Internet-TV: Netflix wird zur globalen Glotze

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Internet-TV: Netflix wird zur globalen Glotze

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Netflix kommt Ende 2014 nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz.

Quelle: "obs/Netflix"

von Thomas Kuhn

Die US-Online-Videothek Netflix kündigt den offiziellen Start auch in Deutschland an. Noch aber sind jede Menge Fragen offen. Hier die sechs wichtigsten Antworten.

Wer ist Netflix?
1997 von den Amerikanern Reed Hastings und Marc Randolph als Online-Videothek gegründet, die Video-Filme auf DVD und Blu-ray-Disk an ihre Abonnenten verschickte. Seit 2007 verlagert das Unternehmen sein Geschäft darauf, Filme, Videos und TV-Serien übers Internet auf Computer und TV-Geräte seiner Kunden zu streamen. Seit 2011 produziert Netflix auch eigene Serien.
Im Gegensatz zu vielen anderen Streaming-Anbietern arbeitet Netflix mit einem Marktanteil im US-Streaming-Geschäft von knapp 33 Prozent inzwischen profitabel.

Wann kommt der Dienst nach Deutschland?
Neben den USA ist Netflix unter anderem schon in Kanada, einigen Ländern Lateinamerikas sowie Großbritannien, Irland, Skandinavien und den Niederlanden aktiv. Knapp drei Viertel seiner insgesamt rund 48 Millionen Kunden stammen aus den USA.
Dass der Dienst auch in Deutschland startet, hat das Unternehmen jetzt über seinen Twitter-Account bekannt gegeben. Und auch, dass er ebenfalls in Österreich, der Schweiz, Frankreich, Luxemburg und Belgien an den Start geht. Genaueres steht noch nicht fest – „later this year“, schreiben die Amerikaner, also irgendwann vor Jahresende. Gerüchteweise ist von September als Starttermin die Rede. Wer möchte, kann sich per E-Mail beachrichtigen lassen (Hier geht es zum Service-Link).

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Was bietet Netflix?
Neben aktuellen Kinohits und Filmklassikern können Netflix-Kunden auch zahlreiche bekannte TV-Serien sowie Netflix-Eigenproduktionen von den Servern des Unternehmens abrufen. Insgesamt umfasse das monatliche Angebot „monatlich mehr als eine Milliarde Stunden Video“, verspricht das Unternehme. Ob und welche spezifischen deutschen Serien über Netflix abrufbar sein werden, ist – wie so vieles – noch offen. Allerdings handelt es sich dabei vielfach um Eigenproduktionen privater oder öffentlich-rechtlicher Sender, die mit dem Online-Verleih dieser Sendungen selbst Geld verdienen, oder die Zuschauer binden wollen.

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Netflix Quelle: dpa

Was kostet das Angebot?
Zu den deutschen Netflix-Preisen gibt es noch keinerlei Angaben. In den USA zahlen Abonnenten aktuell knapp acht Dollar monatlich. Unternehmenschef Reed Hastins kündigte allerdings gerade an, die Preise für Neukunden bis Sommer „je nach Land um ein bis zwei Dollar anzuheben“. Üblicherweise rechnen US-Unternehmen ihre nationalen Tarife im internationalen Geschäft eins-zu-eins in Euro um. Damit läge Netflix aber oberhalb des bei der Konkurrenz in Deutschland üblichen Preisniveaus von sechs bis sieben Euro für Monats-Abos. Amazon bietet seinen Streaming-Dienst Prime seit kurzem gar zum Jahrespreis von 49 Euro an – umgerechnet auf den Monat sind das nur gut vier Euro.

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