IT-Sicherheitskonferenz: Wachsende Gefahr durch Cyberangriffe

IT-Sicherheitskonferenz: Wachsende Gefahr durch Cyberangriffe

Sicherheitslücken in Computersystemen oder Software sind ein Problem: Angreifen können so in Unternehmensnetze eindringen oder Informationen manipulieren. Auf einer Sicherheitskonferenz wird eine Antwort gesucht.

Schwachstellen in Computersystemen stellen Unternehmen, aber auch Staaten, vor wachsende Herausforderungen, haben Experten zu Beginn einer Konferenz für IT-Sicherheit in Bonn gewarnt. „Die Bedrohung für die Sicherheit unserer Daten und unserer digitalen Infrastruktur wächst Jahr um Jahr“, sagte Timotheus Höttges, der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom, zum Auftakt des „Cyber Security Summit“. Die Sorge von Nutzern um die Sicherheit ihrer Daten bremse das Wachstum der IT-Branche.

Fünf Tipps, wie Sie sich Ihr Passwort merken können

  • Code mit Gefühl

    Wählen Sie als PIN-Nummer für Handy oder EC-Karte ein Datum, mit dem Sie ein besonderes Erlebnis verbinden – einen sportlichen Erfolg oder eine Prüfung. Nur nicht Ihren Geburtstag – den findet jeder heraus.

  • Sätze bilden

    Lange Passwörter sind schwerer zu knacken. Bilden Sie als Kennwort einen Satz mit persönlichen Bezug: Meine_Katze_schläft_den_ganzen_Tag.

  • Abkürzungen

    Kombinieren Sie ein Passwort aus den Anfangsbuchstaben eines Merksatzes. Aus „Seit 8 Jahren spiele ich wieder Tennis“ wird S8JsiwT.

  • Passwörter mixen

    Mischen Sie Zahlen und Buchstaben. Ihr Hochzeitstag ist der 12. April 2001? Schreiben Sie abwechselnd die Zahlen von vorn, die Buchstaben von hinten: 1l2i2r0p0A1.

  • Codes verschlüsseln

    Notieren Sie sich Ihre PIN-Nummern verschlüsselt. Wählen Sie ein Schlüsselwort aus zehn verschiedenen Buchstaben – etwa Aktienkurs. Ersetzen Sie die Zahlen mit den Buchstaben an der jeweiligen Stelle des Schlüsselworts. Aus 3912 wird: trak.

Auch Staaten werden vermehrt mit digitalen Bedrohungen konfrontiert. „Es ist eine ganz neue Form der Kriegsführung“, sagte Sorin Ducaru, der das Verteidigungsbündnis Nato zu neuen Sicherheitsgefahren berät. Er berichtete von immer geschickterer Manipulation von Informationen, die auch über soziale Netzwerke verbreitet werde. Die Nato sei auch für Verteidigung im Cyberspace verantwortlich, betonte Ducaru.

Der Vorsitzende der Münchener Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, mahnte den Schutz von wichtiger Infrastruktur gegen digitale Attacken an. Cyberangriffe, „rücken auf der sicherheitspolitischen Prioritätenlisten ganz nach oben“, sagte Ischinger.

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Beim Schutz von Computersystemen und Software warnte der Sicherheitsexperte Andy Müller-Maguhn vor Schwachstellen auch in vermeintlich sicheren Programmen. Der NSA-Skandal habe gezeigt, dass Firmen unter Umständen gesetzlich verpflichtet werden können, Daten weiterzugeben oder Geheimdiensten den Zugriff zu ermöglichen. „Es ist also ganz wichtig, dass die Verlässlichkeit von Verschlüsselung überprüft werden kann“, sagte Müller-Maguhn. Unabhängige Fachleute sollten Verschlüsselungscodes auf Hintertüren abklopfen können. Die Telekom und die Münchener Sicherheitskonferenz veranstalteten den „Cyber Security Summit“ zum dritten Mal.

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