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Lenovo Thinkpad Tablet: Das etwas andere Honeycomb-Tablet

von Ingo Pakalski Quelle: Handelsblatt Online

Das Thinkpad Tablet von Lenovo soll vor allem auf den Unternehmenseinsatz zugeschnitten sein. Es bietet einige Besonderheiten, die andere Tablets auf dem Markt nicht zur Verfügung stellen.

Das Thinkpad Tablet soll im September 2011 auf den deutschen Markt kommen. Quelle: handelsblatt.com
Das Thinkpad Tablet soll im September 2011 auf den deutschen Markt kommen. Quelle: handelsblatt.com

Lenovos Thinkpad Tablet bietet einige Hardwarebesonderheiten, die andere Tablets auf dem Markt nicht zur Verfügung stellen. Wenn Tablets einen Speicherkartensteckplatz haben, werden eigentlich immer Micro-SD-Karten unterstützt, aber keine regulären. Das ist beim Thinkpad Tablet anders, es besitzt einen Steckplatz für SD-Karten in normaler Größe. In diesen passen auch Micro-SD-Karten. Dafür ist unter Umständen ein Adapter erforderlich.

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Als weitere Besonderheit soll das Thinkpad Tablet einen normalen USB-Anschluss (Host) neben einer Micro-USB-Buchse besitzen. Über den Mini-HDMI-Anschluss werden Videos in 1080p-Auflösung ausgegeben, zudem hat das Tablet eine 3,5-mm-Klinkenbuchse. Als Zubehör gibt es einen Digitizer-Stift, mit dem sich handschriftliche Notizen auf dem Tabletdisplay schreiben lassen. Der Stift nutzt ebenso wie der Stift vom HTC Flyer N-Trigs Duosense-Hardware. Ob sich Lenovos Tablet dann auch mit dem Stift bedienen lässt, ist noch nicht bekannt. Beim Flyer geht das nicht.

Das Thinkpad Tablet besitzt einen 10,1 Zoll großen Touchscreen, der mit Gorilla-Glas vor versehentlichen Kratzern geschützt ist. Der Bildschirm hat eine Auflösung von 1.280 x 800 Pixeln. Die maximale Farbanzahl nannte Lenovo nicht. Das Tabletdisplay soll besonders blickwinkelunabhängig sein.

Üblicherweise haben Honeycomb-Tablets keine echten Tasten mehr. Anders das Lenovo-Gerät, das einen Home- und Zurückknopf sowie Tasten zum Starten des Browsers und zum Blockieren der Displayrotation hat. Im Tablet steckt der Dual-Core-Prozessor Tegra 2 von Nvidia mit einer Taktrate von 1 GHz und Grafikeinheit.

Neben Bluetooth ist WLAN nach 802.11b/g/n vorhanden. Laut dem uns vorliegenden Datenblatt unterstützt das Geschäftskundentablet also nur ein WLAN-Band. Das Thinkpad Tablet soll später auch mit UMTS-Modem zu haben sein. Nähere Details dazu sind aber noch nicht bekannt. Der RAM-Speicher fasst 1 GByte und die übrige Speicherbestückung hängt von der Modellwahl ab. Lenovo bietet das Thinkpad Tablet wahlweise mit 16, 32 oder 64 GByte integriertem Speicher an. Für Foto- und Videoaufnahmen hat das Tablet auf der Rückseite eine 5-Megapixel-Kamera, für Videokonferenzen gibt es auf der Gehäusevorderseite eine 2-Megapixel-Kamera.

Sicherheit wird mitgeliefert

Auf dem Thinkpad Tablet läuft zunächst das mittlerweile veraltete Android 3.1. Ob es von Lenovo Updates auf Android 3.2 geben wird, ist noch ungewiss. Auf dem Tablet befindet sich ein Lenovo-eigener Softwareshop namens App Shop. Darüber kann der Nutzer Android-Anwendungen finden, die speziell für Lenovo-Geräte angepasst sind. Der App Shop enthält außerdem einen speziellen Bereich, worüber Unternehmen Software für Mitarbeiter verteilen können.

Zudem besitzt das Tablet vorinstallierte Lenovo-Anwendungen für soziale Netzwerke, für die Bildverwaltung, für die Video- und Musikwiedergabe sowie zum Lesen von E-Books. Darüber hinaus sind Sicherheitsanwendungen vorinstalliert, um das Tablet fit für den Unternehmenseinsatz zu machen. Dazu zählen Symantecs Norton Mobile Security, Speicherkartenverschlüsselung, die Ferndeaktivierung über Computrace, Citrix- und Landesk-Unterstützung und ein Antidiebstahlschutz. Außerdem werden Vollversionen von Dataviz Documents To Go und EAs Need for Speed Shift mitgeliefert. Besitzer des Tablets können außerdem auf 2 GByte Cloud-Speicher zugreifen.

Das Thinkpad Tablet misst 264 x 189 x 13,3 mm und bringt satte 750 Gramm auf die Waage. Damit ist das Lenovo-Tablet sogar schwerer als das HP Touchpad oder das Motorola Xoom, die beide jeweils mehr als die rund 600 Gramm von Apples iPad 2 wiegen. Bis zu 8 Stunden soll das Tablet genutzt werden können, bevor der Akku wieder geladen werden muss. Unter welchen Bedingungen diese Werte erreicht werden, erklärte Lenovo nicht.

Lenovo will das Thinkpad Tablet Mitte September 2011 in Deutschland auf den Markt bringen. In den USA soll es bereits im August 2011 in die Regale kommen. Das Thinkpad Tablet mit 16 GByte wird in den USA für 500 US-Dollar angeboten. Wer das Tablet mit Stift haben will, zahlt 530 US-Dollar. Was das Tablet hierzulande kosten wird, ist noch nicht bekannt. Vorerst gibt es das Thinkpad Tablet nur mit WLAN. Zu einem späteren, nicht genannten, Zeitpunkt ist auch eine Version mit UMTS-Modem geplant.

Neben dem Stift als Zubehör will Lenovo auch eine spezielle Tastatur anbieten, die an das Tablet angeschlossen wird. Das Keyboard Folio wird 100 US-Dollar kosten und als Besonderheit einen optischen Trackpoint innerhalb der Tastatur haben.

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