Lego Fusion: Plastikbaustein trifft auf virtuelle Realität

ThemaEinzelhandel

Lego Fusion: Plastikbaustein trifft auf virtuelle Realität

Der Spielzeugkonzern Lego betritt die virtuelle Realität: Bald können die Kunden Modelle bauen, die sich per Smartphone in virtuelle Welten transportieren lassen. Kann der Plan funktionieren?

Bereits im Jahr 1958 wurde der heute weltbekannte Kunststoffstein patentiert, mit dem weiterhin zahlreiche Kinder aufwachsen. Im Laufe der Jahre wurde das Spielzeug stetig weiterentwickelt, um sich den Markt und den veränderten Bedürfnissen der Nutzer anzupassen. Waren es 1978 noch die schlichten Minifiguren, die die Bausteinwelt revolutionierten, sind es heute technische Neuerungen. Im August kommt eine weitere hinzu: Lego Fusion.

Dahinter versteckt sich ein neues System, das sich an Kinder zwischen 7 und 12 richtet - und in Kombination mit Android- oder iOS-Geräten funktioniert. Insgesamt sollen vier verschiedene Welten bespielbar sein: eine Rennsimulation, ein mittelalterliches Strategiespiel, eine Hotellandschaft sowie eine Stadtsimulation.

Anzeige

Lego auf einen Blick

  • Die Gründer-Familie

    Lego wurde 1932 vom dänischen Staatsbürger Ole Kirk Kristiansen gegründet. Das Unternehmen blieb seither immer im Familienbesitz. Heute ist Kjeld Kirk Kristiansen, der Enkel des Gründers, Eigentümer der Gruppe.

  • Der Lego-Stein wird 55

    Der Lego-Baustein wie wir ihn heute kennen, feiert im Jahr 2013 seinen 55. Geburtstag. Am 28. Januar 1958 ließ Ole Kirk Christiansen, Gründer der Lego Gruppe, den Stein in Kopenhagen patentieren. Ende der 40er Jahre kamen die ersten Bausteine auf den Markt, die dem heutigen Klassiker ähnelten. 1958 perfektionierte er den Stein mit dem Noppen- und Röhren-Stecksystem, das noch heute Grundlage der inzwischen rund 2.700 verschiedenen Bauelemente ist. Für sechs Steine einer Farbe mit 2x4 Noppen gibt es alleine 915 Millionen Kombinationsmöglichkeiten.

  • Umsatz- und Gewinnentwicklung

    Lego hat seinen Umsatz seit 2005 enorm gesteigert. 2004 war er auf 850.000 Euro eingebrochen, seither stieg er kontinuierlich und erreichte 2011 mehr als 2,5 Milliarden Euro. Der Gewinn (net profit) stieg von 138.000 Euro im Jahre 2007 auf 550.000 Euro im Jahre 2011. In Deutschland setzte Lego im Jahr 2012 gut 331 Millionen Euro um, 12,7 Prozent mehr als im Vorjahr.

  • Mitarbeiter

    Für Lego arbeiteten im Jahr 2011 weltweit 9374 Menschen und damit gut tausend mehr als im Vorjahr.

  • Die Strategie

    Lego versteht sich als Produzent von Kinderspielzeug. Seit Mitte der 2000 Jahre setzen die Dänen aber auch verstärkt auf Jugendliche und erwachsene Männer als Kunden. Lego bietet komplexe technische Modelle z.B. von Flugzeugen, Baggern oder Schiffen an. Mit Videospielen haben die Dänen den Sprung in die digitale Welt geschafft - von Star Wars über Batman, Indiana Jones oder Harry Potter. Seit März 2012 buhlt Lego gezielt um die Aufmerksamkeit der Mädchen mit der Linie Lego Friends.

  • Erfolgreichste Produktlinien

    Die Umsatzbringer der Dänen sind die Bausätze zu Star Wars, Harry Potter und Pirates of the Caribbean. Sehr erfolgreich laufen auch die Lego City (z.B. Polizei und Feuerwehrstationen) und Lego Technic-Linie. Lego Duplo, die Serie für Kinder im Vorschulalter, ist in Deutschland besonders erfolgreich. Die seit März 2012 erhältlichen Produkte Lego Friends für Mädchen erreichte 2012 in Deutschland bereits einen Umsatzanteil von 6,9 Prozent.

Die Idee hinter Fusion ist einfach: Der Spieler baut mit einem speziellen Bausteinset etwas nach und fotografiert es dann mit dem Mobilgerät ab. In den meisten Fällen ist es ausreichend, eine Fassade eines Gebäudes zu gestalten. Diese wird von der App automatisch komplettiert. Welche Bauwerke nötig sind, hängt von der ausgewählten Spielwelt ab.

Während man bei „Town Master“ Häuser, Fabriken und Läden zusammensetzt, sind es bei „Battle Tower“ Steintürme und Brücken und im „Resort Designer“ Inneneinrichtungen. Das Rennspiel „Create & Race“ funktioniert genau anders herum: Damit kann der Spieler in der App ein Auto gestalten, das er später mit echten Legosteinen nachbauen kann – oder mit anderen Nutzern digital gegeneinander Rennen fahren.

Gegen das Prinzip

Die Vorgaben der Apps widersprechen dem allerdings dem Grundprinzip des Bausteinsystems, findet Oliver Berger, der die LEGO-Fanseite Bricktopia betreut. Für jede Welt muss eine spezifische App heruntergeladen werden, die ohne eine spezielle Grundplatte mit integrierten Markern gar nicht nutzbar ist. „Das schafft einen Bruch in der Erlebniswelt des Kindes und verrät gar die eigentliche Idee von LEGO, nämlich die Haptik der charakteristischen Steine mit ihren Noppen zum Inhalt des Spiels zu machen.“

Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%