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Kritik von Verbraucherzentrale: iPhone-Wechselkonditionen: Apple verärgert Handy-Kunden

Der US-Computerkonzern Apple erschwert den Wechsel von seinem alten iPhone zum neuen iPhone 3G, das in Deutschland am 11. Juli in den Handel kommt. Bisherige iPhone-Kunden dürfen nur dann zum neuen Handy wechseln, wenn ihr bisheriger Vertrag mindestens ein halbes Jahr alt ist. Das sagte eine Sprecherin von T-Mobile gegenüber wiwo.de.

Apples iPhone gibt es exklusiv Quelle: AP
Apples iPhone gibt es exklusiv bei T-Mobile Quelle: AP

T-Mobile, die Tochter der Deutschen Telekom, besitzt die Vertriebsrechte für Deutschland. Apple hatte die erste iPhone-Generation erst im vergangenen November eingeführt. Zudem wird ein solcher Wechsel teuer: T-Mobile verlangt eine Ablösegebühr von 15 Euro je Monat Restlaufzeit des alten Vertrags.

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Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfahlen kritisiert diese Wechselkonditionen.  "Das ist für die Kunden sehr ärgerlich", sagte Helga Zander-Hayat, Juristin bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Denn das neue schnellere und leistungsfähige iPhone bietet T-Mobile bereits ab einem Euro an. Das Gerät der ersten Generation kostete bei der Einführung bei sonst ähnlichen Vertragskonditionen mindestens 399 Euro.

O2 bei Kunden in Großbritannien kulanter

Juristisch angreifbar sei die neue Regelung aber nicht, sagte Verbraucherschützerin Zander-Hayat. Der Kunde habe sich mit seinem alten iPhone an T-Mobile gebunden, der Mobilfunkanbieter habe deshalb einen Anspruch auf Schadenersatz, werde der Vertrag vorzeitig beendet. In Großbritannien bietet der dortige Apple-Vertriebspartner O2 einem Teil der bisherigen iPhone-Kunden einen kostenlosen Wechsel zur neuen Handy-Generation an.

Wie zuletzt auch beim alten iPhone gibt es die dazugehörigen Verträge wie bereits bekannt ab 29 Euro Grundgebühr im Monat. Eingeschlossen im kleinsten Paket sind 50 Inklusivminuten. Der teuerste Tarif mit 1000 Inklusivminuten, 300 Inklusiv-SMS und einer Internetflatrate kostet monatlich 89 Euro.

20 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 03.07.2008, 23:29 UhrAnonymer Benutzer: Sebastian Schulte

    @ polsoz: ihr Statement zeigt einmal mehr, dass man Mobilfunkmärkte in verschiedenen Ländern nicht ohne Weiteres vergleichen kann. Dass Vertragshandys - und nicht nur Prepaidtelefone - mit SiM-Lock (der in den allermeisten Fällen - anders als beim iPhone - jedoch nur ein sogenannter Netlock ist, d. h. es ist eine Kopplung an das Netz eines bestimmten Anbieters vorgeschrieben) versehen werden, ist auch in Deutschland nichts Neues. O2 hat das beim allerersten PDA, dem xda i, versucht. beim Nachfolger gab's das schon nicht mehr, weil es bei den Kunden für Verdruss gesorgt hat. T-Mobile ist einer der Anbieter, die nach wie vor auch im Vertragsbereich auf Netlock setzen. Hochwertige Geräte, etwa die PDAs der MDA-Reihe, waren/sind immer mit Netlock ausgestattet, so dass man nicht mal einfach die SiM-Karte wechseln kann - besonders misslich, wenn man häufiger im Ausland ist und dort nationale Prepaid-Karten verwenden möchte.

    Sebastian Schulte
    Redakteur WirtschaftsWoche

  • 03.07.2008, 19:14 UhrAnonymer Benutzer: polsoz

    @mir: Wollen T-mobile und Apple das es ein Massenhandy wird? Wohl kaum, sonst hätte Apple nicht diesen Vertriebsweg gewählt - aber angeblich hat ja Steve Jobs sein Herz für die Armen entdeckt, so hatte man den Eindruck bei der Präsi des neuen iPhone.

    Ob ein Handy ein Sim-Lock hat oder nicht, hängt auch stark von den Gesetzen des jeweiligen Landes ab! in Frankreich muss z.b. ein freies iPhone verkauft werden. in Ungarn muss z.b. jedes Telefon ein Sim-Lock haben usw. Aber da wo es "frei" ist, werden Mondpreise verlangt - schon seltsam...

  • 03.07.2008, 17:19 UhrAnonymer Benutzer: mir

    @polsoz:
    ich denke nicht, dass das iPhone hier in Deutschland ein Erfolg war/sein wird. im Vergleich zu den anderen "iPhone-Ländern" kann man hier nicht von Erfolg sprechen. Und dass sich Hunderte von Käufern vor dem Eingang zum T-Punkt drängeln, kann als absolute Ausnahme gesehen werden. Alles andere als eine Ausnahme sind hingegen die Kündigungen von bestandskunden.
    Am Angebot von T-Mobile ist auch nicht Apple schuld (Vertragsfreie iPhones in UK, F, CH, iT,...), sondern allein der magentafarbene Riese.

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