Europa: Apple darf Mac Pro nicht mehr ausliefern

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Europa: Apple darf Mac Pro nicht mehr ausliefern

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Front- und Rückpartie des Mac Book Pro - Der Apple-Desktop-Rechner darf ab dem 1. März 2013 in Europa nicht mehr ausgeliefert werden

Grund für die Sperre ist eine Sicherheitsnorm der IEC (International Electrotechnical Commission), die am 1. März in Kraft tritt und mit der diese Apple-Rechner nicht kompatibel sind. Ein Schlappe für das Unternehmen.

Diese Regelung verlangt, so "Chip Online", besondere Schutzmechanismen, wie etwa Lüftungsgitter und Stromversorgung, um Stromschläge oder andere Verletzungen der Anwender zu vermeiden. Die großen Lüfter im Mac Pro sind von außen durch ein recht grobmaschiges Gitter geschützt, schreibt das IT-Portal "Golem". Von der Innenseite sind sie aber nicht abgedeckt. In seiner jetzigen Version enthält der Mac Pro diese Sicherheitsmechanismen nicht. Deshalb wird der Rechner aus den Regalen genommen.

Rückschläge für Apple

  • Rivale Android

    75 Prozent aller Smartphones laufen inzwischen auf dem Betriebssystem Android des Apple-Rivalen Google

  • Weihnachtsgeschäft

    18 Prozent mehr Umsatz machte Apple im Weihnachtsgeschäft 2012 - gegenüber einem Plus von 73 Prozent im Vorjahr

  • Konkurrent Samsung

    350 Millionen Smartphones plant Samsung in diesem Jahr zu verkaufen - 60 Millionen mehr als Apple an iPhones seit Juni 2007 insgesamt verkauft hat

  • Teure Tablets

    150 Dollar soll das neue Tablet von Acer kosten, weniger als die Hälfte des iPad mini

  • Probleme in China

    Im vierten Quartal 2012 rutschte Apple in China bei Smartphones auf Rang sechs

Laut einem Brief an die Vertriebspartner, aus dem das Magazin "Macworld" zitiert, können die Wiederverkäufer bestehendes Inventar noch verkaufen. Bestellungen werden noch bis zum 18. Februar angenommen, danach wird nur noch verkauft, was bereits bei den Händlern vorrätig ist.

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Doch nicht nur Deutschland ist von diesem Verkaufsstopp betroffen: Es betrifft alle EU-Staaten wie auch die Beitrittskandidaten und die Staaten der Europäische Freihandelsassoziation, Liechtenstein, Island, Norwegen und die Schweiz. Außerhalb der EU kann das Produkt weiter vertrieben werden. Wann eine neue Version des Rechners auf den Markt kommt, die auch europäischen Standards wieder entspricht, ist bisher nicht absehbar. Zumindest hat sich Apple dazu noch nicht geäußert. Erfahrungsgemäß müsste ein Update aber noch im Laufe des Jahres 2013 kommen.

Verlässliche Zahlen, was der Auslieferungsstopp konkret für Apple bedeutet, gibt es nicht: Die Auswirkungen werden aber nicht unerheblich sein. An der Börse ist die Aktie des amerikanischen Konzerns derzeit rund 337 Euro wert. Das ist genauso viel wie die fünf wertvollsten deutschen Unternehmen im Dax zusammen: Bayer, Siemens, BASF, SAP und Volkswagen, wie der Markencheck, der am Montag in der ARD ausgestrahlt wurde, anschaulich machte.

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Im letzten Quartal 2012 setzte Apple insgesamt 54,5 Milliarden Dollar um, ein Zuwachs von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Profit betrug 13,1 Milliarden Dollar, auf dem gleichen Niveau wie im Vergleichsquartal. Die Zahlen zeigen deutlich: Apple hat trotz Rekordumsatz an Profitabilität verloren. Ein Grund dafür ist, dass das Unternehmen fast seine gesamte Produktlinie überholt hat, was mit entsprechenden Mehrausgaben verbunden war.

Umso ärgerlicher, dass eines der Produkte ab März in Europa keinen Absatz mehr machen wird.

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