Facebook: Gefährliche Geschenke

von Thomas Kuhn

Hinter mancher Werbung bei Facebook warten statt Geschenken unterwartete Online-Gefahren, warnt WiWo-Technik-Experte Thomas Kuhn. In einem aktuellen Fall etwa findet sich hinter vorgeblichen Rabatt-Gutscheinen Spionagesoftware, die beim Klick auf die Anzeige auf den Computer überspielt wird.

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Auch bei Facebook gilt: Zuerst denken, dann klicken - auch wenn die Werbeversprechen zunächst verlockend erscheinen.

Für Facebook ist die rechte Spalte in der die Nutzer neben kurzen Status-Updates auch Werbeanzeigen eingeblendet bekommen, der Schlüssel zum Geschäftserfolg. Denn mit der Wiedergabe dieser Werbebotschaften erwirtschaftet das soziale Netzwerk seine millionenschweren Umsätze. Für viele Facebook-Nutzer aber bergen die Werbelinks auch Gefahren. Immer wieder nämlich gelingt es Hackern, dort auch gefälschte Anzeigen zu platzieren. Mit deren Hilfe wollen sie in die Rechner der Facebook-Nutzer einbrechen.

Verlockende Gutscheine

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Aktuell warnt etwa der Infodienst „Zuerst denken – dann klicken!“ (ZDDK) vor einem Trojaner, der sich hinter einer Werbung für angebliche Gutscheine des Anbieters „gutscheinjunky“ versteckt. Der Aufruf von Anzeigen wie „Gutscheine 4 free“ oder „100 Freiminuten kostenlos“ führe zu vorgeblich kostenlosen „Gutscheinen aller Art“ , die unter anderem gegen Handyguthaben, Freiminuten, etc. eingetauscht werden können. Tatsächlich lande der Nutzer nach dem Klick auf die Anzeige aber auf einer getarnten Downloadseite für Schadsoftware, schreiben die Experten von „ZDDK“

Um das Programm auch auf dem Rechner des Nutzers installieren zu können, bedienen sich die Hacker eines beliebten Tricks, in dem sie eine gefälschte Fehlermeldung einblenden, wonach die Software Java aktualisiert werden müsse. Parallel dazu wird das Schadprogramm auf den Rechner überspielt und nach dem Download eine Installationsabfrage eingeblendet, ob das Programm „Java“ installiert werden solle? Statt dessen aber wird dem System nach dem Klick auf „Ja“ der Softwareschädling „Trojan.Win32.VB.amm“ untergeschoben, über den externe Angreifer auf den befallenen Rechner zugreifen können.

Fazit: Auch und speziell für Facebook gilt die alte Online-Regel, dass gerade bei vermeintlichen besonders attraktiven Werbe- und Softwareversprechen größte Vorsicht angebracht ist. Allzu oft lauert dahinter eine Falle.

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