IT-Sicherheit: Jeder siebte Cyber-Angriff erfolgt über deutsche Server

IT-Sicherheit: Jeder siebte Cyber-Angriff erfolgt über deutsche Server

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Ein Mann tippt in Frankfurt am Main auf einer Computer-Tastatur vor einem elektrischen Schaltplan.

Datensicherheit im Internet ist ein heiß diskutiertes Thema, nicht nur bezüglich der Sicherheitsdienste. Hacker treiben nach wie vor ihr Unwesen. Die Zahlen sind beunruhigend. Doch deutsche Internetnutzer werden nicht nur angegriffen; oft gehen die Angriffe von deutschen Server selbst aus.

Zwischen April und Juni 2013 kletterte Deutschland auf den dritten Platz der Weltrangliste der Quellen schädlicher Programme. Jedes siebte Schadprogramm stammt aus Deutschland. Das sind 14,5 Prozent aller Schadprogramme, die weltweit auf Servern unterwegs sind. Vor der Bundesrepublik liegen die USA und Russland. Dies teilte das Internet-Sicherheitsunternehmen Kapersky mit.

Die Bedrohungen für deutsche Internetnutzer sanken im zweiten Quartal leicht. Laut Kapersky bleibt die Anzahl der Angriffe jedoch hoch. Demnach wurden in diesem Quartal über 41 Millionen deutsche Internetnutzer mindestens einmal übers Netz angegriffen. Damit landet Deutschland auf Rang 21 (zuvor Rang 23) auf dem weltweiten Bedrohungsatlas.

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Besonders beliebt sind mobile Geräte bei Cyberkriminellen. Vor allem Smartphones und andere mobile Geräte mit dem Betriebssystem Android sind betroffen. Anwendern stehen bereits über 100.000 Apps, mit schädlichen Programmen, zum in den Stores des Anbieter zum Download zur Verfügung. Diese Programme können Schadcode-Samples, SMS-Trojaner oder klassische Trojaner enthalten. Spionage-Trojaner kommen auf einen Anteil von 4,9 Prozent. Die Apps werden von den Hackern heruntergeladen mit den besagten Schadprogrammen versehen und über Drittanbieter weitervertrieben.

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Da Apple mit einem geschlossenen Betriebssystem arbeitet und nur Apps aus dem App Store heruntergeladen werden können, besteht diese Gefahr durch Drittanbieter Experten zu Folge seltener. Immerhin prüft Apple jede App, die im App Store zum Verkauf angeboten wird. Das Risiko erhöht sich allerdings, wenn man sein iPhone einem sogenannten „Jailbreak“ unterzieht. „Jailbreak“ bedeutet auf Deutsch „Gefängnisausbruch“. Dieser macht die die Nutzung von Apps möglich, die nicht durch Apple freigegeben wurden, und so einen Zugriff auf das System – eine Befreiung aus dem „Apple-Gefängnis“.

Bitcoins, eine virtuellen Währung, stehen ebenfalls stark im Visier der Cyberkriminellen. Mit Bitcoins lassen sich Zahlungen im Internet tätigen. Sie können außerdem in harte Währungen umgewandelt werden. Ein Bitcoin ist, mit starken Schwankungen, bis zu 130 US-Dollar wert. Generiert werden sie durch Rechenleistung und lassen sich durch sogenanntes Bitcoin-Mining, beispielsweise über missbrauchte Skype-Accounts, klauen. Laut Kapersky Lab sind die Banditen auch auf der japanischen Handelsplattfrom für Bitcoins MtGox aktiv. Eine brasilianische Phisching-Kampagne sammelte Login-Daten um anschließend die Accounts der Nutzer zu plündern.

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