EuGH-Urteil : Google braucht "Löschexperten-Armee"

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EuGH-Urteil : Google braucht "Löschexperten-Armee"

Wer seine Spuren im Netz verwischen will, kann Google ab sofort dazu zwingen. Der Konzern hat bereits viele Anfragen zur Löschung erhalten - und braucht nun dringend neue Mitarbeiter.

Der Suchmaschinenbetreiber habe jedoch noch gar nicht entschieden, wie er die erwartete Flut von solchen Anträgen bewältigen soll, berichtete eine mit der Angelegenheit vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch. Der EuGH hatte am Dienstag entschieden, dass Google unter bestimmten Umständen Verweise auf Internetseiten mit sensiblen persönlichen Daten aus der Liste der Suchergebnisse löschen muss.

Personen können sich künftig an den Suchmaschinenbetreiber wenden, um die Entfernung von Links aus der Ergebnisliste zu erwirken. Google werde in jedem der 28 EU-Mitgliedsländer eine ganze "Armee von Löschexperten" aufbauen müssen, erklärte die Person weiter. Dies gelte auch für die Länder, in denen Google gar keine Niederlassung habe.

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Ob diese Experten lediglich umstrittene Links löschen oder jeden einzelnen Antrag auf seine Berechtigung prüfen, sei eine von vielen Fragen, die Google noch klären müsse.

"Recht auf Vergessen" Der falsche Jubel über das Google-Urteil

Google darf bestimmte Ergebnisse künftig nicht mehr anzeigen. Das ist jedoch kein Sieg für den Datenschutz, sondern eine Einschränkung der Informationsfreiheit. Die Freude darüber ist falsch und kurzsichtig.

Quelle: dpa

Der verschlüsselte Datenverkehr im Internet hat sich im vergangenen Jahr weltweit mehr als verdoppelt. In Europa laufen sogar mindestens dreimal so viele Daten über verschlüsselte Verbindungen als noch Anfang 2013, zeigt eine Statistik des kanadischen Netzwerkanbieters Sandvine.

Der höhere Verschlüsselungsgrad ist unter anderem auf die erweiterten Angebote der großen Internetdienstleister zurückzuführen. Google, Yahoo oder Facebook hatten die Verschlüsselung ihrer Dienste nach den ersten Enthüllungen zur NSA-Abhöraffäre in der zweiten Jahreshälfte 2013 verstärkt umgesetzt. Die Statistik wird halbjährlich von Sandvine erhoben.

In Europa liegt der Datendurchsatz in verschlüsselten Verbindungen mit 6,1 Prozent in den letzten sechs Monaten an vierter Stelle. Im gleichen Zeitraum letztes Jahr waren noch 1,5 Prozent. Hier werden die meisten Daten bei YouTube (17,4 Prozent) abgerufen.

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An zweiter Stelle liegt der Datendurchsatz zu unverschlüsselten Webseiten über das Protokoll http (16,3 Prozent), gefolgt von Daten, die über das File-Sharing-Protokoll Bittorrent (14.7 Prozent) laufen. Der Anteil des verschlüsselten Datenverkehrs über den Mobilfunk nahm von 3,4 auf 6,2 Prozent zu. In den USA und Kanada fällt die Zunahme nicht ganz so hoch aus. Sie ist von 2,4 Prozent auf 3,8 Prozent des gesamten Datenverkehrs gestiegen und liegen an fünfter Stelle. Dort machen der Video-Dienst Netflix und YouTube den höchsten Datenverkehr aus, gefolgt von Verbindungen über das Webprotokoll http und Bittorrent. Auch in Afrika und Asien hat der verschlüsselte Datenverkehr sowohl im Web als auch im Mobilfunk deutlich zugenommen.

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