IT-Kriminalität: Bitkom-Chef wird Opfer von Datendieben

exklusivIT-Kriminalität: Bitkom-Chef wird Opfer von Datendieben

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Dieter Kempf

von Jürgen Berke

Dieter Kempf, Vorstandsvorsitzender des IT-Dienstleisters Datev und zugleich Präsident des IT-Dachverbandes Bitkom, wurde kürzlich Opfer von Datendieben.

Auf einer Reise im ICE zu einer IT-Sicherheitskonferenz wurde ihm ein Blackberry Z30 aus seinem Jackett gestohlen worden. „Ich ärgere mich am meisten über mich selbst. In Zürich ist mir das schon mal passiert“, sagte Kempf der WirtschaftsWoche. 

„Wir beobachten einen Anstieg von Erpressungsfällen“, bestätigt Alexander Geschonneck, Leiter Forensic bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG, gegenüber der WirtschaftsWoche.

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Chronik: Die größten Datendiebstähle

  • April 2011

    Der japanische Unterhaltungskonzern Sony meldet das illegale Ausspähen mehrerer Server. Betroffen sind 77 Millionen Nutzer, die sich auf der Plattform der Spielkonsole „Playstation“ registriert hatten.

  • Januar 2012

    Hacker erschleichen sich den Zugang zu Rechnern des Online-Bekleidungsshops Zappos und stehlen 24 Millionen Kundendaten. Zappos ist eine 100-prozentige Tochter des Web-Warenhauses Amazon.

  • September 2013

    Vodafone zeigt den Diebstahl von zwei Millionen Kundendaten in Deutschland an. Ein Hacker stahl von Rechnern des Mobilfunkkonzerns Namen, Adressen und Kontodaten.

  • Oktober 2013

    Hacker dringen in Datenbanken des US-Softwareherstellers Adobe ein und stehlen Listen mit 152 Millionen Nutzerdaten. Sie konnten dabei auch die verschlüsselt gespeicherten Passwörter knacken.

  • Dezember 2013

    In Datenbanken der US-Warenhauskette Target dringen Hacker ein und stehlen 110 Millionen Kundendaten, darunter knapp 40 Millionen Kredit- und EC-Kartendaten.

  • Mai 2014

    Die Datenbank des Online-Auktionshauses Ebay wird angezapft. Die Hacker, die über gestohlene Mitarbeiterzugänge eindrangen, kommen in den Besitz von 145 Millionen Daten inklusive Passwörter und weiteren persönlichen Daten.

  • September 2014

    Bei der US-Baumarktkette Home Depot knacken Hacker die Sicherheitsvorkehrungen von Zahlungssystemen. Die Kreditkartendaten von 56 Millionen Kunden werden ausspioniert.

  • Oktober 2014

    Die US-Bank JP Morgan wird Opfer eines groß angelegten Cyberangriffs. Daten von 76 Millionen Privatkunden und sieben Millionen Firmenkunden fallen in die Hände von Hackern. Ausgespäht wurden Name, Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse.

Marco Gercke, Chef des Cybercrime Research Institute, ist überzeugt, dass es in Zukunft noch mehr Erpressungen geben wird: „Das Risiko einer Identifikation ist für die Täter aufgrund der anonymen Kommunikations- und Zahlungsverfahren deutlich geringer.“

So nehmen die Cybererpresser auch Unternehmen ins Visier. Ein in Bayern ansässiges Dax-Unternehmen hat erst kürzlich einem Erpresser nachgegeben, erfuhr die WirtschaftsWoche aus Sicherheitskreisen. Der Erpresser hatte die Kontrolle über einen Server der Firmen-Web-Seite übernommen und gedroht, den gesamten Verkehr auf eine originalgetreu gefälschte Homepage umzuleiten. Das Unternehmen zahlte mehr als zwei Millionen Euro.

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