Entwicklerkonferenz: Microsoft kehrt zu Bewährtem zurück

ThemaMicrosoft

Entwicklerkonferenz: Microsoft kehrt zu Bewährtem zurück

Bild vergrößern

Microsoft-CEO Steve Ballmer gestikuliert auf der "Build" in San Francisco.

von Matthias Hohensee

Auf seiner Entwicklerkonferenz zeigt Microsoft das überarbeitete Windows 8. Konzernchef Ballmer verspricht schnellere Verbesserungen. Ob Microsoft stärker in die Hardware einsteigen will, lässt er offen.

Es sind so oft die kleinen Dinge, die den großen Unterschied machen. Microsoft-Chef Steve Ballmer spult am Mittwochmorgen im Moscone Konferenzzentrum in San Francisco seine Eröffnungsrede vor den versammelten sechstausend Windows-Entwicklern ab. Weitere 60.000 sind per Web zugeschaltet. Der Chef des weltgrößten Softwarekonzerns agiert routiniert, scheint sogar besonders energiegeladen. Er muss überzeugen. Software-Entwickler sind umschwärmt wie nie zuvor. Microsoft bezahlt gar externe Programmierer, damit diese ihre Smartphone und Tablet-Programme nicht nur für Apples iOS oder Googles Android entwickeln.

Denn ihre Kreativität, ihre populären Programme entscheiden inzwischen, welche Plattform Käufer bevorzugen. Lange Jahre hatte Ballmer keine ernstzunehmende Konkurrenz – mit Ausnahme von Linux - jetzt funken Apple und Google dazwischen. Seit einigen Jahren läuft Microsoft oft hinterher, besonders bei mobilen Anwendungen.

Anzeige

Microsoft kündigt Windows Blue an Neues Windows 8 nur gut zur Schadensbegrenzung

Microsoft hat bestätigt, was seit Wochen absehbar war. Das von vielen für sein ungewohntes Bedienkonzept gescholtene Windows 8 wird generalüberholt. Doch viele Alternativen hat der Konzern nicht.

Microsoft hat bestätigt, was seit Wochen absehbar war. Das von vielen für sein ungewohntes Bedienkonzept gescholtene Windows 8 wird generalüberholt. Doch viele Alternativen hat der Konzern nicht. Quelle: dapd

20 Minuten seiner Präsentation sind verstrichen, als Ballmer bestätigt, dass die künftigen Versionen von Windows 8 nicht nur den gewohnten Start-Button zurückbekommen, sondern seine Nutzer direkt in die traditionelle Bildschirmoberfläche starten können, ohne den Umweg über das umstrittene Kachel-Design mit ihrer Fingerbedienung nehmen zu müssen. Es sind kleine Dinge. Aber sie erhitzen seit Monaten die Gemüter von Windows-Nutzern und belasten seit dem Ablauf des Einführungspreises die Absatzzahlen. Die Einschränkungen haben einen Markt für Zusatzprogramme geschaffen, die genau das leisten, was Microsoft jetzt einführen wird.

Beifall, sogar Jubel brandet im Saal auf. Ballmer registriert es zufrieden. Geschickt hat er einen strategischen Fehler zu seinen Gunsten umgekehrt. Dank der Diskussion um das neue Design von Windows ist inzwischen bis in den letzten Winkel vorgedrungen, dass Microsoft sein Betriebssystem generalüberholt hat. Nun demonstriert Ballmer, dass man das Feedback seiner Kunden ernst nimmt und Fehler korrigiert. Im Gegensatz etwa zum Konkurrenten Apple, der Irrtümer nur in seltensten Fällen zugibt.

Zudem beweist die hitzige Debatte, wie dominant Windows noch immer ist. Viel schlimmer wäre es, wenn sich niemand um Microsofts Produkte scheren würde. Ein kleiner Punktsieg also, den Ballmer allerdings im Markt ausnutzen muss. Ob das reicht, Windows 8.1 zu beflügeln, muss sich erst noch erweisen. Auch nach den Verbesserungen ist seine Bedienung alles andere als intuitiv. Wann Windows 8.1 nun erscheinen wird, ist immer noch unklar. Auf der Microsoft-Website heißt es nach wie vor "noch in diesem Jahr". Dort können sich Interessierte eine Preview von Windows 8.1 herunterladen und testen.

Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%