IFA 2015: Das Internet der Dinge wirbelt die Elektronik-Branche auf

IFA 2015: Das Internet der Dinge wirbelt die Elektronik-Branche auf

Nach Einschätzung von Marktexperten dürfte der neue Trend zum Internet der Dinge nicht nur dem Verbraucher viele nützliche Anwendungen bescheren, sondern Anbieter vor ganz neue Herausforderungen stellen.

Das Internet der Dinge ist eines der großen Themen auf der IFA in Berlin - und treibt die Branche der Unterhaltungselektronik kräftig an. Nach Einschätzung der Beratungsagentur Deloitte werden sich vernetzte Geräte in den nächsten Jahren klar durchsetzen. „Bis 2020 werden die Deutschen rund 100 Millionen vernetzte Endgeräte nutzen - Smartphone und Tablet Computer nicht mitgerechnet“, sagte Klaus Böhm von Deloitte. Schnelle Datenleitungen würden diese Entwicklung weiter befeuern. Bereits im laufenden Jahr erwartet Deloitte, dass weltweit eine Milliarde vernetzte Gegenstände verkauft werden. Das seien beispielsweise Geräte, die am Körper getragen werden („Wearables“), Komponenten im smarten Zuhause oder im vernetzten Auto.

Das Internet der Dinge wird nach Einschätzung der Marktbeobachter auch massive Veränderungen bei den Unternehmen in der Unterhaltungselektronik nach sich ziehen und neue Kooperationen erforderlich machen. „Das Internet der Dinge revolutioniert klassische Geschäftsmodelle“, sagte Böhm. Neben den Produkten rückten etwa die damit verbundenen Dienste und Inhalte in den Vordergrund. Dies betreffe zum Beispiel Inhalte von Streamingdiensten, Navigationslösungen für das Auto oder auch Sicherheitssysteme für das vernetzte Zuhause.

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Auf der IFA in Berlin werden in diesem Jahr zahlreiche Lösungen für das vernetzte Heim zu sehen sein. Das reicht von Audiosystemen, die über das Netz mit dem Smartphone gesteuert werden, über Waschmaschinen, die dem Handy Bescheid geben, wenn das Waschprogramm beendet ist, bis hin zu intelligenten Steuersystemen per Smartphone für die Heizungsanlage. „Die Vernetzung macht aus herkömmlichen Geräten intelligente Geräte, die zahlreiche neue und kreative Nutzungsmöglichkeiten eröffnen“, sagte Tim Lutter vom Bitkom.

Die wichtigsten Infos zur IFA 2015

  • An wen sich die IFA richtet

    Die IFA in Berlin gilt als eine der bedeutendsten Messen für Unterhaltungselektronik und ist die älteste Schau dieser Art in Deutschland. Seit 2005 findet sie nicht mehr alle zwei Jahre, sondern jährlich statt, im Jahr 2008 sind auf Wunsch der Hersteller auch erstmals Haushaltsgeräte hinzugekommen. Die Messe hat sich mit diesen Entscheidungen erfolgreich als Schauplatz für die vernetzte digitale Welt neben wachsender Konkurrenz etwa durch die Consumer Electronics Show CES in Las Vegas behauptet. Anders als die Fachmesse CES ist die IFA in erster Linie eine Publikumsmesse mit einem umfangreichen Unterhaltungsprogramm. Inzwischen nutzen auch viele Hersteller aus der traditionellen PC-Branche die Messe für einen Auftritt.

  • Wer zur IFA geht

    2014 präsentierten nach IFA-Angaben 1.538 Ausstellern auf rund 149.500 Quadratmetern ihre Produkte und zogen so mehr als 240.000 Besucher an. Die Messe generierte 2014 nach eigenen Angaben in den sechs Messetagen ein Ordervolumen von rund 4,25 Milliarden Euro.

  • Was der IFA-Besuch kostet

    Tageskarte 17 Euro, im Vorverkauf 12 Euro (bis 3.9.), ermäßigt 12 Euro (für Studenten, Lehrlinge etc.); Schülerticket 8 Euro, Schulklassenticket 35 Euro (bis 31.8.); Familienticket (2 Erwachsene, 3 Kinder) 35 Euro; Happy-Hour-Ticket 12 Euro (gültig ab 14.00 Uhr); für Kinder bis 6 Jahre kostenfrei.

  • Seit wann es die IFA gibt

    Die erste „Große Deutsche Funkausstellung“ fand in Berlin im Dezember 1924 mit 268 Ausstellern und 170 000 Besuchern statt. 1930 sprach Albert Einstein ein Grußwort zur Eröffnung, das über Rundfunk übertragen wurde. Während der Nazizeit wurde 1933 der erste Volksempfänger unter dem Funkturm präsentiert, 1935 feierte das erste Tonbandgerät Magnetophon K1 von AEG Premiere.

Zentrale Treiber der Vernetzung seien Smartphones und Tablets, so die Branchenbeobachter. Laut Erhebungen des Bitkom nutzen inzwischen 65 Prozent der Menschen in Deutschland ein Smartphone, 40 Prozent haben einen Tablet-Computer. Großes Potenzial schreiben Branchenbeobachter auch den sogenannten Wearables wie Computer-Uhren (Smartwatches) oder Fitness-Trackern zu. Der Bitkom erwartet für Smartwatches in diesem Jahr ein Absatzwachstum von 348 Prozent auf 645 000 Stück und einen Umsatzzuwachs von 566 Prozent auf 169,2 Millionen Euro.

Der Branchenverband stellte gemeinsam mit Deloitte Ergebnisse aus einer neuen Studie vor, die auf Daten der GfK sowie des EITO, eines Gemeinschaftsprojekts des Bitkom mit IDC und der GfK basieren. Die IFA in Berlin findet in diesem Jahr vom 4. bis zum 9. September statt. Bereits am Mittwoch stellen erste Aussteller im Vorfeld der Messe ihre Neuheiten der Presse vor.

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