
HTC hat als Dritter im Bunde zwei neue Smartphones mit Microsofts neuem Betriebssystem Windows Phone 8 angekündigt. Microsoft-Chef Steve Ballmer bezeichnete die Partnerschaft mit dem taiwanischen Hersteller als „großen Meilenstein für beide Unternehmen“. Erst vor knapp 14 Tagen hatte Microsoft-Partner Nokia sein neues Lumia 920 mit Microsofts neuem Betriebssystem vorgestellt. Als erster Hersteller eines solchen Smartphones war Samsung bereits Ende August zur IFA in Berlin vorgeprescht.
„Windows Phone hat sich deutlich als ein Spitzenreiter unter den mobilen Ökosystemen entwickelt und kann mit jeder anderen Smartphone-Plattform der Welt konkurrieren“, sagte HTC-Chef Peter Chou. Sowohl HTC als auch Microsoft können einen Erfolg gut gebrauchen.

HTC 7 Mozart
Plattform – Windows Phone 7: Die neue, individuell anpassbare Programmoberfläche kopiert nicht bloß, wie viele Konkurrenten, Apples iPhone, sondern definiert ein eigenes Bedienkonzept. Stärken: Alle neuen Windows-Telefone verfügen über schnelle Prozessoren, reichlich Speicher und jede Menge Sensoren, vom GPS-Chip bis zum Beschleunigungsmesser. Die Navigation im Gerät und den Programmen klappt flüssig.

HTC 7 Mozart
Schwächen: Zum Start gibt es nur rund 500 Apps zum Download, darunter einige Top-Spiele. Flash-Player oder PDF-Reader fehlen ebenso wie eine Copy & Paste-Funktion von Texten. Technik: 1-Gigahertz-Prozessor, 16 Gigabyte Speicher, 9,4-cm-Display, 8-Megapixel-Kamera, 130 Gramm Preis: 509 Euro ohne Vertrag

LG Optimus Chic
Plattform – Android: Googles lizenzkostenfreie Handysoftware ist die Erfolgsgeschichte im Smartphone-Markt. Kein System verbreitet sich so schnell. Stärken: Trotz ordentlicher Ausstattung und Verarbeitung ein erfreulich preisgünstiges Modell mit Zugriff auf rund 100.000 Apps in Googles Softwarefundus Android Market.

Schwächen: Es gibt viele unterschiedliche Android-Versionen. Daher funktionieren nicht alle Apps auf allen Geräten. Datenschützer bemängeln, dass Google über Android Nutzerdaten erfassen kann. Technik: Android 2.2, 120 Megabyte Speicher (erweiterbar), 8,1-cm-Display, 133 Gramm Preis: 299 Euro ohne Vertrag

Plattform – Bada: Da Samsung als einziger Hersteller Bada-Handys produziert, ist die Auswahl entsprechender Telefone noch gering. In Tests erhält das Betriebssystem aber gute Kritiken für seine Bedienbarkeit. Stärken: Wer ein preiswertes, ordentlich ausgestattetes Smartphone mit der Möglichkeit zur vielfältigen Vernetzung sucht, wird beim Wave fündig. Das Gerät besitzt zudem ein brillantes Amoled-Display.

Schwächen: Das Telefon lehnt sich zwar an Android- oder iPhone-Vorbilder an, bedarf aber etwas Eingewöhnung. Mit rund 1000 Apps ist das Angebot an Software noch überschaubar. Technik: 1-Gigahertz-Prozessor, 2 Gigabyte Speicher, 8,4-cm-Display , 5-Megapixel-Kamera, 116 Gramm Preis: 299 Euro ohne Vertrag

Plattform – BlackberryOS: Version 6 des Betriebssystems bietet neben einer für die Fingerbedienung optimierten Programmoberfläche unter anderem einen aktuellen und konkurrenzfähigen Web-Browser. Stärken: Das handliche Gerät kombiniert die Möglichkeit zur Fingersteuerung mit einer ordentlichen Tastatur zum Schreiben von E-Mails.

Schwächen: Ähnlich wie Nokias E7 ist auch das Torch durch die integrierte Schiebetastatur relativ dick. Trotz Renovierung sind manche Funktionen weiter schwer zu finden. Technik: 624-Megahertz-Prozessor, 4 Gigabyte Speicher (erweiterbar), 8,1-cm-Display, 5-Megapixel-Kamera, 161 Gramm Preis: Ab 550 Euro ohne Vertrag

Plattform – Symbian 3: Optisch kaum vom angejahrten Vorgänger Series 60 zu unterscheiden, arbeitet das neue Symbian schneller und logischer. Stärken: Die Neuauflage von Nokias Communicator bietet eine gute Tastatur. Reichlich Rechenpower und die Office-Software machen es zum Business-Tool mit Entertainer-Qualitäten und erstklassigem Amoled-Display.

Schwächen: Symbian 3 ist runderneuert, wirklich innovativ ist die Plattform noch immer nicht. Technik: 16-Gigabyte Speicher, 10,1-cm-Amoled-Display, HDMI-Anschluss für TV, 8-Mega-Pixel-Kamera, 176 Gramm Preis: 629 Euro ohne Vertrag.
HTC 7 Mozart
Plattform – Windows Phone 7: Die neue, individuell anpassbare Programmoberfläche kopiert nicht bloß, wie viele Konkurrenten, Apples iPhone, sondern definiert ein eigenes Bedienkonzept. Stärken: Alle neuen Windows-Telefone verfügen über schnelle Prozessoren, reichlich Speicher und jede Menge Sensoren, vom GPS-Chip bis zum Beschleunigungsmesser. Die Navigation im Gerät und den Programmen klappt flüssig.
Der taiwanische Hersteller hatte zuletzt einen kräftigen Gewinneinbruch verbucht, die Marktanteile gehen gegenüber dem kräftigen Konkurrenten Samsung weiter zurück. Und Microsoft hat es mit seinem Neuanfang im Mobilmarkt mit dem Vorgänger Windows Phone 7 bislang nicht über die 5-Prozent-Schwelle geschafft.
Die beiden Geräte „Windows Phone 8x und 8s by HTC“ seien in enger Zusammenarbeit mit Microsoft entstanden und gewissermaßen ein Referenzdesign für das neue Betriebssystem, sagte HTC-Marketing-Chef für Europa, Stefan Streit, der dpa. „Wir arbeiten seit 15 Jahren mit Microsoft zusammen und haben damals auch das erste Windows-Smartphone herausgebracht.“ Die neuen Geräte sollen ab November in den Handel kommen und werden in Deutschland zunächst über die Provider T-Mobile und Vodafone verfügbar sein.
Bei den neuen Telefonen hat HTC nach eigenen Angaben besonderes Augenmerk auf ein hochwertiges und ansprechendes Design sowie auf gute Audio- und Kamera-Qualität gelegt. Der schnelle Funkstandard LTE wird für die USA bereits unterstützt, in Europa soll der Turbofunk je nach Nachfrage ergänzt werden.
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