IT-Branche: Kampf um das Milliardengeschäft mit der Cloud

IT-Branche: Kampf um das Milliardengeschäft mit der Cloud

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Microsoft-Chef Ballmer und Telekom-Boss Obermann setzen auf Cloud Computing.

von Oliver Voß

Cloud Computing wird vom Trendthema zum Massenmarkt und der Kampf um den Milliardenmarkt wird härter. Mit Klagen und Übernahmeschlachten streiten IT-Riesen wie Microsoft, Google oder IBM um das Milliardengeschäft.

Ray Ozzies Mail vom 28. Oktober 2005 ist inzwischen legendär. Darin analysierte der Microsoft-Vordenker, dass sich die Computerbranche dramatisch wandle und internetbasierte Dienste immer stärker an Bedeutung gewinnen. Ozzie warnte: Wenn Microsoft sich nicht darauf einstellt, ist „unser Geschäft, so wie wir es kennen, in Gefahr".

Vor kurzem kündigte Microsofts Chef-Software-Architekt aber überraschend seinen Rückzug an. Es wurde in der Branche heftig spekuliert, ob Ozzie der Wandel bei Microsoft nicht schnell genug ging oder ob er seine Mission als erfüllt ansah.

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Welchem dieser Erklärungsansätze man auch folgt, klar ist, dass Ozzies Vision nun zum Alltag wird. Kaum ein Thema beschäftigt IT-Konzerne derzeit so, wie das sogenannte Cloud Computing. Damit wird die Auslagerung von Programmen und Daten bezeichnet.

Wie SAP, Amazon und Microsoft am Cloud Computing verdienen

Anstatt mit hohem Aufwand eigene Hardware und Software zu unterhalten, können Firmen so die benötigten Dienstleistung über das Internet mieten - etwa Datenbanken oder Software. Die Vorteile: eine flexiblere Anpassung an den Bedarf und niedrigere Kosten.

Er kenne Unternehmen, die durch Cloud Computing die IT-Kosten um die Hälfte senken  konnten, sagte der Vizepräsident des Marktforschers Gartner Ken McGee. Der Marktforscher setzte Cloud Computing nun schon zum zweiten Mal auf Platz eins seiner jährlichen Liste der zehn wichtigsten IT-Technologien.

Gartner prognostiziert für das Geschäft mit Anwendungen und Diensten aus der Wolke für 2014 weltweit einen Umsatz von 149 Milliarden Dollar – im vorigen Jahr waren es noch 59 Milliarden Dollar.

In Deutschland könnte das Wachstum sogar nach stärker ausfallen: Die hiesigen Umsätze sollen von knapp 400 Millionen Euro in 2010 auf rund zwei Milliarden Euro im Jahr 2014 steigen, prognostiziert der Marktforscher IDC. Das wäre ein jährlichen Plus von 42 Prozent.

SAPs schwere Geburt

Daran kräftig mitverdienen möchte auch der wichtigste deutsche Softwarekonzern SAP. Zwischen ein- und anderthalb Milliarden hat der Konzern dafür in ein neues Produkt gesteckt, das vielleicht anspruchsvollste Projekt der Firmengeschichte. Acht Jahre hat es gedauert, mehrfach stand die Entwicklung fast vor dem Aus und der geplante Starttermin wurde am Ende um zwei Jahre verschoben.

Seit dem Sommer bieten die Walldorfer aber nun ihr Produkt Business By Design an – ein  internetbasiertes Komplettpaket zur Steuerung von Unternehmensprozessen, wie Rechnungswesen, Personalverwaltung oder Finanzbuchhaltung.

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