Kämpfe in Nahost: Apps, die Leben retten können

Kämpfe in Nahost: Apps, die Leben retten können

Bild vergrößern

Zufluchtsort beim Raketenangriff: Eine israelische Familie mit Freunden in einem Schutzraum in der südlichen Stadt Beersheba.

Bei den anhaltenden Kämpfen in Nahost ist es lebensnotwendig zu wissen, wo man sich bei einem Raketenangriff verstecken kann. Eine App soll dabei helfen und zeigt Schutzräume in der Umgebung an.

Wo ist der nächste Bunker? Wo kann ich mich sicher verstecken? Diese Fragen sind für viele Menschen in Israel in diesen Tagen überlebenswichtig. Seit Israel und die Palästinenser wieder das Feuer eröffnet haben. Das israelische Zivilschutz hat die Bürger deshalb aufgefordert immer darüber informiert zu sein, wo sie Schutzräume, wie Bunker, Tiefgaragen oder ähnliches finden können. Egal, wo sie sich gerade aufhalten – zuhause, unterwegs, bei der Arbeit…

Verschiedene Techniken können dabei helfen: Mit Smartphones haben die Bewohner der betroffenen Gebiete jetzt die Chance, besser informiert zu bleiben. Die Stadtverwaltung der südisraelischen Stadt Ashod hat eine App entwickeln lassen, die mithilfe von Google-Maps und GPS-Daten diese Schutzräume findet und anzeigt. „Secure Spaces“ heißt das hebräische Programm, das für iPhone-Nutzer kostenlos zu haben ist und die Adresse des „sicheren Raums“ und die Entfernung vom eigenen Standort anzeigt.

Anzeige

Wer die App nutzt, bekommt damit ein Stück Sicherheit geboten, aber nur für den Süden Israels: Die App zeigt nämlich nur Schutzräume in den Städten Ashdod, Ashkelon und Beersheba, die alle südlich von Tel Aviv liegen – und gibt es bisher nur für das iPhone.

Nahost-Konflikt Israel ist auf einem gefährlichen Weg

Die Hamas-Palästinenser terrorisieren Israels Zivilbevölkerung, Israels Armee verbreitet Angst und Schrecken in Gaza – und die Weltmärkte nehmen es gelassen hin. Das ist nicht nur zynisch, sondern auch kurzsichtig.

Die dunkle Wolke über Gaza kann als Alternative für einen Schlag gegen den Iran dienen. Quelle: dpa

Wer in Tel Aviv lebt, kann sich auf Google Maps über Schutzräume informieren, die der Zivilschutz in einer Excel-Datei auf seiner Homepage auflistet. In der digitalen Karte werden ebenso Adresse und Kapazität der Räume angezeigt.

Private Schutzräume öffentlich machen

Wer frühzeitig wissen will, wann Bombenalarm kommt, der kann die kostenlose App des 13-Jährigen Liron nutzen. Der Junge aus Beersheba sendete in der Vergangenheit über seine Facebook-Seite Warnungen vor Raketenangriffen. Der israelische Appdesigner Kobi Snir setze Lirons Idee schließlich in eine App um.

Wenn es Luftalarm gibt, bekommen iPhone-Nutzer über die App eine kurze Warnung, dass eine Rakete unterwegs ist. „Red Alert“ heißt das Programm – benannt nach dem offiziellen Warnsystem „Color Red alert“.

Der Unterschied zu der üblichen Sirenenwarnung: Die App zeigt an, wie viele Sekunden seit dem Beginn der Warnung vergangen sind – damit wissen Nutzer genauer über die Raketenbeschüsse Bescheid. Außerdem zeigt auch „Red Alert“ an, wo die nächsten Schutzräume sind.

Weitere Artikel

Wer die App besitzt, kann außerdem weitere bombensichere Orte hinzufügen, wenn sie etwa von privaten Bunkern oder anderen sicheren Schutzräumen wissen und diese mit ihren Mitmenschen teilen wollen.

Verhindern können die Apps nichts, aber sie machen es den Nutzern möglich, sich etwas sicherer zu fühlen und vielleicht auch sicherer zu sein.

Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%