Internethandel: Amazon greift mit dem Kindle-Button an

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Internethandel: Amazon greift mit dem Kindle-Button an

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Das Kindle Fire bei der Präsentation in New York. Auf das Gerät können Leser künftig per Kindle-Button Texte anderer Websides und Blogs schicken.

von Meike Lorenzen

Amazon bietet ab sofort einen Kindle-Button an. Damit lassen sich Artikel anderer Homepages und Blogs auf den E-Reader schicken. Es ist ein weiterer Schritt, der zeigt, dass Amazon viel mehr will als nur ein Einzelhändler zu sein.

Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit: Facebook, Twitter, Tumbler, Pinterest – alle möglichen sozialen Netzwerke bieten schon lange einen Button an, den Blogs oder Webseiten unter ihren Beiträgen integrieren können. Darüber lässt sich der gelesene Text mit einem Mausklick ganz einfach mit Freunden und Bekannten teilen. Mark Zuckerberg war mit Facebook der erste, der diese Innovation umsetzte, und machte die Plattform damit zum Massenphänomen. Nun greift auch Amazon-Chef Jeff Bezos die Masse an – mit einem Kindle-Button. Er reiht sich nicht einfach nur ein: Bezos will mit Amazon das gleiche wie die Führungsspitzen von Apple, Facebook, Microsoft oder Google - ganz vorne im digitalen Geschäft mitspielen.

Die besten Zitate von Amazon-Gründer Jeff Bezos

  • Die Legende

    Jeff Bezos ist eine der spektakulärsten Manager-Persönlichkeiten der Welt. Die Lebensgeschichte des Amazon-Gründers bietet eine unglaubliche Vielfalt und zahlreiche interessante Erzählungen. Der Top-Journalist und Bestsellerautor Richard L. Brand hat die Biografie in seinem Buch „Mr. Amazon“ (Ambition Verlag) aufgeschrieben. Die besten Zitate von Bezos finden sich auch darin und folgen nun.

  • Über das Landleben

    „Wenn man eines beim Landleben lernt, dann ist es, sich auf sich selbst zu verlassen. Die Leute dort machen alles selbst. Und diese Eigenständigkeit kann man lernen.“

  • Über seine Beziehung zu Frauen

    „Ich bin nicht der Typ, bei dem Frauen eine halbe Stunde nach dem Kennenlernen sagen: 'Wow, der ist klasse.' Ich bin eher albern und nicht ... also jedenfalls nicht so, dass irgendeine Frau über mich sagen würde: 'Oh mein Gott, genau so einen habe ich gesucht.'"

  • Über seinen ersten Job bei McDonalds

    „Heute heben sich die Pommes selbst aus der Friteuse – und das, glauben Sie mir, ist ein echter technischer Fortschritt.“

    (Bezos jobbte mit 13 Jahren in den Sommerferien für die Fast-Food-Kette und machte umgehend Vorschläge zur Optimierung der Abläufe)

  • Über seinen leiblichen Vater, den er nicht kannte

    „Die einzigen Male, die er überhaupt Thema wird, sind die, wenn ich beim Arzt nach meiner Krankengeschichte gefragt werde. Dann kreuze ich eben 'unbekannt' an.“

  • Über Sturheit

    „Wenn etwas kaputt ist, machen wir es heil. Um etwas Neues durchzusetzen, muss man stur und zielstrebig sein, auch wenn es andere vielleicht unvernünftig finden.“

  • Zur Begeisterung für den Weltraum

    „Der einzige Grund, aus dem ich mich für das All interessierte, besteht darin, dass mich die NASA inspirierte, als ich fünf Jahre alt war.“

  • Zur Wende im Lebenslauf

    „Zu den wichtigsten Dingen, die mich Princeton lehrte, zählt die Einsicht, dass ich nicht klug genug bin, ein Physiker zu sein.“

    (Auf der Universität änderte Bezos seine Fachrichtung und machte den Abschluss in Elektrotechnik und Informatik)

Der Kindle-Button ist ein weiterer Schritt auf dem Weg dahin. Er soll es Lesern ermöglichen, sich Texte mit einem Klick auf das Kindle zu schicken, um ihn zu einem anderen Zeitpunkt in Ruhe lesen zu können. Die amerikanische Nachrichtenseite Washington Post hat den weißen Wiedervorlage-Knopf mit dem roten „k“ darauf bereits integriert.

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Klickt man ihn an wird man aufgefordert, sich per E-Mail-Adresse oder Amazon-Passwort anzumelden. Im Anschluss lässt sich einstellen, ob die Inhalte per UMTS oder WLAN übertragen werden sollen. Wer mehrere Geräte besitzt, muss ich entscheiden, auf welches Gerät die Beiträge künftig gesendet werden sollen. Kurz darauf erscheint der gesendete Text in einer Dokumentenübersicht, die sich bisher allerdings noch nicht sortieren lässt. Hier ist sicher noch eine Nachjustierung nötig.

Wie sich der Kindle-Button einbauen lässt, erklärt Amazon im Blog. Wordpress-User finden ebenfalls online eine Erläuterung und ein eigenes Plug-In.

Die Einführung des Kindle-Buttons macht deutlich, wo Amazon nun hin möchte - das Produkt in die Masse treiben. Überall im Netz soll man nun die Möglichkeit bekommen, etwas an sein Gerät zu schicken, um es dort dann später zu lesen.

Schon jetzt ist der Internethändler weit mehr als nur ein Anbieter für Bücher und Musik. Von der Erweiterung des Sortiments einmal abgesehen, hat der Konzern eben auch ein Geschäftsmodell in der digitalen Welt entwickelt. Seit November 2007 ist Amazons E-Reader Kindle zum Spitzenpreis in den USA erhältlich. Das Unternehmen bot das Gerät extra günstig an, dafür jedoch mit einer Bindung an den eigenen App-Store.

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Dadurch hoffte der Internethändler, seine E-Books besser vertreiben zu können, und so die geringe Marge an den Geräten wieder einzutreiben. Mit Erfolg: Morgan-Stanley-Analyst Scott Devitt hat erst im Februar eine Schätzung zu den Gewinnen des Unternehmens veröffentlicht. Er kommt zu dem Ergebnis, dass das Kindle-Ökosystem bereits elf Prozent des Amazon-Umsatzes und mit 34 Prozent mehr als ein Drittel des konsolidierten operativen Gewinns des Unternehmens ausmacht. Und das, obwohl Chef Jeff Bezos den Absatz des E-Readers Kindle und des Tablets Kindle Fire stark subventioniert hat.

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