Internethandel: Online-Shops patzen beim Verbraucherschutz

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Internethandel: Online-Shops patzen beim Verbraucherschutz

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Undurchsichtige AGBs und zweifelhafte Lockangebote: Viele Internetanbieter von digitaler Musik nehmen es nicht so genau mit dem Verbraucherschutz, hat eine Untersuchung der europäischen Kommission ergeben.

Mehr als drei Viertel aller Online-Shops für digitale Produkte sind verbraucherunfreundlich, so eine Untersuchung der EU-Kommission. Kinder werden besonders oft Opfer von Lockangeboten im Netz.

Kostenpflichtige Download von Musik, Spielen oder Software können riskant sein: In der Europäischen Union patzen mehr als drei Viertel aller Online-Shops für digitale Musik, Bücher, Spiele oder Videos offenbar beim Verbraucherschutz. Das hat die EU-Kommission bei einer europaweiten Untersuchung herausgefunden, die die Brüsseler Behörde am Donnerstag vorstellte.

„Ein Viertel aller Websites geben Verbrauchern nicht die Identität des Händlers und die E-Mail-Adresse - das macht Nachfragen nach dem Kauf natürlich unmöglich“, sagte EU-Verbraucherkommissar Tonio Borg. Lücken gebe es auch bei Garantien. Fehlende Kontaktdaten seien das gravierendste Problem.

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Facebook Gefährliche Geschenke

Hinter mancher Werbung bei Facebook warten statt Geschenken unterwartete Online-Gefahren. Vermeintliche Rabatt-Gutscheine entpuppen sich als Spionagesoftware.

Auch bei Facebook gilt: Zuerst denken, dann klicken - auch wenn die Werbeversprechen zunächst verlockend erscheinen. Quelle: dpa

Häufig versuchten die Anbieter auch, ihre Kunden bei den Vertragsbedingungen über den Tisch zu ziehen. So schlossen die Händler zum Beispiel eine Haftung für Schäden am Computer ihrer Kunden durch heruntergeladene Software aus oder versuchten, das Recht auf Entschädigung oder Ersatz zu beschränken. Solche und ähnliche Regelungen fanden die Prüfer bei 69 Prozent der Seiten. Auch fehlte auf 42 Prozent der Seiten der Hinweis, dass heruntergeladene Produkte im Gegensatz zu gekauften Gegenständen nicht zurückgegeben werden können.

Gerade Kinder würden oft mit kostenlosen Spielen gelockt, bei denen aber später Kosten drohten. Neun von zehn entsprechenden Webseiten wiesen nicht deutlich sichtbar schon vor Beginn eines Spiels darauf hin. „Eltern müssen also aufpassen, dass Kinder solchen Praktiken nicht zum Opfer fallen“, warnte EU-Verbraucherkommissar Borg.

IT-Sicherheit Super-Würmer Stuxnet und Duqu eng verwandt

Die beiden High-Tech-Online-Schädlinge Stuxnet und Duqu wurden offenbar in wichtigen Teilen von den selben Computerkriminellen entwickelt.

Die beiden weltweit berüchtigten Trojaner Stuxnet und Duqu stammen von denselben Cyberkriminellen. Quelle: dpa

Die EU-Kommission hat in Zusammenarbeit mit den nationalen Behörden 333 Angebote aus allen 27 EU-Staaten außer Irland geprüft. Auch kommerzielle Websites aus Norwegen und Island waren dabei.
Von den 26 untersuchten Shops in Deutschland empfehlen die Experten die Hälfte zur weiteren Prüfung. Hier sind nun die nationalen Behörden am Zug.

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