Google-Übernahme: Ist Twitch eine Milliarde Dollar wert?

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Google-Übernahme: Ist Twitch eine Milliarde Dollar wert?

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Die Google-Tochter Youtube steht vermutlich vor einer riesigen Akquise. Angeblich will Google das Portal Twitch kaufen.

von Meike Lorenzen

Google will angeblich die Video-Plattform Twitch kaufen - für eine Milliarde US-Dollar. Was macht das Portal so attraktiv?

Kauft Google tatsächlich die Video-Plattform Twitch, wird es eine der größeren Übernahmen in diesem Jahr. Angeblich soll der Kaufpreis bei etwa einer Milliarde US-Dollar liegen.

Doch was bringt ein Portal wie Twitch dem Unternehmen überhaupt? Ist der Kaufpreis gerechtfertigt?

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Vermutlich ja, denn Twitch spricht eine andere Zielgruppe an als Youtube – wodurch Google seine Reichweite im Netz erweitern könnte. Außerdem würde sich Google mit dem Kauf auf dem Markt für Live-Streaming ausbreiten. Laut Angaben des Video-Unternehmens Quilt dominiert Twitch dieses Segment derzeit mit einem Anteil von 43,6 Prozent.

Plattform für Zocker

Über Twitch können die Nutzer ihre Mitschnitte aus Computerspiele veröffentlichen - ein Konzept, das sich offensichtlich lohnt. Nach eigenen Angaben hat das Portal bisher rund 45 Millionen Nutzer, von denen rund eine Million auch selbst Videos mindestens einmal im Monat einstellt.

Nach Netflix, Google und Apple verursacht die Seite den meisten Traffic im Netz. Das liegt nicht nur an der hohen Nutzerzahl, sondern auch an der hohen Datenrate. Denn die neuen Computerspiele sind meist aufwändig und mit hoher graphischer Auflösung produziert - und das frisst Datenplatz.

Das Spielgeschehen kann sowohl aus PC-Spielen als auch von den Spielekonsolen Xbox und Playstation übertragen werden. Zu den am meisten hochgeladenen Spielen zählen "League of Legends", "Dota2", "World of Warcraft" und "Minecraft".

Für die Spieler kann es ein großer Vorteil sein, sich Spielzüge im Internet anzuschauen, wenn sie selbst Probleme haben, ein Hindernis oder eine Aufgabe zu überwinden. Bei Twitch können sie die Lösung für ihr Zocker-Problem finden und sich über die Kommentare mit anderen Spielern austauschen.

Gut im Griff

All das macht Twitch für Google attraktiv. Die Gründer Larry Page und Sergey Brin wollen keine Branche der Konkurrenz überlassen. Denn je mehr Nutzer sie unter dem Google-Dach vereinen, desto besser können sie gezielte Werbung platzieren – und das ist im Online-Geschäft entscheidend.

Quartalszahlen am Mittwoch Google will die Weltherrschaft - nicht weniger

Der Suchmaschinen-Hersteller geht weiter auf Shopping-Tour. Kaum ein Konzern akquiriert so gezielt Unternehmen, um am Ende vor allem eines zu ergattern: unsere Daten.

So langsam formt sich ein Bild aus den vielen Unternehmenskäufen, die Google in den vergangenen Monaten getätigt hat. Quelle: Marcel Stahn für WirtschaftsWoche

Google hat das Geschäft gut im Griff. Im ersten Quartal 2014 stieg der Umsatz im Jahresvergleich um 15 Prozent auf 15,4 Milliarden Dollar. Der Gewinn legte um gut drei Prozent auf 3,45 Milliarden Dollar zu. An Geld mangelt es dem Suchmaschinen-Giganten also nicht.

Weitere Artikel

Laut Branchenblatt Variety bereitet sich Youtube bereits auf die zu erwartende Prüfung der Twitch-Übernahme durch amerikanische Kartellbehörden vor. Das US-Justizministerium wird untersuchen, ob der Zusammenschluss dem Wettbewerb im Markt für Online-Videos schaden könnte.

Weder Google noch Twitch haben sich zu möglichen Verhandlungen bisher geäußert.

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