
Foxconn-Chef Terry Gou hat erklärt, dass der Auftragshersteller Probleme habe, seine Lieferverpflichtungen gegenüber Apple zu erfüllen. "Es ist nicht leicht, iPhones zu produzieren. Wir schaffen es nicht, die große Nachfrage zu befriedigen", erläuterte Gou laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters.
Ob auch ein anderer Konzernteil, die Foxconn International Holdings, bislang Auftragshersteller für Mobiltelefone für Kunden wie Nokia und Huawei Technologies, künftig für Apple produzieren werde, wollte Gou jedoch nicht sagen. Der Aktienkurs der Foxconn International Holdings war am Montag stark angestiegen, weil Citigroup-Analysten prognostiziert hatten, dass der Konzernteil bald iPhones montieren werde. Das Wertpapier legte daraufhin um 35 Prozent zu.

Ob iPhone, iPad oder iPods: Apple setzt in großem Stil auf seinen Auftragsfertiger aus Taiwan. Dessen chinesische Werke sind damit gut ausgelastet. Alleine in Foxconns Werk in Shenzen nahe Hongkong entstehen täglich 137.000 iPhones. Das Werk selbst hat die Ausmaße einer Kleinstadt. 470.000 Mitarbeiter beschäftigt Foxconn in Shenzen. Das ist selbst Foxconn zu groß: Der Lohnfertiger will die Belegschaft in seinem Stammwerk auf 300.000 reduzieren und investiert deshalb in neue Werke im Zentrum China. Künftig sollen etwa iPhones auch im zentralchinesischen Zhengzhou gefertigt werden. Foto: rtr

Der japanische Unterhaltungsriese Sony lässt Laptops und seine Spielekonsole Playstation von Foxconn fertigen. Hergestellt werden sie in der chinesischen Freihandelszone Shenzhen. Foto: rtr

Der amerikanische Druckerspezialist lässt Drucker von Foxkonn fertigen. Derzeit laufen die Drucker noch im Foxconn-Werk in Shenzen vom Band Foxconn will ein Werk nach Chongqing in der Provinz Hubei verlagern – und dort rund eine Milliarde Dollar in neue Werkshallen investieren. HP ist der voraussichtliche Kunde. Foto: AP

Der weltgrößte Handyhersteller vertraut ebenfalls auf das Produktions-Know-How von Foxconn. Der Auftragsfertiger bietet vieles aus einer Hand: So werden 70 Prozent der Teile eines Nokia-Handys Modell 1209 in Foxconn-Fabriken hergestellt. Die Handys für die Finnen werden in Langfang nahe Peking gefertigt. Foto: rtr

Für den Chipkonzern Intel ist Foxconn Großfertiger: Drei Viertel der unter dem Logo von Intel verkauften Mainboards kommen aus Foxconn-Fabriken in Shenzhen. Foto: AP

Foxconn fertigt die Spielekonsole Wii, das derzeitige Erfolgsprodukt des japanischen Spielespezialisten Nintendo. Auch Motorola, Samsung, Toshiba und Hitachi sind Kunden bei Foxconn. Foto: AP
Ob iPhone, iPad oder iPods: Apple setzt in großem Stil auf seinen Auftragsfertiger aus Taiwan. Dessen chinesische Werke sind damit gut ausgelastet. Alleine in Foxconns Werk in Shenzen nahe Hongkong entstehen täglich 137.000 iPhones. Das Werk selbst hat die Ausmaße einer Kleinstadt. 470.000 Mitarbeiter beschäftigt Foxconn in Shenzen. Das ist selbst Foxconn zu groß: Der Lohnfertiger will die Belegschaft in seinem Stammwerk auf 300.000 reduzieren und investiert deshalb in neue Werke im Zentrum China. Künftig sollen etwa iPhones auch im zentralchinesischen Zhengzhou gefertigt werden. Foto: rtr
Foxconn ist wichtigster Auftragshersteller für das iPhone. Im vierten Quartal 2012 steigt die Zahl der produzierten iPhones auf 40 Millionen. Analysten erwarteten Ende September 2012, dass Apple 50 Millionen iPhones 5 im vierten Quartal 2012 absetzen würde.
Abhängigkeit von Apple verringern
Zuvor wurde berichtet, Foxconn wolle seine Abhängigkeit von Apple verringern. Die Aufträge des US-Konzerns generierten bereits über 40 Prozent des Umsatzes von Foxconn.
Der Auftragshersteller fertigt für Apple, Amazon, Dell, Nintendo, Hewlett-Packard, Samsung, IBM, Lenovo, Motorola, Nokia, Sony, Toshiba und andere. Das größte Exportunternehmen in China beschäftigt dort über 1,1 Millionen Menschen, die 40 Prozent der weltweit verkauften Unterhaltungselektronik montieren. Der Konzern ist auch in Osteuropa, Mexiko und Brasilien aktiv.
Dieser Artikel ist bei Golem erschienen.














