Google-Entwicklerkonferenz: Das nächste Ding: Objekte automatisch erkennen

Google-Entwicklerkonferenz: Voller Kurs auf künstliche Intelligenz

Das nächste Ding: Objekte automatisch erkennen

„Alle unsere Produkte werden mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen neu ausgerichtet“, bekräftigte Pichai vor rund 7000 Entwicklern vor Ort. Dies sei möglich, weil Computer immer besser Sprache verstünden. Beim Erkennen von Bildern überträfen sie sogar das menschliche Vermögen.

Einsetzen tut Google die neuen Möglichkeiten bei Google Lens, eine Art digitaler Agent für erweiterte Realität. Die Software identifiziert Szenen vor der Handy-Kamera, beispielweise den Eingang zu einem Sushi-Restaurant und übersetzt dann automatisch die Menükarte in japanischen Schriftzeichen in die gewünschte Muttersprache. Das Scannen der auf einem Router angebrachten Zugangsdaten führt automatisch zum Einloggen ins Wlan-Netz. Oder sie identifiziert auf einem Poster automatisch das dort angekündigte Konzert einer Band, hilft beim Bestellen der Karten und trägt die Veranstaltung im Kalender ein. Ähnliche Projekte verfolgt Google schon vor Jahren, beispielsweise mit seiner Bilderkennungs-App „Google Googles“. Doch in der Vergangenheit wurde ihr Nutzen durch zu viele Fehlversuche zunichte gemacht.

Google-Betriebssystem Audi stellt Android-Prototyp vor

Einige Autobauer haben sich bislang gegen das Google-System Android Auto gewehrt, weil es zu viele Daten sammle. Audi und Volvo sehen das anders: Sie vertrauen künftig auf ein komplettes Betriebssystem auf Android-Basis.

Die Bediensysteme im Audi Q8 Sport Concept laufen mit einem Android-Betriebssystem. Quelle: Audi

Künstliche Intelligenz soll auch das Verwalten von Fotos vereinfachen, beispielsweise das gezielte Vorschlagen der besten Schnappschüsse und an welche Bekannte diese verteilt werden sollten. Außerdem lassen sich automatisch störende Sachen aus Fotos retuschieren, beispielsweise ein Maschendrahtzaun vorm Motiv.

Google Maps dominiert bereits den Markt für Smartphone-Navigation. Nun soll es mit einem System ergänzt werden, welches mittel erweiterter Realität die Navigation in Innenräumen erleichtern soll. Google nennt es „visional positing service“ – kurz VPS – und nutzt dazu seine Plattform für Erweiterte Realität namens Tango. Dabei werden über die Handy-Kamera mittels übers Internet eingespielten Daten der betreffende Raum und die darin befindlichen Objekte analysiert und zugeordnet. In einem Baumarkt etwa, so das Beispiel, könnte der Kunde so direkt zum gewünschten Artikel gelotst werden.

Einen kleinen Ausblick gab es auf Android O, die nächste Version des mobilen Betriebssystems, das für den Sommer erwartet wird. Eine Bild -in Bild-Funktion etwa, erlaubt es, künftig Video-Chats zu führen und dabei Notizen zu machen oder im Internet zu surfen. Passwörter von Apps, die nicht von Google stammen, lassen sich automatisch ausfüllen. Android O verspricht außerdem schnelleres Laden von Apps und längere Akkulaufzeiten.

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Auf zwei Milliarden Smartphones und Tablets, so verkündete Pichai stolz, läuft Android bereits. Mit Android Go, einer auf weniger leistungsstarken, dafür aber preislich günstigeren Smartphones optimierten Version sollen die Entwicklungs- und Schwellenländer stärker erschlossen werden. Die nächsten zwei Milliarden Nutzer sind damit schon im Visier.

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