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10 KommentareArtikel die z.b. anscheinend über DPA verteilt werden sind auch oft nur Werbung. besonders oft beobachte ich das z.b. bei "Deutsche Post" oder "Telekom".
Die Presseabteilungen grosser Firmen schleussen dort oft Artikel ein, die als information getarnt sind, aber bei genauerer betrachtung nichts anderes als Werbung für das jeweilige Unternehmen sind.
Diese Artikel werden dann über die Medien verteilt.
Alles Propaganda !
@Prophet
Unter diesem Gesichtspunkt dürften die Tageszeitungen am aller wenigsten über den sogenannten Wettbewerb zwischen Post und von ihnen avisierten Dienstleistern berichten.
z.b. die Finanzbeilagen großer deutscher Finanzblätter dürfen aber weiterhin unauffällig von PR Agenturen geschrieben werden, ohne dass die eigentlichen Urheber bekannt werden?????
Nun, meine Aussage, dass man das ja leider auch von genug Presseerzeugnissen ebenso kennt, hat es leider nicht in den Artikel geschafft. Allerdings gibt es keinen Grund, warum blogger die schlechten Sitten bei manchen "professionellen" Publikationen nachmachen sollten.
Wie Herr Lücke hier schreibt, sind natürlich auch Teile der deutschen Medienlandschaft entsprechend versaut. Allerdings gibt es immer mehr Journalisten, die jegliche Presserabatte usw. ablehnen (ich zähle mich dazu). Doch die Zahl der Unternehmen, die solche Angebote machen, ist erschreckend groß. Presserabatte und ähnliche Angebote sind allerdings eine ganz andere Geschichte, die natürlich auch mal aufgeschrieben werden muss.
Thomas Stölzel
Redakteur
irgendwo habe ich eine Schätzung gesehen, wonach 40-60% des Nachrichtenaufkommens auf PR zurückzuführen sei. Sind WiWo-Artikel frei von der PR-Seuche? Wie wäre es mit einer Selbsteinschätzung.... (oder würde Sie das alle arbeitslos machen, liebe WiWo-Redakteure?). Das soll jetzt keine Provokation sein, ich bin wirklich neugierig.
Da die WiWo keine Tageszeitung, sondern ein Magazin ist, und wir unsere Artikel und Thesen noch selbst entwickeln und intensiv recherchieren, würde ich schätzen, dass weit weniger als 20 Prozent der beiträge auf PR zurückzuführen ist. Das ist meine eigene persönliche Schätzung. Und wenn ich von PR schreibe, dann meine ich auch Dax-Vorstände oder dessen Pressestelle, die uns ein interview anbieten. Völlig vorgekaute PR-beiträge gibts bei uns nicht.
Thomas Stölzel
Redakteur WirtschaftsWoche
Hallo Herr Stölzel,
Danke! ich hoffe sehr, dass es stimmt, und dass das so bleibt (oder noch besser wird). Als ich noch Vorstandsvorsitzender war, hatte ich häufig Angebote von PR-Agenturen, gegen Obulus in Focus (auch keine Zeitung!) oder anderen Zeitungen oder Zeitschriften auf der Frontpage zu erscheinen. 5000 EUR war Standard. Dabei wäre ich da nicht alleine gewesen, sondern zusammen mit ein paar anderen, und die interviews bzw. Artikel hätten Überschriften gehabt wie "Technologische Mittelstandselite - Hoffnung für deutsche Wirtschaft" oder ähnlich. Daher kommt meine Skepsis.
Noch schöner wäre es übrigens, wenn die Trennung von Fakten und Meinungen bei der WiWo schärfer wäre. Was mich als passiven Konsumenten der WiWo manchmal richtig irritiert, sind Artikel mit tendenziösen Überschriften, wie "immobilien lohnen sich immer" oder "Gold, die beste Währung der Welt" (Titel frei erfunden, aber Sie wissen bestimmt, was ich meine). Eine informationsquelle, der man wirklich vertrauen kann (und gerne möchte), liest sich anders. Zum Glück sind solche Artikel bei der WiWo keine Regel, daher bleibe ich ein treuer WiWo-Leser.
Wie hier schon erwähnt, bevor man sich der blogger annimmt, fange man damit doch bitte bei den klassischen Medien an.
Tatsächlich nimmt doch nur ein winziger Teil der bevölkerung die blogosphäre war und wird überwiegend durch Print und Fernsehen beeinflusst.
Das fängt mit vorgefertigtem Content an, geht über Events in warmen Gefilden bis hin zu echtem Druck, wenn der Werbeetat verteilt wird.
das wird wohl endlich das Ende von Trigami und co sein, die blogger für Schleichwerbung bezahlen.
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Kommentare zu: Schleichwerbung in Blogs soll öffentlich angeprangert werden
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