E-Book-Streit: Apple soll 400 Millionen Dollar Entschädigung zahlen

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E-Book-Streit: Apple soll 400 Millionen Dollar Entschädigung zahlen

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Bei Apple sollen E-Book-Käufer zu viel gezahlt haben.

E-Book-Käufer sollen bei Apple zu viel gezahlt haben. Mit einer Geldzahlung will Apple zumindest eine Klage von Verbrauchern und Bundesstaaten beilegen.

Apple knickt offenbar ein. Bis zu 400 Millionen US-Dollar (rund 294 Millionen Euro) will der Konzern als Entschädigung zahlen, um einen Justiz-Streit um illegale Preisabsprachen bei elektronischen Büchern beizulegen. Darauf hat sich Apple außergerichtlich mit den Generalstaatsanwälten von 33 US-Bundesstaaten geeinigt. Diese hatten gemeinsam mit Verbrauchen eine Sammelklage gegen den Konzern eingereicht. Die Einigung muss laut dem "Wall Street Journal" noch vom Bezirksgericht in New York bestätigt werden.

Bereits im Frühjahr 2012 hatte das US-Justizministerium Apple und fünf Verlage in den USA beschuldigt, Preise für elektronische Bücher abgesprochen zu haben. Ziel sei es gewesen, die Machtposition von Amazon zu brechen.
Parallel zur Einführung des ersten iPads soll Apple aus diesem Grund mit den Verlagsriesen kooperiert haben.

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Das Vorgehen: Während Amazon bestimmte, wie teuer ein E-Book sein sollte, ließ sich Apple die Preise von den Buchhändlern vorgeben. Dabei kassierte der Konzern 30 Prozent Kommission auf die nun meist teurer angebotenen Werke im eigenen Shop.

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Die Verlage profitierten: So gestärkt, konnten sie auch bei anderen E-Book-Plattformen – und vor allem Amazon – höhere Preise erkämpfen. Das Nachsehen freilich die E-Book-Käufer. Laut Klägern und Verbraucherschützern hat Apple seinen Kunden rund 280 Millionen Dollar zu viel berechnet.

In erster Instanz war Apple wegen seiner führenden Rolle bei den Preisabsprachen im Juli 2013 verurteilt worden. Der Konzern beharrt jedoch weiter lautstark auf seiner Unschuld und geht gegen das Urteil vor. Sollte das Berufungsgericht zu Apples Gunsten entscheiden, hätte das weitreichende Folge – auch für die aktuelle 400-Millionen-Einigung. Wird die Entscheidung des Bundesgerichts gekippt, muss Apple nämlich überhaupt kein Geld zahlen. Wird ein neues Verfahren angeordnet, sinkt die zu zahlende Entschädigungssumme laut Medienberichten deutlich: auf gerade einmal 50 Millionen US-Dollar.

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