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kolumneInnovation der Woche: Elektronische Pille für Vergessliche

Kolumne von Jürgen Rees

Die amerikanische Arzneimittelzulassungsbehörde hat einen Chip zugelassen, der verschluckt werden kann. Damit lässt sich beispielsweise die Einnahme von Medikamenten überwachen.

Pillen mit Chip, Pflaster und Smartphone. Quelle: Pressebild
Zwischen Tablette, Pflaster und Arzt besteht - wenn der Patient es möchte - ein steter Informationsaustausch Quelle: Pressebild

Ärzte schätzen, dass rund 50 Prozent der Patienten, die bestimmte Medikamente dringend brauchen, die Pillen gar nicht oder nicht regelmäßig nehmen. Wenn das Leben der Patienten von der Einnahme der Pillen abhängt, zum Beispiel bei Patienten, die eine Organverpflanzung hinter sich haben, kann das jedoch lebensbedrohlich sein.

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Funkkontakt zwischen Pflaster und Mikrochip

Um die Einnahme wichtiger Medikamente besser kontrollieren zu können, hat Anfang August die US-amerikanische Arzneimittelbehörde Food and Drug Administration (FDA) erstmals eine Art elektronische Pille zugelassen. Ein sandkorngroßer Chip, der in Pillen eingebettet ist, reagiert auf den Kontakt mit Verdauungssäften. Dazu ist der Chip auf der einen Seite mit Magnesium und auf der anderen mit Kupfer beschichtet. Er erzeugt ein elektrisches Signal, sobald er auf Magensäfte trifft, das übermittelt er an ein Pflaster auf der Haut des Patienten. Das Pflaster übermittelt die Informationen an ein Mobiltelefon. Mit Zustimmung des Patienten erhalten die Informationen dann Pfleger und Ärzte.

Schöne, neue digitalen Medizin

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Die Technik ist besonders für Menschen gedacht, die auf längere Zeit bestimmte Medikamente nehmen müssen. So können Ärzte kontrollieren, ob ihre Patienten ihre Pillen tatsächlich einnehmen. Vorerst ist der Einsatz nur für Placebos erlaubt, in Kürze soll aber auch das Okay für verschiedenste Medikamente kommen. Hergestellt werden die Chips vom US-Unternehmen Proteus Digital Health.
Experten des Unternehmens sehen im verschluckbaren Chip den Anfang einer schönen neuen digitalen Welt der Medizin. Chips im Körper könnten künftig verschiedenste Daten liefern, mit Minilabors Analysen durchführen und sogar kontrolliert Medikamente verabreichen.

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