Kurznachrichten: WhatsApp bald nicht mehr werbefrei?

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Kurznachrichten: WhatsApp bald nicht mehr werbefrei?

von Meike Lorenzen

Über Anzeigenformate auf dem Messenger soll Facebook nach der milliardenschweren Übernahme angeblich nachdenken. Warum die Vermutungen nicht abwegig sind.

Von der berechtigten Kritik über mangelnden Datenschutz einmal abgesehen, gibt es einige Gründe, WhatsApp beizutreten. Der Messenger verschickt Nachrichten über das Internet, was im Gegensatz zur SMS nicht extra berechnet wird. Gleichzeitig ist das Portal bislang immer werbefrei gewesen. Keine blinkenden Bildchen, nervige Anzeigen, Spiele oder Banner. 470 Millionen Menschen weltweit konnte Gründer und Unternehmenschef Jan Koum mit diesem Konzept überzeugen.

Doch die werbefreien Zeiten könnten mit dem Verkauf an den Social-Media-Giganten Facebook vorbei sein. Nicht umsonst wird das Unternehmen 19 Milliarden US-Dollar für die Akquise des Messengers hingelegt haben. Facebook-Chef Mark Zuckerberg wird mit dem Unternehmen sicher auch seine erfolgreiche Werbestrategie weiter ausrollen wollen – und bei so einem Kaufpreis auch müssen.

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Jahrelang hatte Zuckerberg – wie auch Koum – sein Portal von Werbung verschont. Unter anderem damit überzeugte er inzwischen über eine Milliarde Nutzer weltweit, dem Portal beizutreten. Mittlerweile wird auf Facebook aber nicht nur Werbung ausgespielt, sie soll künftig auch immer stärker personalisiert werden.

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Dazu dienen die Informationen, die die Nutzer durch ihre Likes und Postings selbst hinterlassen. Mit Hilfe eines Algorithmus können diese Daten ausgewertet und entsprechende Anzeigen der richtigen Zielgruppe zugeordnet werden. Schon länger wird gemunkelt, dass Zuckerberg diese Strategie auf Facebook-Subprodukte abseits des Hauptnachrichtenstroms anwenden wird. Vorstellbar wären Unterseiten von Gruppen, reine Foto-Seiten und ganz sicher der bereits als eigene App erhältliche Facebook-Messenger.

Eine Spielwiese, um das neue Werbeformat auszuprobieren, könnte WhatsApp sein. In einem Forbes-Artikel berichtet ein Insider, dass es Unternehmen wohl bald erlaubt werden soll, per Direktnachricht mit den Nutzern in Verbindung zu treten. Konkret: Werbung blinkt nicht am Bildrand auf, sondern spricht die Nutzer direkt an – wie nervige Werbeanrufe nach Feierabend. Angeblich sollen vor allem Fluggesellschaften und die Autoplattform Uber im Gespräch mit Facebook sein.

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