Elektronikmesse CES: Ballmer gibt Vista-Nachfolger Windows 7 zum Test frei

Elektronikmesse CES: Ballmer gibt Vista-Nachfolger Windows 7 zum Test frei

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Microsoft-Chef Steve Ballmer stellt das neue Windows 7 auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas vor

Zum Auftakt der Unterhaltungselektronikmesse CES stellte Microsoft Windows 7 vor. Eine Betaversion des Nachfolgers von Windows Vista steht ab Freitag zum Herunterladen bereit. Der erste Blick verriet: An der Oberfläche hat sich nicht viel verändert.

Premiere für Steve Ballmer: Gestern Abend hielt der Microsoft-Chef zum ersten Mal die Auftaktrede zur Unterhaltungselektronikshow CES, die von heute bis Sonntag in Las Vegas stattfindet. An guten Ratschlägen bei der Vorbereitung der Präsentation habe es nicht gefehlt, so Konzernchef des größten Softwareunternehmens der Welt. Unter anderem von Microsoft-Gründer Bill Gates, der die Rede in den vergangenen fünfzehn Jahren lieferte: Ballmer solle daran denken, dass in Las Vegas zeitgleich zwei Konferenzen laufen und bitte zur richtigen gehen. Im gleichen Hotel findet die Erotikmesse AVN statt.

Mit dem Insiderwitz hatte Ballmer die Lacher auf seiner Seite. Doch die Rede des Microsoft-Chefs enttäuschte. Sie war dünn an Neuigkeiten. Ein eigenes Microsoft-Mobiltelefon, von vielen Beobachtern als Antwort auf Apples iPhone erwartet, wurde nicht gezeigt. Stattdessen hob Ballmer die Zusammenarbeit mit Handyherstellern wie HTC und Samsung hervor.

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Einzige Überraschung: Bereits ab Freitag steht für jedermann eine Betaversion von Windows 7, dem Nachfolger von Windows Vista, bereit. (Download unter http://www.microsoft.com/windows7) In der Vergangenheit gingen die ersten Testversionen an professionellen Entwickler. Interessierte müssen sich beeilen: Microsoft plant, die Zahl der herunterladbaren Kopien auf drei Millionen zu begrenzen.

Es scheint, als ob sich Microsoft so schnell wie möglich von Windows Vista und dessen schlechtem Image loskommen will. Allerdings legte sich Ballmer auf keinen Zeitpunkt für die finale Version von Windows 7 fest. Beobachter gehen davon aus, dass es im Herbst weltweit auf den Markt kommt.„Windows 7 ist die beste Version, die es jemals von Windows gegeben hat“, tönte Ballmer vollmundig. Es sei leichter, schneller, fährt rascher hoch, schont den Akku und habe eine „coole“ Benutzeroberfläche.

Kosmetische Neuerungen

Doch die ersten Blicke auf das neue Windows hielten Ballmers Worten nicht stand. Was auf der Bühne gezeigt wurde, waren kosmetische Neuerungen. Wer viele Fenster auf dem Bildschirm offen hat, muss nicht sie nicht mehr alle schließen, wenn er darunterliegende Objekte auf dem Schreibtisch sehen will. Mit einem Mausklick an den rechten unteren Bildschirmrand werden die Fenster durchsichtig, bei einem weiteren Klick verschwinden sie. Außerdem lassen sich Fenster am linken und rechten Bildschirmrand verankern und genau gegenüberstellen, um beispielweise die Inhalte von Dokumenten oder Webseiten leichter vergleichen zu können.

Der Microsoft-Chef hob hervor, dass PCs noch immer dominieren würden. „Ich bin ein PC und ich bin stolz drauf“, sagte Ballmer in Anspielung auf die Werbekampagne des Konkurrenten Apple.

Dell wird künftig Windows Live – die Onlinedienste von Microsoft – auf seinen Computern vorinstallieren sowie die Suchmaschine von Microsoft voreinstellen.

Ballmer gestand ein, dass die ursprüngliche Vision von Microsoft-Gründer Gates – ein PC auf jedem Schreibtisch – nicht mehr zeitgemäß sei und erweitert werden müsse. „Nur eine Milliarde Menschen hat derzeit einen PC“, so Baller. „Wir müssen Computer erschwinglicher machen.“ Microsoft sieht drei Bildschirme als die künftigen Ausgabemedien – Computermonitor, Handydisplay und Fernsehschirm. Diese gelte es besser zu vernetzen und vor allem den Fernseher interaktiver zu machen, beispielsweise mit dem Abruf von Informationen aus dem Web oder Videos aus dem Internet. 

„Bildschirme werden künftig überall um uns herum sein“, prophezeite Ballmer. Zugleich versprach er, dass Microsoft auch in der Wirtschaftkrise seine Investitionen nicht zurückschrauben werde. „Wir werden mehr als andere investieren.“ Wenige Stunden vor Ballmers Rede hatte Intel vor einem Umsatzeinbruch gewarnt. Wegen schleppender PC-Verkäufe erwartet der Prozessorhersteller im vierten Quartal einen Umsatzeinbruch von 20 Prozent gegenüber dem dritten Quartal.

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