Am Montag hatte die Dachorganisation der Fußball-Bundesligisten, die Deutsche Fußball Liga (DFL), angekündigt, hart gegen die Veröffentlichung privater Bundesliga-Videos im Internet vorgehen zu wollen. „Wir holen jetzt zum großen Gegenschlag aus“, sagte DFL-Sprecher Tom Bender der „Berliner Zeitung“. Die DFL vermarktet zentral die Fernsehrechte der Bundesliga, die derzeit live im Bezahlsender Arena und in der Zusammenfassung bei ARD, ZDF und im DSF zu sehen sind. Auf Videoportalen wie YouTube können Fans dagegen kostenlos Privataufnahmen von Fußballspielen veröffentlichen. Bayern-Vorstandschef Rummenigge, einst selbst Weltklasse-Stürmer, sagte der WirtschaftsWoche, neben der gemeinsamen Vermarktung der TV-Rechte über die DFL sei der FC Bayern Rechtepartner der Deutschen Telekom, mit der zusammen der Verein seine Spiele im Internet auf der eigenen Website FC Bayern TV vermarktet. "Diese exklusiven Rechte werden durch Online-Plattformen massiv verletzt", sagte Rummenigge, "das werden wir nicht hinnehmen." Derzeit verzeichnet die gegen eine Monatsgebühr zugängliche Online-Seite des FC Bayern laut Rummenigge rund 30000 Abonnenten. "Wenn aber diese Bilder irgendwo kostenlos im Netz kursieren, ist doch klar, wo der Zuschauer hingeht", sagte Rummenigge. Unklar sei, wie hoch der Schaden sei, der den Bundesliga-Vereinen durch die Online-Plattformen entstehe. Die DFL hat laut ihrem Sprecher Bender die Firma NetResult beauftragt, Urheberrechtsverstöße aufzuspüren, die Verantwortlichen abzumahnen und Unterlassung von ihnen zu fordern. Auch zivil- und strafrechtliche Maßnahmen seien möglich. „Die DFL kann und wird nicht einfach zusehen, wie unser Inhalt missbräuchlich genutzt wird“, sagte Bender. Ziel sei es, über den Deutschen Fußball-Bund mit dem Weltfußballverband Fifa, dem europäischen Fußballverband UEFA und europäischen Profiligen eine gemeinsame Linie gegen Rechtepiraterie im Internet zu finden. Rummenigge sagte, der FC Bayern sei wegen der Sache in ständiger Abstimmung mit der DFL, behalte sich jedoch eine eigene Klage vor. >> Mehr dazu auf wiwo.de:Sportligen greifen Google an
Fernsehrechte: FC Bayern-Chef Rummenigge droht YouTube mit Klage
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