Mail-Panne: Netbank lädt Kunden zum Grillfest ein - und gleich wieder aus

Mail-Panne: Netbank lädt Kunden zum Grillfest ein - und gleich wieder aus

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Wer unachtsam Mail verschickt, sendet sie schnell an die gesamte Belegschaft.

von Sabrina Keßler

Am Montagabend waren viele Kunden verunsichert: Die Netbank hatte sie per Mail zu einer Grillparty eingeladen - um sie kurz daraufhin wieder auszuladen. Die Internetgemeinde spottet.

Im August sollte es soweit sein, die Einladung versprach viel: "Bei einem entspannten Sommerfest möchten wir viele gut gelaunte Menschen mit leckeren Spezialitäten vom Grill verwöhnen." Es folgte die ausdrückliche Aufforderung, gerne auch Kollegen mitzubringen. Ein ganz besonderer Kundenservice, könnte man meinen. Doch was so rosig angekündigt wurde, entpuppte sich drei Stunden später als Mail-Panne. Denn die Einladung galt ursprünglich nur Geschäftspartnern und Großkunden.

Die Bank lud ihre Privatkunden also wieder aus. Im Rückrufschreiben hieß es, ein technischer Fehler sei schuld an der Misere. Doch für viele Internet-User ist das Thema damit noch lange nicht beendet - sie mokieren sich über die Panne der Internetbank. @alvar_f schreibt: "Stelle mir vor, wie hunderttausende Kunden im „Innenhof der Netbank AG“ Grillfest feiern. Facebook-Party von Thessa ist'n Scheiß dagegen!" Und @Onkel_Sebastian witzelt: "Technischer Fehler bei der Netbank. Solange ich nicht um mein Geld bangen muss, können die das öfter bringen."
Versehentlich alle Mitarbeiter gekündigt

Eine ähnliche Panne, mit weitaus drastischerem Inhalt, unterlief dem Investment-Zweig von Aviva, der fünftgrößten Versicherungsgesellschaft weltweit. Die feuerte Ende April ihre gesamte Belegschaft per Mail: 1300 Angestellte erhielten auf einen Schlag ein unpersönlich verfasstes Kündigungsschreiben. Das war eigentlich an einen einzelnen Mitarbeiter gerichtet. Ein Tippfehler wandelte die Kündigung allerdings in eine Massenentlassung um.

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"Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, um Ihnen zu danken und wünsche Ihnen alles Gute für die Zukunft", hieß es in der letzten Zeile. Die Personalabteilung habe aber schnell reagiert und eine Entschuldigung versandt. „Von Zeit zu Zeit gehen einfach mal Dinge schief", sagte Paul Lockstone, Sprecher des Unternehmens.

Mitarbeiterin legt Bundestag lahm
Weniger dramatisch war die Mail von Babette Schulz, einer Mitarbeiterin der Grünen-Abgeordneten Sylvia Kotting-Uhl im Bundestag. Anfang des Jahres bat sie ihre Kollegin, ihr ein Exemplar des neu erschienenen Bundestagshandbuches, des "Kürschners", mitzubringen. „Liebe Britta, wenn Ihr Euch eindeckt, bringt Ihr mir eins mit? Danke und herzliche Grüße", hatte sie geschrieben. Ungeschickterweise hatte sie die Mail in Kopie an alle 4000 Adressaten des Bundestagsverzeichnisses geschickt - inklusive Pförtner und Minister.

Schnell machten sich die Mitarbeiter einen Spaß aus der Panne und verschickten wiederum ihrerseits Rundmails mit Inhalten wie: "Ich möchte über diesen Weg meine Mami grüßen!" oder "In Hannover-Linden sind drei Grad, es ist trocken und leicht bewölkt.“ Daraufhin kam es zu Zustellverzögerungen im gesamten Mail-System von bis zu 30 Minuten.

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