E-Mail-Dienst: Darf Google Mail in Deutschland wieder Gmail heißen?

E-Mail-Dienst: Darf Google Mail in Deutschland wieder Gmail heißen?

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Nach einem Markenrechtsstreit mit deutschen Unternehmer Daniel Giersch, musste Google seinen Mail-Dienst von Gmail in Google Mail umbenennen. Das könnte sich bald wieder ändern.

Quelle:Golem

Google hat die Domain gmail.de übernommen. Aufgrund eines Markenrechtsstreits hieß Googles E-Mail-Dienst bisher in Deutschland Google Mail. Das könnte sich nun wieder ändern.

Seit dem 11. April 2012 ist die Domain gmail.de im Besitz von Google. Am gleichen Tag wurde der vom deutschen Unternehmer Daniel Giersch betriebene "hybride Maildienst" G-mail in Quabb umbenannt, wie es in einem Newsletter an die Kunden von Giersch heißt, der Golem.de vorliegt. Demnach wurden alle bisherigen auf @gmail.de endenden E-Mail-Adressen in @quabb.com umbenannt. Die Dienste sind künftig über die Webseite quabb.com erreichbar.

Diese Änderungen lassen vermuten, dass Google in Deutschland die Markenrechte für die Marke Gmail von Daniel Giersch übernommen hat. Auf entsprechende Anfragen haben bisher weder Giersch noch Google reagiert, so dass eine offizielle Bestätigung noch aussteht.

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Markenrechtsstreit zwischen Google und deutschem Unternehmer

Um die Marke Gmail gab es ein Jahr nach dem Start von Googles E-Mail-Dienst im April 2004 einen erbitterten Markenrechtsstreit zwischen Daniel Giersch und Google. Zum Start von Google Mail hatte sich der Dienst noch im Betastadium befunden und Interessierte konnten ihn nur auf Einladung verwenden. Per einstweiliger Verfügung untersagte Daniel Giersch Google im Mai 2005, den E-Mail-Dienst in Deutschland Gmail zu nennen.

Daraufhin unterbreitete das Unternehmen Giersch ein Verkaufsangebot für die Markenrechte, das dieser nach eigener Aussage ablehnte. Giersch betonte, er habe kein Interesse daran, die Marke an Google zu verkaufen. Seitdem heißt Googles Dienst hierzulande Google Mail. Daniel Giersch hatte im Jahr 2000 die Marke "G-mail... und die Post geht richtig ab" in Deutschland schützen lassen.

2007 wurde vom Hanseatischen Oberlandesgericht eine Revision in dem Rechtsstreit abgelehnt. Seitdem gab es keine wesentlichen Entwicklungen mehr in dem Fall, die Deutschland betrafen.

Gmail gibt es in Großbritannien und der Schweiz schon länger wieder

In Großbritannien und der Schweiz durfte Google seinen Dienst ebenfalls einige Zeit nicht unter der Bezeichnung Gmail vermarkten. Seit März 2009 darf Google seinen Dienst in der Schweiz wieder unter der Bezeichnung Gmail vermarkten. Das Gericht sah "ernsthafte Zweifel an der Gebrauchsabsicht des Beklagten im Zeitpunkt der Markenhinterlegung" und hat die von Daniel Giersch eingetragene Marke für nichtig erklärt. Giersch habe nur wenig Geschäftsaktivitäten rund um die Marke entfaltet, entschied das Gericht.

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In Großbritannien wurde Googles E-Mail-Dienst im August 2010 wieder in Gmail umbenannt. Er war seit 2005 ebenfalls als Google Mail fortgeführt worden. Auch dort gab es Markenrechtsstreitigkeiten zwischen Google und dem britischen Unternehmen Independent International Investment Research (IIIR). Die Firma betrieb auf dem britischen Markt seit Mai 2002 einen webbasierten E-Mail-Dienst unter der Bezeichnung "G-Mail web based email" und hatte sich die betreffende Marke 2002 schützen lassen.

Quelle:  Golem
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