Fremde im Babyfone: Hackerangriff auf das Kinderzimmer

Fremde im Babyfone: Hackerangriff auf das Kinderzimmer

Babyfones der neuesten Generation bringen Vorteile mit sich: Unter anderem übertragen sie auch Bilder und sind über das Internet ansteuerbar. Das birgt allerdings große Gefahren, wie eine Studie zeigt.

Die Cloud ist mittlerweile im Kinderzimmer angekommen. Haben Babyfones früher noch das Schreien des Babys via Funk übertragen, können Eltern ihre Neugeborenen heute nicht mehr nur hören, sondern auch im Blick behalten.

Möglich machen das die Babyfones der neuesten Generation – sie übertragen neben dem Ton auch Videoaufnahmen, die die Eltern via App oder Webinterface auf ihrem Smartphone oder Tablet betrachten können.

Anzeige

Das bietet Vorteile: Unter anderem sind die Eltern nicht mehr auf den Radius der Funkverbindung beschränkt, sondern können auch die Fete am Ende der heimischen Straße besuchen und die Bild- und Tonaufnahmen des Babyfones online betrachten.

Weitere Artikel

Allerdings bergen die neuen technischen Möglichkeiten auch Gefahren, wie eine Untersuchung des IT-Sicherheitsunternehmen Rapid 7 zeigt. Mitunter kann es sein, dass die Eltern nicht die einzigen sind, die zuhören und zuschauen können, wie ihr Kind schläft.

Es gab sogar Fälle, in denen sich Unbekannte in Babyfones einhackten, die Kamera steuerten und das Kind anschrien und beleidigten – 2014 in Cincinatti etwa.

Wie einfach es Hacker haben, zeigt die aktuelle Studie: Untersucht wurden dabei unter anderem Babyfones der Anbieter iBaby Labs, Philipps Electronics und Summer Infant. Die Sicherheitslücken, die die Autoren fanden, sind erschreckend.

Bei manchen Herstellern sind Benutzername und Passwort bereits einprogrammiert und lediglich von fragwürdiger Qualität: Der Benutzer heißt dann „Admin“ oder „Guest“ und das Passwort lautet „12345“.

Bei anderen Herstellern ist es möglich, sich auf der Website des Anbieters zu registrieren und sich ohne großen Aufwand Zugriff auf sämtliche auf dem Server gespeicherten Videos zu verschaffen. Auch Live-Streams wurden gehackt oder ganze Systeme – sodass die Hacker die Kamera steuern und mit dem Kind sprechen können.

Rapid 7 hat nach eigenen Angaben sämtliche gefundenen Sicherheitslücken an die Hersteller weitergeleitet – allerdings reagierte nur Philips Electronics und versicherte, die Lücken zu beheben.

Laut den Forschern ist das Online-Babyfone nur ein Beispiel – die angewandten Techniken, um die Sicherheitslücken auszunutzen, ließen sich auch auf zahlreiche andere Anwendungsbereiche des „Internets der Dinge“ übertragen.

Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%