Drohnenforschung: Akku laden wie im Flug

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Drohnenforschung: Akku laden wie im Flug

von Kathrin Grannemann

Die technischen Möglichkeiten aktueller Drohnen sind leider noch begrenzt. Wissenschaftler arbeiten jetzt an neuen Auflademöglichkeiten.

Was vor einem Jahr noch wie Science Fiction wirkte, kommt der Realität immer näher. Sowohl Amazon als auch die Deutsche Post testen derzeit Drohnen für den täglichen Einsatz. Doch die autonomen Fluggeräte haben vor allem ein technisches Problem: Der Akku hält nur kurz, die Reichweite ist daher gering. Amazons Drohnen schaffen mit einer Ladung die Lieferung innerhalb von 16 Kilometern Umkreis vom Logistikzentrum. Danach müssen sie erneut aufgeladen werden. Forscher des Massachusetts Institute of Technology haben nun eine mögliche Lösung für das Problem gefunden: Das Aufladen auf oberirdisch verlegten Stromleitungen.

Die Forscher haben ein kleines Leichtflugzeug entwickelt, das wie ein Vogel an die Stromleitungen andockt. Ein komplexes Kontrollsystem regelt Geschwindigkeit und die Bewegung der Flügel, auch bei leichtem Wind. Bislang benötigten die automatischen Fluggeräte eine Wandstation und Kameras. Nun sollen Sensoren und spezielle Elektronik reichen, um Landevorgänge umzusetzen.

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Die Wissenschaftler ließen sich für ihre Erfindung von Tauben und Adler inspirieren und beobachteten, wie die Vögel landeten. Der Einsatz der Flügel, die Neigung des Körpers und die Flugbahn seien laut der Forscher der Schlüssel zur Umsetzung gewesen.

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Offen ist derzeit, wie das Aufladen auf den Oberlandleitungen abgerechnet wird - oder ob es dafür spezielle Leitungen braucht. Während es in den USA in vielen Gegenden noch freistehende Stromleitungen gibt, sind diese in Deutschland selten – die meisten liegen unterirdisch. Außerdem bleibt die Frage nach der Flugsicherung: In Deutschland warnen die zuständigen Institutionen, dass vor allem private Drohnen den Flugverkehr beeinträchtigen könnten.

Mögliche Sonderregelungen gibt es bisher noch nicht. Zudem würden diese bei den von Amazon und der Deutschen Post angekündigten Drohnen gar nicht greifen: Diese fliegen nicht mit einer manuellen Steuerung, sondern vollautomatisch. Heißt konkret: Hier greifen die geltenden Gesetze nicht. Es ist also ein neues Regelwerk sowie eine neue Sicherheitstechnik notwendig - unabhängig davon, wie und wo sich die Drohne auflädt.

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