Internet: Inkognito im Web

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Heimlich: Googles Browser Chrome blockiert auf Wunsch das Speichern von Cookies im PC

Wer einige Regeln beherzigt, hinterlässt beim Surfen im Internet nur wenige Spuren. Hier die besten Tipps.

Moderne Browser protokollieren fast alles, was man im Internet tut, angefangen von den besuchten Seiten bis hin zu Passwörtern. Web-Seiten-Betreiber legen zudem sogenannte Cookies auf dem Rechner der Besucher an. Das sind Dateien, die Informationen über angesteuerte Seiten speichern und deren Daten die Web-Anbieter beim Wiederbesuch der Seiten auslesen. Der von Google erworbene Online-Werber Doubleclick etwa nutzt sie, um individualisierte Bannerwerbung einzublenden. Wer auf Nummer sicher gehen will, löscht deshalb nach jedem Surfen vollständig den Speicher des Browsers. Beispielsweise mit dem Befehl „Private Daten löschen“ (Firefox) oder „Browserverlauf löschen“ (Internet Explorer). Damit verschwindet allerdings zugleich die ganze Surf-Historie im digitalen Nirwana. Bequemer ist es, das Speichern des Surfverhaltens von vornherein zu unterbinden. Eine entsprechende Einstellung bietet Googles Chrome (Incognito) und Apples Safari (Privates Surfen); auch die nächste Firefox-Version und der Internet Explorer 8 sollen das können.

Bei der Einwahl ins Web bekommt jeder PC eine sogenannte IP-Adresse zugeteilt, die Rückschlüsse über den Standort des Rechners ermöglicht. Damit können Behörden jeden Computer identifizieren. Internet-Provider speichern diese Adressen. Im Zuge der sogenannten Vorrats-Datenspeicherung müssen sie in Deutschland ermöglichen, jede Internet-Verbindung mindestens ein halbes Jahr zurückzuverfolgen.

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Nach der Einwahl lassen sich die Spuren mithilfe sogenannter Anonymisierungsdienste verwischen. Die gibt es als Software (beispielsweise Anonymizer), oder der Surfer ruft die gewünschten Web-Adressen über spezielle Inkognito-Dienste wie Anonymouse in Darmstadt auf. Diese schalten ihre eigenen Rechner zwischen Nutzer-PC und die gewünschte Web-Seite. Deren Betreiber bekommt also nicht die IP-Adresse des individuellen Nutzers mitgeteilt, sondern die des Mittelmannes.

Nachteil: Das Surfen wird dadurch fast immer langsamer. Und der Betreiber des Anonymisierungsdienstes kann natürlich das Surf-Verhalten nachvollziehen. Vorsicht also vor allzu exotischen Anbietern mit Rechnern in Osteuropa, Mittelamerika oder Asien. Tipp: Prüfen, ob die eigene IP-Adresse tatsächlich beim Surfen verschleiert wird. Das verraten Internet-Seiten, die die beim Aufruf benutzte IP-Adresse anzeigen – so etwa www.wieistmeineip.de.

Besonders effektiv archiviert Googles Zwischenspeicher, der sogenannte Cache, einmal gefundene Web-Inhalte. Er legt eine Art Schnappschuss von jeder Seite an, der erhalten bleibt, selbst wenn der Internet-Auftritt längst verändert worden ist. Sogar gelöschte Seiten vagabundieren so oft noch monatelang im Internet. Wer also peinliche Fotos von sich oder missratene Texte aus dem Internet verbannen will, sollte die Seiten nicht bloß im Netz löschen, sondern sie zugleich aus Googles Gedächtnis tilgen. Hier hilft das „Webmaster Tool“, für dessen Einsatz allerdings ein Google-Nutzerkonto erforderlich ist. Das Entfernen funktioniert zudem nur, wenn beim Aufruf der Seite der Fehler 404 (nicht gefunden) oder 410 (gelöscht) angezeigt wird. So will Google vermeiden, dass Hacker die Zwischenspeicher-Einträge fremder Web-Seiten löschen.

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