iPhone: Apple plant elektronisches Portemonnaie

iPhone: Apple plant elektronisches Portemonnaie

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Das neue iPhone 4 von Apple

Der US-Computerbauer Apple hat sein Geschäft mit Handy-Werbung noch nicht einmal gestartet, da kündigen amerikanischen Wettbewerbshüter schon an, das iAds-Angebot genau unter die Lupe zu nehmen. Denn die rapide wachsende Marktmacht des Konzerns im Mobilgeschäft lässt Konkurrenten wie Google erschaudern. Nun macht sich Apple offenbar dazu auf, auch in das mobile Bankgeschäft einzusteigen. Das iPhone soll Apples Patentanmeldungen zufolge künftig Kreditkarten, Geldkarten und Schecks ersetzen – praktisch zur elektronischen Brieftasche werden. Zudem plant der Konzern offenbar das iPhone zum virtuellen Verkaufsberater aufzubauen.

In den vergangenen Monaten hat der Konzern laut dem Internetblog Patently Apple, das alle Patentanmeldungen der Kalifornier analysiert, mehrere Schutzrechte beantragt, die mobile Bezahlsysteme beinhalten. Demnach sollen iPhone-Nutzer künftig im Laden nicht mehr Kreditkarte, Geldkarte oder Bargeld zücken müssen, sondern einfach das iPhone über ein entsprechendes Terminal halten, das die Zahlungsangaben in mehren Stufen verschlüsselt senden und empfangen kann. Der Nutzer muss dafür zuvor all seine Kontenangaben einschließlich der verschiedenen Karten in einem speziellen Programm gespeichert haben.

Mit diesem App soll der Nutzer aber nicht nur im Laden per Telefon zahlen können. Er soll der Patentanmeldung zufolge auch mit ihm Geld am Geldautomaten abheben können. Damit würden sogar Geldkarten teilweise überflüssig werden. Dazu braucht er seine Angaben nicht mehr in den Automaten selbst eingeben, sondern nur noch in das Telefon.

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Der Clou: Damit Betrüger Pin-Nummern nicht einfach per Video ausspionieren können, wechselt der Ziffernblock bei der Eingabe immer wieder die Reinfolge der Ziffern. Auch hier muss der Nutzer das Telefon dann nur noch an den Automaten halten, damit das Geld herauskommt.

Im Patent wird das App schlicht Transaction genannt. Dass eine solche Funktion demnächst auf dem iPhone erscheint, daran haben die Blogger von Patently Apple kaum noch Zweifel. Zu viele Schutzrechte habe Apple dazu beantragt.

Apple plant Shopping-Assistenten

Als Ergänzung zu der elektronischen Brieftasche plant Apple den Patentanmeldungen zufolge einen Einkaufsassistenten für das iPhone. Das Gerät soll dafür künftig auch Funkchips auslesen können, die Hersteller an ihren Produkten anbringen – sogenannte RFID-Chips. Schon jetzt gibt es von unabhängigen Programmierern geschriebene Apps für das iPhone, die den Barcode abfotografieren, identifizieren und den Preise des Produkts mit denen im Internet vergleichen. Der Apple-Assistent soll jedoch den Verkäufer komplett ersetzen, durch riesige Läden wie Ikea führen und zu den Produkten Videos und anderes vom Hersteller bereit gestelltes Multimedia-Material abspielen.

Da Apple mit dem Shopping-Assistenten und dem elektronischen Portemonnaie sensible Daten über Einkaufs- und Zahlungsgewohnheiten seiner Nutzer auch außerhalb des  Internets sammeln kann, dürfte das Vorbehalte von Datenschützern auf den Plan rufen. Denn Apple verfügt schon jetzt über ein breites Portfolio an Angaben über seine Nutzer – beispielsweise über deren Musik und Filmgeschmack.

Damit mutiert das iPhone immer mehr zum elektronischen Allzweckgerät. Schon jetzt kann man damit Musik hören, fotografieren, Filme schauen, Flüge buchen, im Netz surfen und vieles mehr. Wer künftig seine Geldbörse zu Hause lässt, sollte jedoch nicht das Ladekabel vergessen.  

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