Konsolen : Was Xbox One und Playstation 4 bieten

Konsolen : Was Xbox One und Playstation 4 bieten

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Sonys Playstation (links) soll mit starker Leistung anspruchsvolle Spielefans überzeugen, Microsofts Xbox One soll durch universale Unterhaltung das Wohnzimmer erobern

von Matthias Hohensee

Spielen, surfen, streamen - die neuen Spielekonsolen haben einiges auf Lager. Dabei könnten sie die letzten echten Konsolen sein.

Die Marketingmaschinen von Microsoft und Sony laufen bereits warm. Im diesjährigen Weihnachtsgeschäft lassen die beiden Konzerne die neueste Generation ihrer Spielkonsolen gegeneinander antreten – die ersten grundlegend neuen Modelle seit Mitte des vergangenen Jahrzehnts.

Microsoft schickt die Xbox One ins Rennen, die wohl Anfang November zum Preis von 499 Euro in den Handel kommt. Sony kontert mit einem günstigeren Einstiegspreis. Seine 399 Euro teure Playstation 4 ist etwas diffus für Ende des Jahres angekündigt. Beobachter halten einen Start schon im Oktober für möglich.

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Äußerlich sehen sich die beiden schwarzen Kästen verblüffend ähnlich – und die Gemeinsamkeiten setzen sich unter der Haube fort: Arbeitsspeicher und Festplattengröße unterscheiden sich kaum, der Prozessor und der Grafikchip stammen jeweils vom US-Chiphersteller AMD. John Carmack, legendärer Entwickler von Kultspielen wie Doom und Quake, kann keinen großen Unterschied zwischen den Konsolen ausmachen. „Es ist schon fast unglaublich“, sagt er, „wie nahe beide sich bei ihren Fähigkeiten sind.“

Unterschiedlich sind dagegen die Zielgruppen: Microsoft hat die Xbox One als das universale Unterhaltungstalent für die ganze Familie ausgelegt, das den Fernseher steuert und Filme streamt, Web-Seiten darstellt und Spiele wiedergibt. Das kann die Playstation 4 zwar auch, allerdings setzt Sony mehr auf Spielefans, die das Allerletzte aus ihrer Konsole herauskitzeln wollen. Darum hat die Playstation 4 einen leistungsstärkeren Grafikchip und mehr Arbeitsspeicher als die Xbox One.

Auf der Marketingfront hat Sony jedenfalls schon gepunktet. Ursprünglich hatte Microsoft vorgeschrieben, dass sich die Xbox One alle 24 Stunden per Internet melden sollte. Auch wollte der US-Konzern den Weiterverkauf von Spielen einschränken. Damit sollte die Weitergabe von Titeln kontrolliert und Raubkopien eingeschränkt werden. Nach massiven Protesten im Internet und der lautstarken Beteuerung von Sony, seinen Kunden so etwas nicht zuzumuten, knickte Microsoft wieder ein. Die Xbox One muss jetzt nur einmalig via Internet aktiviert werden.

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Die letzten echten Konsolen

Wer die neuen Konsolen sofort beim Marktstart in den Händen halten und nicht in der Schlange stehen will, muss sich sputen. Zwar lässt sich die Xbox One derzeit bei Amazon Deutschland noch vorbestellen, doch der Online-Händler nimmt schon keine Aufträge für die Playstation 4 mehr entgegen. Ob das an dem günstigeren Preis liegt oder nur ein Marketingtrick von Sony ist, ist unklar.

Doch schon jetzt ist vorhersehbar, dass sowohl Playstation 4 als auch Xbox One die wahrscheinlich letzten echten Konsolen sein werden. Das zeigt sich unter anderem daran, dass in der neuesten Generation im Gegensatz zu den Vorgängern keine Spezialchips, sondern PC-Prozessoren verwendet werden. Das soll nicht nur Kosten sparen, sondern auch das Entwickeln von Spielen vereinfachen.

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