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Medienberichte: Apple experimentiert mit Computer-Uhr

US-Zeitungen zufolge denkt Apple über eine Computer-Uhr nach, die eine Funktionen eines Smartphones übernehmen könnte. Der Wettbewerb im Smartwatch-Geschäft läuft bereits an.

Wie macht Apple das nur?

Schon länger ist der Apple das wertvollste Unternehmen der Welt. Spätestens mit den jüngsten Quartalszahlen vom Januar allerdings ist der iPhone-Konzern abermals in neue Sphären vorgedrungen. Der Cashflow des jüngsten Quartals ist mit 17,6 Milliarden Dollar höher als der von Oracle (gut fünf Milliarden), Google (vier Milliarden) und Microsoft (5,8 Milliarden) zusammen. Zehn Gründe, warum das Unternehmen so viel besser ist als jeder Konkurrent.

Bild: REUTERS

Kommt nach iPhone und iPad die iWatch? Der iPhone-Anbieter habe eine solche Computer-Uhr bereits mit seinem Produktionspartner Foxconn besprochen, schrieb das „Wall Street Journal“ am Sonntag. Apple experimentiere mit verschiedenen Design-Varianten, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. Nach Informationen der „New York Times“ schweben Apple Geräte mit einer Oberfläche aus gebogenem Glas vor. Sie sollen wie das iPhone mit dem Betriebssystem iOS laufen. Nähere Details gab es nicht.
Die Quellen der beiden Zeitungen sind gewöhnlich sehr gut. Allerdings ist Apple auch dafür bekannt, viele Prototypen und Design-Studien zu testen, die nicht auf den Markt kommen. So enthüllte zum Beispiel der Patentstreit mit Samsung, dass es viele verschiedene iPhone-Studien gegeben hatte. Deshalb müssen auch korrekte Informationen über Tests nicht unbedingt bedeuten, dass ein solches Gerät tatsächlich erscheint. Das kleinere iPad, über das viel spekuliert wurde, ist inzwischen zur Realität geworden. Gerüchte über einen Apple-Fernseher oder ein günstigeres iPhone-Modell haben sich aber bisher nicht bestätigt.

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24.02.1955
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Bild: dpa

Andere Anbieter verkaufen bereits Uhren, die sich mit dem Smartphone verbinden können. So hat Sony eine „Smartwatch“ im Angebot, die auf Anrufe oder Nachrichten aufmerksam machen kann. Eine ähnliche Idee steckt auch hinter der italienischen „i'm Watch“. Weitere Geräte wie das US-Projekt „Pebble“ sind auf dem Weg. Google will einen noch radikaleren Weg mit der Computerbrille Google Glass einschlagen, die Informationen direkt vor das Auge des Nutzers einblendet. Mitgründer Sergey Brin ist als Verfechter des Projekts bekannt.

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Nachdem Smartphones die Computer-Nutzung unterwegs etabliert haben, gilt als nächster Schritt die Auslagerung einzelner Funktionen an noch kleinere Geräte. Unter anderem gibt es immer mehr Fitness-Utensilien, die in Verbindung mit dem Smartphone zurückgelegte Entfernungen, verbrauchte Kalorien oder Schlafzeiten messen.
In diesem Umfeld wurde eine Computer-Uhr von Apple schon länger für möglich gehalten. Erste Berichte, dass Apple ein solches Gerät entwickele, gab es Ende vergangenen Jahres in China. Damals wurde auch Intel als Partner genannt.

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Die „New York Times“ verweist auf jüngste technologische Fortschritte auf dem Weg zu am Körper getragenen Computern. So habe die US-Firma Corning, deren Gläser zum Beispiel in den iPhone-Touchscreens zum Einsatz-Kommen, biegsames Glas entwickelt. Es sei möglich, das Material mit dem Namen Willow Glass auch um ein Handgelenk zu biegen, sagte Cornings Technologie-Chef Pete Bocko der Zeitung.

1 KommentarAlle Kommentare lesen
  • 11.02.2013, 11:00 UhrAlterHut

    Uhren mit stark erweiterten Funktionen gibt es seit vielen Jahren. Sie ermöglichen u.a. Internet mit einem Browser, Email, FTP, haben eine Filmkamera, Fotoapparat, entsprechende Videoplayer, Fotobearbeitungsprogramme, Musikplayer und nicht zu vergessen (Bild-) Telefon, komplette Organizer mit Kalender, Rechner etc. etc.. Es fehlt dabei an nichts. Hunderte von Modellen gibt es.

    Wer nun glaubt, daß diese Geräte sehr teuer seien, hat die Entwicklung verpaßt und sollte bei Interesse dort auf der Welt suchen, wo nicht Sozialpädagogen oder Studienabbrecher die Politik lenken, sondern zukunftsorientierte Leistungsträger mit MINT-Background. Die Geräte kosten um die 50 bis 100 Euro und laufen unter dem etwas bescheidenen Begriff ‚phone watch’ oder ‚watch phone’.

    Sie eignen sich als hochtechnisches Gerät zum Probieren und zum Spielen. Sie haben aber notgedrungen einen extrem kleinen (Farb-)Bildschirm. Daran läßt sich absolut nichts ändern.

    Für Android-Smartphones gibt es ebenfalls seit langer Zeit Armbanduhren. Sie sind per Bluetooth an das jeweilige Android-Smartphone angebunden. Es handelt sich letztlich aber nur um Fernbedienungen oder Meldegeräte (z.B. für Emails, die ins Smartphone kommen). Eigene, erwähnenswerte technische Eigenschaften wie beim obigen watch phone besitzen sie nicht. Wegen des kleinen Bildschirms sind sie genau so wenig praktikabel wie ein watch phone. Daher haben sich diese Android-Uhren bislang nicht durchgesetzt, obwohl es sie schon lange gibt.

    Eine Apple-Uhr hätte genau das gleiche Problem wie die längst existierende Android-Uhr oder das watch phone. Nur liefe die Apple-Uhr unter der Apple-Reklame, ist daher evt. nobelpreisverdächtig, würde wohl auch in den Abend-Hauptnachrichten vorgestellt werden und das 10-fache kosten.

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