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Investor Peter Thiel: "Google sind die Ideen ausgegangen"

von Achim Sawall Quelle: Golem

Unternehmen wie Google säßen auf ihren Dollar-Milliarden, weil sie nicht wüssten, wo sie das Geld investieren sollten: Das hat der Investor Peter Thiel dem Google-Aufsichtsratschef Eric Schmidt vorgeworfen. Der wusste keine Antwort.

Peter Thiel ist bekannt für seine verrückten Investmentideen. Quelle: REUTERS
Polarisiert gern. Der Finanzinvestor Peter Thiel wirft Google Ideenarmut vor Quelle: REUTERS

Der bekannte Investor Peter Thiel hat Google auf der Konferenz Fortune Brainstorm Tech 2012 Ideenlosigkeit vorgeworfen. Der gebürtige Frankfurter, der mit Google-Aufsichtsratschef Eric Schmidt auf dem Podium saß, erklärte, dass Google nicht genügend in innovative Technik investiere.

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Schmidts einleitende Worte kommentierte Thiel mit der Aussage: "Nun, ich denke, Eric, du machst dich wirklich gut als Google-Propagandaminister." Schmidt, der irritiert und amüsiert zugleich wirkte, bedankte sich artig für das Lob.

Google seien Computer oft wichtiger als Menschen, sagte Thiel, und darum habe Google auch die Revolution der sozialen Netzwerke verpasst. Moores Gesetz sei wichtig für Computer, aber was bringe das Gesetz den Menschen und dem wirtschaftlichen Fortschritt?, fragte Thiel, der den Onlinezahlungsabwickler Paypal mitbegründet und das Unternehmen eine Zeit lang geführt hat. Thiel hält außerdem einen größeren Anteil an Facebook und sitzt im Aufsichtsrat des sozialen Netzwerks.

Google Web Accelerator

Er sollte das Surfen im Netz schneller machen, setzte sich aber nicht durch: Eines der großen Probleme war, dass Nutzer keine Youtube-Videos anschauen konnten. Den Google Web Accelerator gab es von Mai 2005 bis Oktober 2008. Teile der Technologie konnte der Konzern aber recyclen und für seinen schnellen Browser "Chrome" verwenden.

Bild: dpa

Auf einem Haufen Geld

Thiel erwähnte, dass Google zwar in innovative Technik wie selbststeuernde Autos in Nevada oder das Schürfen nach Edelmetallen auf Asteroiden investiere und damit schon mehr tue als Microsoft oder Apple, doch Amazon sei das einzige Technologieunternehmen, das nennenswert in Innovationen reinvestiere. "Google sind die Ideen ausgegangen", sagte Thiel.

Schmidt, der darauf etwas erwidern sollte, sagte nur: "Ich denke, ich lasse das Statement einfach stehen."

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Google oder Microsoft sollten sich nicht als Technologieunternehmen bezeichnen, weil sie nicht reinvestierten, forderte Thiel. Suchmaschinentechnologien sei vor über einem Jahrzehnt erfunden worden. Google säße auf einem Haufen Geld und setze darauf, dass niemand eine bessere Suchtechnologie entwickeln könne. "Darum investiert ihr in Google, weil ihr hofft, dass es keine technische Innovation bei der Suche geben wird."

All diese Firmen häuften große Mengen Geld an, weil sie schlicht nicht wüssten, was sie damit tun sollten.

Dieser Artikel erschien zuerst bei Golem.de

Quelle: Golem
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