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Google Wave: Wie Google die Kommunikation im Netz sortieren will

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Das ist, als würde jemand eine Nachricht an eine Tafel schreiben, Bilder daneben heften und dann Gesprächspartner ins Klassenzimmer bitten. Die Gäste können Antworten notieren, Kommentare hinterlassen oder Fotos hinzufügen. Schreibt einer der Autoren, können die Mitstreiter Buchstabe für Buchstabe mitlesen. Die Tafel wird niemals vollgeschrieben sein, der Platz ist unendlich.

Google Wave könnte damit das Kommunikations-Wirrwarr entflechten. Bislang schreiben Internet-Nutzer E-Mails über Portale wie GMX oder Web.de, verfassen Blogeinträge in Weblogs und schicken Freunden Kurznachrichten via ICQ oder Facebook. Wave soll all das in einem Angebot zusammenführen. Damit ist der Dienst nicht nur ein Angriff auf Microsofts Bestseller Outlook. Google attackiert mit Wave alle Kommunikationsplattformen des Internets zugleich.

Kritiker bemängeln Unübersichtlichkeit

Denn Teil von Wave ist auch die Möglichkeit Online-Dokumente über Weblogs im Netz zu veröffentlichen. Kommentieren andere die Beiträge, erscheinen die Anmerkungen umgehend auch im ursprünglichen Wave-Dokument des Autors. Aber nicht nur dort. Google glaubt, dass Wave auch in reguläre Web-Seiten eingebunden wird. Mit Funktionen, die selbst die Wave-Erfinder noch nicht ahnen. Denn weil viele Software-Schnittstellen offen liegen, hoffen die Brüder Rasmussen, dass Programmierer aus aller Welt eine Welle neuer Wave-Anwendungen schreiben werden, vom Spiel bis zur Organisationssoftware.

Kritiker bemängeln zwar, das neue Angebot sei zu unübersichtlich, und Google erhalte damit noch mehr private Informationen. Blödsinn, entgegnen Entwickler, die einen Zugang zu dem Dienst haben: Wave sei der Beginn einer neuen Ära der Kommunikation.

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