premium-Version müssen die Daten händisch aktualisiert werden.

Ähnlich wie Dashlane funktioniert LastPass. LastPass ist kostenlos für Windows und Mac. Es speichert neben Kennwörtern auch weitere Informationen, wie die Kreditkartennummer. Die mobile Version von LastPass ist allerdings kostenpflichtig. Dafür bietet die Software hilfreiche Zusatzfunktionen: Wer beispielsweise die LastPass-App auf seinem Samsung Galaxy 5 installiert, kann sich per Fingerabdruck in das Programm einloggen – das ersetzt das dann das Hauptpasswort.

Ein kostenloses Programm zur Kennwortverwaltung ist KeePass. Die Software speichert alle Logins in einer einzigen verschlüsselten Datenbank und funktioniert in fast jedem Browser, auf Smartphones und Tablets

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Echte Sicherheitsfanatiker können ihre Kennwörter mit dem kostenpflichtigen Programm 1Password des US-Softwareunternehmens AgileBits verwalten. Das Programm bietet umfangreiche Funktionen. 1Password ist jedoch kostenpflichtig.

Doch auch mit einem Passwort-Manager ist das Surfen im Netz nicht ohne Sicherheitsrisiko - vor allem, wenn der Computer ansonsten ungeschützt ist. Wer keine gute Anti-Virensoftware benutzt und wahllos jeden Link anklickt, fängt sich früher oder später Schadsoftware. Und die verschafft sich womöglich Zugriff auf alle Passwörter.

Vor Cyberkriminellen, die den Rechner mit einem Trojaner ausspionieren, kann also auch der Passwort-Manager nicht schützen.

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