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Kinect: Vielversprechende Startups

Kinect: Die Gestensteuerung erobert Büros

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Vielversprechende Startups

Ein Mann wird von Kinect-Kameras von Styku vermessen Quelle: Presse
Styku vermisst Kunden und empfiehlt passende Klamotten Quelle: Presse

So suchte eine Jury aus Ingenieuren und Investoren elf Startups heraus, die mit besonders vielversprechenden Kinect-Hacks aufgefallen sind. Sie bekamen die Chance, bei Microsoft in Seattle drei Monate lang an ihren Ideen zu feilen – mit Forschern und Managern des Konzerns als Mentoren. Auch Kinect-Hacker Burrus schaffte es unter die Auserwählten. Als einziges deutsches Startup war Übi interactive aus München mit dabei.

Anfangs hatten die Deutschen noch Vorbehalte: Sie wollten sich nicht als bloßer Ideengeber missbrauchen lassen. „Aber Microsoft stellte klar, dass das geistige Eigentum uns gehört“, sagt Übi-Mitgründer David Hajizadeh. Zudem gab sich der Konzern flexibel und störte sich nicht daran, dass einige der Ideen auch mit Gestensteuerungssystemen anderer Hersteller funktionieren. Außerdem versicherte Microsoft den Gründern, sie anschließend bei der Investorensuche zu unterstützen. Ein Blick auf die Ideen der Kinect-Hacker aber zeigt: Den meisten dürfte es ohnehin nicht schwerfallen, Geldgeber zu finden. Denn viele von ihnen lösen tatsächlich alltägliche Probleme:

Styku, Los Angeles

Wie viel einfacher wäre das Einkaufen, wenn sich die Kunden nur noch vor ein Gerät stellen müssten, das die Maße nimmt – und anschließend passende Hosen und Hemden empfiehlt. Kein Wunder, dass sich schon viele Technologie-Startups daran versucht haben. Allein, so recht klappen wollte es nie. Raj Sareen, Gründer des Softwarehauses Styku, hat nun einen einfachen Weg gefunden: Der ehemaliger Forscher der US-Weltraumbehörde Nasa, koppelte zwei Kinect-Kameras, die in normalen Umkleidekabinen installiert werden können. Eine Software vermisst den Körper, stellt ihn auf einem Flachbildschirm als 3-D-Modell dar – und schlägt dem Kunden anschließend die richtige Kleidung vor.

Gesture Technology, Toronto

Manche Chirurgen verfügen über ein nahezu fotografisches Gedächtnis. Während der Operation haben sie die Röntgenbilder ihrer Patienten exakt im Kopf und wissen jederzeit, wo genau sie ansetzen müssen. Aber gerade bei langwierigen Operationen müssen sie mitunter erneut auf die Aufnahmen blicken.

Weil der Computer meist nicht im sterilen Operationsraum steht, müssen sie diesen verlassen, die Aufnahmen studieren und sich wieder desinfizieren. „Dabei geht wertvolle Zeit verloren“, sagt Matt Strickland, Chirurg am Universitätsklinikum von Toronto. Um das zu ändern, gründete er das Startup Gesture Technology. Es nutzt die Gestensteuerung der Kinect, damit der Chirurg mitten im Operationsraum mit Handbewegungen die gewünschten Bilder vergrößern und verkleinern kann, ohne den Computer anfassen zu müssen.

Übi, München

Die Idee von Übi ist simpel: Sie soll jede Oberfläche in einen berührungsempfindlichen Bildschirm verwandeln – Tische, Wände und, wenn es sein muss, auch den Fußboden. Möglich machen das ein Projektor, die Kinect sowie die von den Münchnern entwickelte Spezialsoftware, die Gesten des Nutzers wie Fingertippen oder Auseinanderziehen von Daumen und Zeigefinger deuten kann. Jede Fläche, auf die Bilder projiziert werden können, wird so zum interaktiven Display.

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Das ist nicht nur für die Konferenzräume von Unternehmen, sondern auch für Schulen oder für Geschäfte interessant. Sie müssen keine teuren Displays anschaffen, die mitunter zerkratzt oder gestohlen werden. Eine weiße Wand reicht. Zudem sind Projektor und Computer mobil. Ursprünglich hatte das Team aus David Hajizadeh, Anup Chathoth und Chao Zhang, die sich in München kennenlernten, eine teure Kamera und ein selbst entwickeltes Betriebssystem eingesetzt. „Viele Kunden wollten jedoch sowieso Microsoft PowerPoint drauf laufen lassen“, sagt Übi-Chef Anup Chathoth. Jetzt läuft die Lösung auf Windows, funktioniert also mit herkömmlichen Computern ohne Leistungseinschränkung und ist für das Startup so günstiger.

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