Informationen sind sicher: Apples Entwickler-Website gehackt

Informationen sind sicher: Apples Entwickler-Website gehackt

Über Apples Plattform für App-Entwickler werden Milliarden umgeschlagen. Jetzt ist die dazugehörende Entwickler-Website von Unbekannten gehackt worden. Der Konzern versichert, dass relevante Informationen sicher seien.

Die Apple-Website für Programmierer von Apps ist Ziel eines Hacker-Angriffs geworden. Sie wurde danach vom Netz genommen, um die Sicherheitsmaßnahmen zu verbessern, wie Apple in der Nacht zum Montag mitteilte. Bei der Attacke seien möglicherweise Informationen wie Namen, E-Mail-Adressen und Anschrift von Software-Entwicklern in die Hände der Angreifer geraten. Wertvolle Daten seien aber verschlüsselt und für niemanden zugänglich, betonte der Konzern in einer Mitteilung an die Entwickler. Kundendaten würden gesondert gespeichert und seien nicht betroffen.

Trends im Datenschutz

  • Überwachungssysteme

    Lange Zeit mangelte es vielen Unternehmen an Werkzeugen zur Netzwerküberwachung, beispielsweise Data Loss Prevention (DLP). Doch ihr Bewusstsein für die Relevanz solcher Werkzeuge ist inzwischen gestiegen. Schließlich helfen sie dabei, Lücken im Datenschutz aufzudecken. 

    Aktuell stehen viele Firmen vor der Herausforderung, die enormen Kosten für die Erneuerung ihrer IT-Systeme zu stemmen. Einige Unternehmen müssten ihre komplette IT transformieren, weil es sich noch um veraltete IT-Systeme handelt, die teilweise seit den 1990er Jahren immer wieder weiterentwickelt wurden. Doch derzeit sind nur wenige Unternehmen bereit, die notwendigen Investitionen in ihre IT-Systeme auch tatsächlich zu tätigen. 

    Quelle: Report „Privacy Trends 2013” Ernst & Young

  • Arbeit und Freizeit

    Virtuelle und mobile Arbeitsplätze stellen die Unternehmen vor neue Herausforderungen: Mitarbeiter können mittlerweile zum Beispiel selbstständig ein Upgrade für ihre mobilen Geräte ohne die IT-Abteilung durchführen. Gleichzeitig möchten die Unternehmen mit speziellen Systemen  die Daten überwachen. Dadurch geraten jedoch auch die persönlichen Mitarbeiterdaten in den Blick der IT-Sicherheitsexperten, denn viele Mitarbeiter nutzen mobile Endgeräte inzwischen sowohl dienstlich als auch privat.

  • Strategische Berater

    Der rasche digitale Wandel hat die Rolle des Datenschutzbeauftragten grundlegend verändert: Lange Zeit war er lediglich dafür zuständig, Vorschriften aufzustellen und deren Umsetzung zu kontrollieren. Doch mit der sich verändernden Technologie hat sich der Datenschutzbeauftragte zu einem strategischen Berater des Managements entwickelt. Außerdem bildet er eine Schnittstelle zwischen Datenschutzbehörden und Unternehmen. Dadurch nimmt er auch aktiv Einfluss auf die öffentlichen und politischen Debatten um den Datenschutz.

  • Unternehmen streben BCR-Status an

    Neben Ländern folgen auch viele Wirtschaftsunternehmen den Vorschriften der EU in Sachen Datenschutz: Immer mehr internationale Unternehmen planen, die Binding Corporate Rules (BCR) der EU umzusetzen – ein Katalog von internen Regeln zum Transfer von persönlichen Informationen über Ländergrenzen hinweg innerhalb einer Organisation. Sie erhoffen sich dadurch erhebliche Erleichterungen bei internen Abläufen und eine Verbesserung des Datenschutzes.

  • PbD fehlt rechtliche Grundlage

    Obwohl einige Unternehmen bereits Privacy by Design (PbD) integriert haben, fehlt es hier an rechtlichen Regelungen. PbD meint, dass schon bei der Entwicklung neuer Technologien etwaige Datenschutzprobleme identifiziert werden und der Datenschutz von Anfang an bei der Konzeption einer technischen Innovation berücksichtigt wird.

Apples Software-Plattform wird von zehntausenden Entwicklern genutzt und enthält mehr als 750 000 Apps. Über sie bekommen die App-Anbieter auch ihren Anteil von 70 Prozent vom Verkaufspreis der Anwendungen. Die gehackte „Connect“-Website dient zur Kommunikation mit den Entwicklern und enthält unter anderem Vorab-Versionen von Apple-Software und Werkzeuge zum Testen von Apps. Der Angriff ereignete sich bereits am Donnerstag, die Website ist seitdem nicht zugänglich. Einige Entwickler berichteten, dass ihre Passwörter zurückgesetzt worden seien.

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Apple erklärte, derzeit werde die Software der Plattform erneuert und Datenbanken neu aufgesetzt, um solche Attacken in Zukunft besser abwehren zu können. Der Konzern nannte keine weiteren Details zu dem Angriff wie etwa die Zahl der möglicherweise betroffenen Entwickler. Die Arbeiten liefen „rund um die Uhr“ und die Website solle bald wieder online sein. Das Unternehmen entschuldigte sich bei den Entwicklern für die Unannehmlichkeiten.

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