iPad3: Apple erhöht den Druck

von Matthias Hohensee

Im Smartphone-Geschäft macht Android Apple heftige Konkurrenz. Im Tablet-Geschäft ist es umgekehrt. Ab März wird Apple mit dem iPad 3 seine Dominanz ausbauen.

Der Countdown läuft. Höchstwahrscheinlich am 7. März wird Apple die dritte Generation seines Tablet-Computers iPad vorstellen. An dem Mittwoch hat das Yerba Buena Kunstzentrum in San Franciscos Innenstadt, wo Apple-Gründer Steve Jobs im Januar 2010 die erste Version des iPads enthüllte und im März 2011 seinen Nachfolger präsentierte, alle anderen Veranstaltungen abgesagt. Die US-Fachpresse wurde am Dienstag zu einer Präsentation in San Francisco eingeladen. Auf dem Bild zur Einladung ist klar ein iPad zu erkennen. Der Text dazu lautet: „Wir haben etwas, was Sie wirklich sehen müssen. Und berühren.“

Heiße Spekulationen

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Die Bühne und die angeschlossene Ausstellungshalle könnte dann exklusiv dem iPad 3 gehören. Über dessen Aussehen wird schon seit Herbst heftig spekuliert. Als sicher gilt ein hochauflösenderes Display, das Texte schärfer darstellt und das Lesen angenehmer macht. Sowie ein flotterer Prozessor für flinkere Spiele und einen größeren Akku, um die Laufzeit trotz höheren Energiebedarfs über der Marke von zehn Stunden zu halten. An Form und Gewicht soll sich hingegen nicht viel ändern. Ebenso beim Preis. Wahrscheinlich wird der iPad 3 wieder bei 499 Dollar starten.

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Heiß spekuliert wird auch über einen kleineren Ableger. Ein Gerät mit einem sieben oder acht Zoll großen Display, das sich auch in der Jackentasche transportieren lässt. Gut möglich jedoch, dass sich Apple das Mini-iPad für den Herbst aufspart.

Viel Spekulation - wie bei dem verschwiegenen kalifornischen Unterhaltungselektronikgigant gewohnt. Sicher voraussagen lässt sich jetzt schon, dass das iPad wegen seines Image als Spielzeug für Gutbetuchte sowie seinem Autismus gegenüber Fremdgeräten die Gemüter spalten wird.

Der Konkurrenz bleibt kaum Luft

Klar ist auch, dass der Tablet-Marktführer mit dem Debüt des iPad 3 die Messlatte für die Konkurrenz wieder ein Stück höher legt. Wie viel Luft ihr noch zum Atmen bleibt, hängt wesentlich davon ab, ob Konzernchef Tim Cook die Produktion des iPad 2 einstellt oder ihn als günstigere Einstiegsversion ab 349 oder 399 Dollar fortführt. Letzteres ist eine bewährte Taktik aus dem Smartphone-Geschäft, in dem Apple die Vorgängerversion zu reduzierten Preisen anbietet.

Dagegen spricht, dass Apple im Gegensatz zum Handy-Geschäft bei den Tablets die Konkurrenz nicht zu fürchten braucht. Zwar ist Apples Tablet-Weltmarktanteil laut einer aktuellen Studie des Marktforschungsunternehmens iSuppli von 87 Prozent im Jahr 2010 auf 62 Prozent im Vorjahr gesunken. „Doch der wird mit dem neuen iPad wieder kräftig anziehen“, erwartet isuppli-Analystin Rhoda Alexander.

Cook würde also mit einem Niedrigpreis-iPad zwar noch mehr Nutzer gewinnen und neue Kundengruppen erschließen. Das würde allerdings zu Lasten der Marge gehen.

Schon jetzt hat die Konkurrenz große Probleme preislich mitzuhalten. Derzeit ist nur Apple wegen weitaus höherer Stückzahlen und besserer Konditionen beim Einkauf von Komponenten in der Lage, mit Tablets Gewinne zu erwirtschaften. Die Wettbewerber, die sich vornehmlich auf Googles Betriebssystem Android stützen, kämpfen durch die Bank mit Verlusten.

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