Messe: Wa(s)ch-Wechsel auf der IFA

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Südeingang der IFA. Hier betreten Besucher das Messegelände in diesem Jahr durch eine überdimensionale Samsung-Waschmaschine

von Thomas Kuhn

Super-Fernseher, Super-Handys, Super-Kühlschränke. Auf der diesjährigen IFA versuchen sich die Hersteller wieder einmal mit Superlativen zu übertreffen.

Ich gebe es zu, auch ich hatte meine Zweifel, als die Messeverantwortlichen 2007 ankündigten, in die Internationale FUNKausstellung künftig auch die sogenannte "weiße Ware" zu integrieren: Waschmaschinen, Föhns und Mikrowellengeräte unterm Funkturm, das klang - mindestens - sonderbar?

Fünf Jahre später, das zeigt sich auf der - inzwischen aus guten Gründen nur noch "IFA" genannten - Messe, wundert sich niemand mehr ernsthaft über die Koexistenz der elektronischen Welten. Vom 1. Bis 5. 9. 7 gehört Technik für Smart-Homes, in denen vernetzte Hausgeräte zum Standard werden, zu den Kernthemen von Europas wichtigster Messe für Hauselektronik.

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Was lange als Idee spinnerter Entwickler galt, löst unterm Funkturm inzwischen bestenfalls noch technisches Interesse aus, aber keine Verwunderung:

  1. Waschmaschinen, beispielsweise, die neue, optimierte Waschprogramme aus dem Web nachladen,
  2. nachrüstbare Steckdosen mit integriertem WLAN-Modul, die sich per Handy-App fernsteuern lassen,
  3. Espresso-Maschinen, die automatisch beim präferierten Online-Shop neue Bohnen ordern oder
  4. Kühlschränke mit Web-Cam, die bei Abwesenheit der Besitzer Bewegungen in der Küche registrieren und so zugleich als Alarmanlage fungieren.

Verschobene Schwerpunkte

Und bei all dem verschieben sich nicht nur die thematischen Schwerpunkte der Messe. Auch die Gewichte bei den Ausstellern ändern sich: Konzerne wie etwa Panasonic, die in den vergangenen Jahren ihren IFA-Auftritt fast gänzlich auf Unterhaltungselektronik fokussierten, trommeln nun mit Vehemenz für Smart-Homes und -Cities, Brennstoffzellen oder per Handy fernsteuerbare Heizungen.

Panasonic ist dabei zwar ein besonders prominenter, aber beileibe nicht der einzige asiatische Anbieter, der speziell den etablierten deutschen Branchengrößen der weißen Ware auf der IFA den Markt streitig macht. Spieler wie der chinesische Hersteller Haier aber auch der koreanische Elektronikriese Samsung setzten massiv auf die Digitalisierung der Haushaltselektronik.

Ganz besonders deutlich sticht dieser Anspruch in diesem Jahr am Südeingang der Messe ins Auge: Dort betreten Besucher das Messegelände in diesem Jahr durch eine überdimensionale Samsung-Waschmaschine. Umweht von Luftblasen soll er das Augenmerk auf eine neue Waschtechnik lenken, die die Koreaner entwickelt haben.

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Langjährige Besucher der IFA aber erinnern sich auch daran, dass dort in den vergangenen Jahren stets eine Mega-Waschmaschine von Siemens stand. Insofern bedeutet Samsungs Lavamat noch etwas: den Wa(s)ch-Wechsel am Südeingang.

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