Innovationen: Augmented Reality - Die Welt mit neuen Augen sehen

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Innovationen: Augmented Reality - Die Welt mit neuen Augen sehen

von Meike Lorenzen

Unternehmen wie Nokia, Lego und WMF setzen bereits auf Augmented Reality, also technische Lösungen, die die Realität erweitern. Langfristig – so glauben Experten – wird sie unser Leben radikal verändern. Was heute schon möglich ist.

Bei jedem Fußballspiel wird die Technik bereits angewendet: Wenn das Abseits durch eine Linie auf dem Standbild am Bildschirm näher erklärt wird, dann bezeichnet man die Technik dahinter Augmented Reality, übersetzt: erweiterte Realität. Auch wenn bei der Bundestagswahl nach der ersten Auszählung die Sitze der einzelnen Parteien auf die Stühle verteilt werden, bekommen wir ein reales Bild mit zusätzlichen Informationen angereichert. AR nimmt also die Realität und erweitert sie.

Seitdem wir mit Smartphones durch die Gegend laufen, sind die Möglichkeiten, diese Technik einzusetzen, immens gewachsen. Sie wollen wissen, wo sich die nächste öffentliche Toilette befindet? Einfach die App „loo2go“ öffnen und sich per GPS den schnellsten Weg zum nächsten stillen Örtchen anzeigen lassen. Wo gibt es das nächste Café – auch hier helfen diverse Anwendungen. Andere zeigen an, welche Schnäppchen es in der Gegend gibt, wo Wohnungen frei stehen oder ob es in der Nachbarschaft jemanden gibt, der eine Bohrmaschine zu verleihen hat. Der Realitätserweiterung scheinen dank mobilem Internet keine Grenzen mehr gesetzt zu sein - und die großen Tech-Unternehmen springen auf den Trend auf.

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Insbesondere Nokia setzt in seinen Telefonen neben hochwertiger Technik beim Fotografieren auf zahlreiche Augmented-Reality-Lösungen. Die Finnen wollen mit ihrem Kartenmaterial und ihrer App „Here“ lokale Fragen beantworten: Was ist in meiner Umgebung los? Wo shoppt es sich in der Innenstadt besonders gut? Bei der Vermarktung der neuen Smartphone-Reihe Lumia war die Technologie bereits ein schlagendes Kaufargument. Auch Yahoos Marissa Mayer kaufte gerade das Startup „alike“, das eine ähnliche Applikation wie Nokias "Here" anbietet. Inzwischen gibt es die App nicht mehr - Yahoo will die Funktion künftig für eigene Dienste nutzen.

Auch Apple will Augmented Reality in seinen mobilen Anwendungen stärker nutzen und experimentiert mit 3D-Optiken in seinen Karten. Mittelfristig könnte Apple so nicht nur ganze Straßen-Züge und Geschäfte per GPS anzeigen, sondern auch Indoor-Darstellungen zulassen. Damit könnten die Kunden schon die Top-Angebote auf der zweiten Etage eines Kaufhauses anschauen, ehe die das Gebäude überhaupt betreten haben. Und auch Google richtet sich mit der Datenbrille „Glass“ komplett auf die Technik aus. Der Träger der Brille soll eben nicht mehr nur noch eine Umgebung sehen, sondern auch, was sich hinter den Fassaden der Gebäude verbirgt. Gekoppelt mit Social-Media-Portalen wie Facebook oder Foursquare können sich die Träger des Supergadgets sogar anzeigen lassen, welche Freunde sich gerade in der Nähe befinden oder welche Restaurants sie empfehlen.

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3 Kommentare zu Innovationen: Augmented Reality - Die Welt mit neuen Augen sehen

  • Junge Menschen glauben

    Verblödung ist auch Bildung.

  • Diese monotonen Verallgemeinerungen sind eine Zumutung. Könnte diese gekaufte Expertenplage bitte von sich ausgehen, anstatt ihren beklemmend verengten Horizont auf die ganze Welt zu übertragen?
    Weil die in ihrer Pubertät stecken geblieben sind, heisst das ja nicht, dass alle Menschen einem pupertären Glauben anhängen.
    Das wirkliche Problem ist das Internet. Das bringt einem diese aufdringliche, teilerblindete, ohrenverstopfte und lebensunfähige Spiessergesellschaft so nah, wie man sie nie kennen lernen wollte.
    Die kindische Anbetung der Technik hat pathologische Ausmasse angenommen. Das sind schwere Delirien, mit denen man uns hier die Ohren voll heult.

    Sorry, ein WiWo war mal so vernünftig, das kommt nicht.

  • "Für die korrekte Darstellung müssen alle Einzelteile der Box separat gescannt werden, damit sie sich wie von Zauberhand in 3D anzeigen lassen."
    Das stimmt so nicht, da bei dieser Art der Bilderkennung nur das Motiv, also der Deckel der Legoschachtel (Piratenschiff, Krankenhaus, Weltraumschiff, etc.), erkannt wird. Anschließend werden in der "digitalen Szene" 3D Objekte angezeigt, welche auch animiert sein können.
    Zum Thema Google Glass: Hier ist noch keine wirkliche Augmented Reality möglich. Das erklärt auch Reflekt in ihrem Blog: http://www.wearear.de/google-glass-augmented-reality-oder-nicht/
    Ansonsten kann ich Herrn Scharts Aussagen nur zustimmen. AR muss nützlich sein und einen Mehrwert bieten, damit es erfolgreich werden kann (siehe Lego).
    Beste Grüße,
    Rainer Lonau

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