Keine mobilen Websites: Einzelhandel und Gastronomie haben den Smartphone-Boom verschlafen

Keine mobilen Websites: Einzelhandel und Gastronomie haben den Smartphone-Boom verschlafen

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Laut Accenture surfen 58 Prozent der User in Deutschland zumindest gelegentlich mobil im Netz (inbegriffen hier Smartphones, Tablets und Netbooks).

Quelle:Netzwertig.com

Smartphones und das mobile Surfen im Netz sind mittlerweile ein Massenphänomen. Doch Einzelhändler und Gastronomen haben diese Entwicklung verschlafen: Mobil optimierte Websites sind noch immer eine Seltenheit.

Die meisten Medienwebsites bieten mobilen Nutzern mittlerweile für Smartphones optimierte Versionen ihrer Angebote. Statt auf aufwendigen Kreativleistungen und vielen bunten Bildchen liegt der Fokus bei diesen auf einer einfachen Navigation, auf für kleine Bildschirme und eine Bedienung durch Berührung angepassten Inhalten sowie auf möglichst speicherarmen Elementen. Auch im Jahr 2013 sind mobile Breitbandverbindungen nicht immer die schnellsten, zudem müssen viele Mobilfunknutzer aufgrund monatlicher Trafficlimits mit ihrem Datenverkehr haushalten. Niemand will pro vom Smartphone aufgerufener Seite ein Megabyte an Daten abrufen müssen.

Dummerweise hat die Nachricht, dass die mobile Internetnutzung dem stationären Webzugriff zunehmend Konkurrenz macht, viele andere Branchen noch nicht erreicht. Laut Accenture surfen 58 Prozent der User in Deutschland zumindest gelegentlich mobil im Netz (inbegriffen hier Smartphones, Tablets und Netbooks), in Österreich sind es 71 Prozent, in der Schweiz sogar 76 Prozent. Eine andere Studie von Anfang 2012 verdeutlicht nicht nur, wie die mobile Webnutzung im Laufe des Jahres zugenommen hat, sondern belegt auch, dass viele Menschen noch deutlich häufiger mobil online gehen würden, sofern die Übertragungsgeschwindigkeiten höher wären. Die Forderung nach einer schnelleren Surfgeschwindigkeit heißt im Umkehrschluss, dass mobile Anwender sich an zu langsam aufbauenden Websites stören – ein typisches Problem, wenn keine für Smartphones optimierte Variante bereitsteht.

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Der schwedische Blogger Henrik Torstensson beschreibt in einem aktuellen Kurzbeitrag das Versäumnis vieler Einzelhändler und Gastronomen, den Besuchern ihrer Sites eine schlanke Smartphone-Präsenz zu bieten. Was er moniert, kann gar nicht nachdrücklich genug kritisiert werden: Restaurants, Geschäften und stationären Servicebetrieben entgeht am laufenden Band Kundschaft, wenn wichtige Informationen wie Öffnungszeiten, Menüs oder Reservierungshinweise nur nach längerem Suchen auf einer für Großbildschirme und Festnetzinternetanschlüsse geschaffenen Website zu finden sind.

Torstenssons drei Kriterien für eine vernünftige mobile Website: Speise- und Getränkekarten, die auch mit dicken Fingern bedient und eingesehen werden können, ein Design, das für die Displaydimensionen von iPhone und typischen Android-Geräten geschaffen wurde, sowie ein Verzicht auf Details, welche die Ladezeit unnötig verlängern.

Eine Stichprobe zeigt, wie verbreitet die Problematik noch immer ist: Ich habe einen Blick auf die in Berlin bekannte foursquare-Liste “The SoundCloud-Triangle” geworfen. Diese enthält Empfehlungen für 31 gastronomische Einrichtungen in der Nähe des SoundCloud-Hauptquartiers am Rosenthaler Platz in Berlin-Mitte. Von zehn zufällig ausgewählten, dort aufgeführten Restaurants, Bars und Cafés habe ich die Websites über mein iPhone angesteuert.

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