DLD Conference: Big Data und das Daten-Paradoxon

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DLD Conference: Big Data und das Daten-Paradoxon

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Netzwerkkabel in einem Serverraum. Die Umgang mit dem Trendthema Big Data ist für viele Unternehmen eine Herausforderung.

von Oliver Voß

Big Data ist das Trendthema der IT-Branche, doch vielen Unternehmen geht es damit wie Teenagern beim Sex.

Statistiker ist der Beruf der Stunde. Viele Unternehmen suchen derzeit  nach "data scientists", denn mit den überproportional steigenden Datenmengen wächst der Bedarf, diese vernünftig auszuwerten und interpretieren. 

Genau das ist auch der Knackpunkt bei Big Data, dem derzeitigen Trendthema in der IT-Branche. Auch die diesjährige DLD-Konferenz steht ganz im Zeichen der Daten und dem Versuch, darin Muster zu erkennen.

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"Es gibt einen großen Hype um Big Data", sagt DJ Patil vom Wagnisfinanzierer Greylock Partners. Doch es gebe noch einen großen Graben: Zwar sammeln Unternehmen vermehrt Informationen und versuchen diese auch zu nutzen, doch wirklich datenbasierte Entscheidungen sind rar. 

Ein Grund ist der falsche Umgang: "Die Leute füllen Seiten mit Informationen", sagt Patil, der lange die Analyseabteilung des Business-Netzwerks Linkedin geleitet hat und 2011 vom Forbes Magazin zum zweitbesten Data Scientist hinter Google-Gründer Larry Page gekürt wurde. Doch oft seien die Informationsmassen nicht mehr als "Datenkotze"

Die Krux mit der Interpretation

Typisch dafür sind Dashboards auf denen Informationen in immer schickeren und bunteren Diagrammen aufbereitet werden, allein welche Schlüsse die verantwortlichen Manager daraus ziehen sollten bleibe oft unklar. 

"Wir müssen lernen, die Daten zu interpretieren", rät Patil. Beispiele, welche Vorteile man daraus ziehen könne gibt es zur Genüge: Sie reichen vom mit Brad Pitt verfilmten, realen Baseball-Märchen "Moneyball" bis hin zum letzten Wahlerfolg von Barack Obama. Auch viele Unternehmen machen sich die neuen Möglichkeiten bereits zu Nutze, vor allem junge Internetstartups bauen ihr Geschäft von Anfang an auf eine Analyse von Kundendaten auf, die vor einigen Jahren unvorstellbar war. Amazons Technikchef Werner Vogels spricht daher auch von einem "fundamentalen Wechsel".

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Doch ein großer Teil der Firmen "hat Folien aber keine Strategie" lästert Patil. Zum derzeitigen Umgang vieler Firmen zitiert er daher ein Bonmont des Verhaltensökonomen Dan Ariely: "Big Data ist wie Teenagersex. Jeder redet darüber, keiner weiß, wie es geht, jeder denkt, dass es jeder andere macht, und deshalb behauptet jeder, es auch zu tun."

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