HDTV: Scharf und bunt: Hochauflösendes Fernsehen

HDTV: Scharf und bunt: Hochauflösendes Fernsehen

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High Definition: Die Technik ist mehr als Marketing Hype

Das hochauflösende Fernsehen steht kurz vor dem offiziellen Sendestart. Was Sie dazu jetzt wissen müssen.

1. Bringt HDTV wirklich bessere Bilder, oder ist es nur ein Marketing-Hype?

Nicht nur dank der bis zu fünfmal höheren Auflösung, auch bei Bildschärfe und Brillanz ist die neue Technik dem alten PAL-Fernsehen überlegen. An den Inhalten allerdings ändert sich nichts: Öde Programme werden auch in HDTV nicht amüsanter.

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2. Nach der Leichtathletik-WM haben ARD und ZDF ihre HDTV-Sendungen wieder eingestellt. Wann startet das hochauflösende Fernsehen regulär?

Sendestart bei ARD und ZDF ist im Februar 2010 zu den Olympischen Winterspielen in Vancouver. Die Dritten folgen sukzessive. Arte HD sendet seit Anfang 2009 via Satellit. RTL und VOX sollen ab Herbst 2009 in HDTV über den HD+-Dienst der Astra-Satelliten ausgestrahlt werden, Sat.1 und ProSieben ab 2010. Der Pay-TV-Anbieter Sky überträgt Bundesliga-Fußball, Eurosport HD oder Discovery HD hochauflösend. Auch Entertain, der Internet-TV-Dienst der Deutschen Telekom, bringt Fußball in HDTV.

3. Kostet der HDTV-Empfang extra?

HD-Programme benötigen mehr Übertragungskapazität. Astra hat bereits angekündigt, für seinen HD+-Satellitendienst nach einem ersten Gratisjahr Abogebühren zu verlangen. Die Branche spekuliert auf vier bis fünf Euro monatlich. Die Kabelnetzbetreiber handeln vermutlich ähnlich.

4. Zur IFA kommen viele neue Fernseher. Ältere Modelle gibt’s jetzt günstiger. Muss es die neue Technik sein?

Aktuelle Markengeräte sind sehr ausgereift und stellen dank aufwendiger Bildverbesserung auch PAL-Fernsehen ordentlich dar. Die Technik, um den Fernseher etwa per WLAN mit PC oder Festplatte zu vernetzen, besitzen jedoch oft nur neue Modelle.

5 . Neben LCD- und Plasmafernsehern gibt es nun auch Geräte mit LED- und OLED-Displays. Was zeichnet die aus?

LED-Monitore stellen Farben brillanter und kontrastreicher dar und verbrauchen weniger Strom als LCD- und Plasmabildschirme. Die neuen Oled-Displays sind nochmals brillanter und energiesparender; aber sie sind noch sehr teuer und recht klein.

6. Ich habe schon einen "HDready"-Fernseher. Reicht der für HDTV? 

Die Logos HDready und FullHD besagen, dass die Geräte hochauflösende Programme wiedergeben können, nicht aber, dass sie diese auch empfangen können. Dafür brauchen sie einen Empfänger, der die digitalen Satelliten- oder Kabelsignale entschlüsselt. Wenn Ihr TV-Gerät keinen integrierten Decoder besitzt, benötigen Sie eine externe Set-Top-Box. Die stellen viele Kabelnetzbetreiber gratis bereit.

6. Ich habe einen Fernseher mit integriertem Empfänger für das digitale Antennenfernsehen DVB-T. Kann ich damit HDTV-Programme sehen?

Die Übertragungskapazität der DVB-T-Kanäle reicht nicht aus, um darüber HDTV auszustrahlen. Für HD-Empfang müssen Sie auf digitales Kabel (DVB-C) oder digitalen Satelliten-TV (DVB-S) umsteigen.

7 . HDready, FullHD, was brauche ich?

Geräte, die die Mindestvoraussetzung für den Empfang von HD-Programmen erfüllen, tragen das HDready-Logo. Sie zeigen Bilder in 720 Zeilen Auflösung. FullHD steht für die Maximalauflösung von 1080 Bildzeilen. ARD und ZDF und die Privatsender senden zunächst nur mit 720er-Auflösung.

8. 720p, 1080i: Wofür steht das?

Im „p“-Modus zeigt der Fernseher jedes Bild vollständig an. Beim „i“-Verfahren werden dagegen abwechselnd die geraden, dann die ungeraden Bildzeilen übertragen, die im Auge des Betrachters zum Gesamtbild verschmelzen. Bei schnellen Schwenks liefert das höher auflösende 1080i-Verfahren durch den Zeilenwechsel oft ein etwas verwascheneres Bild. Die nominell schwächere 720p-Technik wirkt da schärfer.

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