Hackerangriff in den USA: Hacker stehlen Millionen Daten von US-Regierungsangestellten

Hackerangriff in den USA: Hacker stehlen Millionen Daten von US-Regierungsangestellten

Die Personalabteilung der US-Regierung ist ins Visier von Hackern geraten. Millionen von persönlichen Daten von Regierungsangestellten sollen erbeutet worden sein. China weist eine Verwicklung vehement zurück.

Hacker haben sich Zugriff ins Computersystem der Personalabteilung der US-Regierung verschafft und dabei persönliche Daten von mindestens vier Millionen Staatsbediensteten gestohlen. Das teilte das US-Heimatschutzministerium am Donnerstag mit. Der erste Verdacht fiel auf Hacker in China. Ein Vertreter Pekings wies dies prompt zurück.

Laut dem US-Ministerium ist neben dem Office of Personnel Management auch das Datenzentrum des Innenministeriums betroffen, das auch von anderen Behörden genutzt wird. Das Datenleck sei Anfang Mai vom internen Hackerschutzprogramm EINSTEIN entdeckt worden, hieß es weiter. Das FBI habe Ermittlungen aufgenommen. Potenziell betroffenen Angestellten werde Versicherungsschutz vor Identitätsdiebstahl und Kreditkarten-Überwachung gewährt.

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Die Beziehungen zwischen den USA und China könnten wieder schwieriger werden: Demonstrativ klagen die USA fünf Angehörige des chinesischen Militärs wegen Internetangriffen und Wirtschaftsspionage an. Quelle: AP

Ein Regierungsvertreter erklärte zuvor, dass von dem Hackerangriff jede Bundesbehörde betroffen sein könnte. Dies warf die Frage auf, ob auch die Daten von Geheimdienstmitarbeitern gefährdet sind.

Das Office of Personnel Management verfügt nicht nur über Daten von Regierungsangestellten, sondern nimmt auch Sicherheitsprüfungen vor. Laut ihrer Webseite durchleuchtet die Abteilung mehr als 90 Prozent der Beschäftigten in Bundesbehörden. Das Innenministerium kümmert sich um die Verwaltung und den Schutz des bundeseigenen Landes.

Die Hacker würden in China vermutet, sagte die Senatorin Susan Collins, die im Geheimdienstausschuss des Oberhauses dient. Den Hackerangriff nannte sie zudem als „weiteres Indiz dafür, dass eine ausländische Macht erfolgreich“ Daten von Personen ins Visier nehme, die sich einer Sicherheitsprüfung unterzogen hätten.

Ein Sprecher der chinesischen Botschaft in Washington, Zhu Haiquan, prangerte die Anschuldigungen indes als „verantwortungslos und kontraproduktiv“ an. Länderübergreifende Cyberattacken ließen sich schwerlich nachweisen und daher sei es auch schwierig, die Quelle der Angriffe zu identifizieren, sagte er am Donnerstagabend. Im Übrigen könnten Hackeraktivitäten „nur durch eine auf gegenseitigem Vertrauen und Respekt beruhende internationale Kooperation“ eingedämmt werden.

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Der Chefstratege der Software-Sicherheitsfirma Xceedium, Ken Ammon, sprach von einer „Attacke gegen die Nation.“ Sie passe in das Muster früherer Angriffe, die von Staaten zu Spionagezwecken ausgeführt worden seien. Die gestohlenen Informationen könnten genutzt werden, um Regierungsangestellten mit Zugangsrechten auf sensible Daten zu erpressen oder sich deren Identität zu bedienen.

Erst im November 2014 hatte ein externer Ex-Mitarbeiter des Heimatschutzministeriums enthüllt, dass sich Hacker Zugriff zu den persönlichen Daten von mehr als 25 000 Angestellten der Behörde sowie Tausenden von weiteren Staatsbediensteten verschafft hatten.

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