Internetkriminalität: Microsoft beschlagnammt Spamserver

Internetkriminalität: Microsoft beschlagnammt Spamserver

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Als einer der größten Softwareanbieter der Welt ist Microsoft besonders den Angriffen von Spam und Botnets ausgesetzt. Um gegen die kriminellen Betreiber vorzugehen, erlauben Gerichte dem Softwarehersteller PCs und weitere Unterlagen zu beschlagnahmen.

Microsoft ist seit neuestem auch für Gesetzesausführung zuständig. Wie die New York Times berichtet hat der Softwarehersteller die Räume und Anlagen zweier Spamversender durchsucht. Ausgestattet mit einem offiziellen Durchsuchungsbefehl, das ein Gericht ausgestellt hatte, drangen Microsoft-Sicherheitsexperten gemeinsam mit US-Marshals in die Rechnerkomplexe ein und beschlagnahmten Server, Pcs und weitere Beweisunterlagen. Die Durchsuchungsaktion fand in den US-Bundesstaaten Pennsylvania und Illinois statt.

Weil Microsoft mit seiner Software auf der Mehrheit der Rechner dieser Welt präsent ist, ist das Unternehmen aus Redmond besonders daran interessiert, Gefahren für die Windowsumgebung und -produkte möglichst schnell und effektiv zu neutralisieren. Allein die Masse an installierten Microsoft-Programmen dürfte den Softwaregiganten in den Augen von Hackern, Botnets und Spamern zu einem legitimen Angriffsobjekt machen.

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Um diese Gefahr zu bannen, hat sich Microsoft von zusätzlich juristische Hilfe geholt. Der ehemalige Staatsanwalt Richard Boscovich arbeitet nun für Microsoft in einer Einheit für digitale Kriminalität. Zuvor hatte er in Miami mit Drogen-, Computern- und Finanzkriminalität zu tun. Bosovich hat nun eine Strategie entwickelt um den Spamern und Botnets entschieden entgegenzutreten.

Die Methode ist effektiv, löst aber das Problem nicht

So gelang es ihm eine juristische wasserdichte Argumentation aufzustellen: Weil die Spamer im Namen von Microsoft gefälschte Emails verschicken, liegt aus Boscovich Sicht ein Verletzung des Microsoft Markenzeichen vor. Das Argument stacht und ermöglichte es Microsoft schließlich nicht nur als Ankläger aufzutreten sondern auch mit der Genehmigung der Gerichte Durchsungsaktionen durchzuführen.

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Richard Boscovich richtete sich nach der Durchsuchung in Pennsyslvania auch an künftige Kriminelle: "Sie sollen wissen, dass wir sie beobachten".

Microsoft hat bereits in der vergangenen Jahren von Gerichten die Erlaubnis erhalten, PCs und Unterlagen bei den Betreibern von Botnets und Spamdiensten zu beschlagnahmen. Nach Expertenmeinung war diese Methode sehr effektiv - auch wenn es Microsoft nicht gelungen ist, mit den Botnets fertig zu werden.

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