E-Books: Lesegerät mit Dresdener Display

E-Books: Lesegerät mit Dresdener Display

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Der Que Reader von Plastic Logic ist zwar teurer als Sonys Kindle hat aber deutlich mehr Funktionen und Leistung.

von Matthias Hohensee

Richard Archuleta. Der Chef des Startups Plastic Logic und Ex-Spitzenmanager von Hewlett Packard beeindruckt mit einem elektronischen Lesegerät, dessen Display in Dresden gefertigt wird – allerdings auch beim Preis.

Zehn Jahre und über 200 Millionen Dollar benötigte Plastic Logic aus Mountain View im Silicon Valley, um das erste Produkt auf den Markt zu bringen: Ein etwa A4 großes Lesegerät, das auf einem 10,7 Zoll großen, berührungsempfindlichen Display Bücher, Zeitungen, Zeitschriften und Dokumente im Originallayout anzeigt.

Der Que ist nur etwa sieben Millimeter dünn. Sein stromsparendes, biegsames Display, das laut Anbieter bruchsicher ist, wird in einem eigenen Werk von Plastic Logic in Dresden gefertigt. Umkleidet ist es von einem Rahmen aus schwarzem Lack. Gestaltet von der preisgekrönten Designschmiede Ideo aus Palo Alto ist der Que ohne Zweifel das derzeit edelste Lesegerät. Doch dabei wird es nicht bleiben. Und genau das ist das Problem von Plastic Logic und seinen Investoren, unter ihnen Intel, BASF und Siemens sowie die Wagniskapitalfirmen Amadeus Capital und Polytechnos.

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Denn in diesem Jahr drängt eine Armada von Konkurrenzprodukten auf den Markt für elektronische Lesegeräte, um die derzeitigen Platzhirschen Kindle von Amazon und Sonys E-Reader Reihe anzugreifen. Allen voran Apple, dessen Chef Steve Jobs am Mittwoch dieser Woche voraussichtlich seine Interpretation eines handlichen Begleiters zum modernen Medienkonsum vorstellen wird. Auch Samsung und LG arbeiten an eigenen Produkten.

Viel Leistung für einen höheren Preis

Hinderlich ist auch der Preis: 649 Dollar soll der günstigste Que kosten, wenn er im April in den USA auf den Markt kommt. Eine Premiumversion, die mehr Speicher und neben Wlan auch Zugang zu Mobilfunknetzen offeriert, wird für 799 Dollar angeboten. Zum Vergleich: Die Geräte von Sony und Amazon haben zwar weniger Funktionen als der Que, sind dafür aber schon aber 250 Dollar zu haben.

Plastic Logic Chef Richard Archuleta, der ehemalige Chef der Notebook-Sparte von Hewlett Packard, will sich deshalb zunächst auf Geschäftskunden konzentrieren. Der Que kann nicht nur PDF und Microsoft Office Dokumente anzeigen. Er kann auch mit dem bei Geschäftsleuten beliebten Blackberry kommunizieren, um Dokumente oder Emails abzurufen.  Mit der US-Buchhandelskette Barnes&Noble hat Plastic Logic einen starken Vertriebspartner verpflichtet, der Zugang zu den elektronischen Versionen der wichtigsten US-Zeitungen und Zeitschriften sowie ein umfangreiches Angebot an Büchern bietet.

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