Microsoft Windows 10 Upgrade-Ärger: So vermeiden Sie Probleme beim Umstieg

Microsoft Windows 10 Upgrade-Ärger: So vermeiden Sie Probleme beim Umstieg

Bild vergrößern

Neue, alte Optik. Mit dem Upgrade auf Windows 10 kommt auch das beliebte Startmenü zurück - wenn auch in Kacheloptik.

von Thomas Kuhn

Das neue Windows 10 bekommen Millionen von Microsoft-Kunden geschenkt, doch nicht immer läuft das Update reibungslos. Wenn der Rechner streikt, hilft nur der geordnete Rückzug. Und da zählt am Ende jeder Tag.

Gut drei Monate nach dem Start liegt der Marktanteil von Microsofts Windows 10 bereits bei rund acht Prozent. Damit macht sich die jüngste Windows-Version weiterhin schneller auf den PCs und Laptops breit, als sein ebenso beliebter wie erfolgreicher Vorvorgänger Windows 7.

Wichtigster Treiber ist natürlich Microsofts Gratisstrategie, die allen Nutzern der Windows-Versionen 7, 8 und 8.1 den kostenlosen Umstieg ermöglicht. Doch der hat mitunter Tücken, wie Tests der WirtschaftsWoche sowie zahlreiche Berichte im Netz belegen.

Anzeige

Microsofts Spionage So gewöhnen Sie Windows 10 das Schnüffeln ab

Daten- und Verbraucherschützer klagen, das neue Windows 10 übermittle zu viele Nutzerdaten an Microsoft. Doch das Betriebssystem lässt sich auch zur Diskretion zwingen.

Windows 10 übermittelt zu viele Nutzerdaten an Microsoft - wie Sie das Datenfenster schließen. Quelle: ap, dpa, Getty Images, Montage: Marcel Stahn für WirtschaftsWoche

Eigentlich sollte die für das Upgrade erforderliche Software, die Microsoft seit Ende Juli im Rahmen der regulären Updates auf die Rechner der Nutzer älterer Windows-Versionen aufspielt, vermeiden, dass der Umstieg überhaupt zu Problemen führt. Denn wer das Angebot zum Wechsel auf Windows 10 annehmen möchte, der muss seinen Rechner erst einmal auf Kompatibilität mit der neuen Software checken lassen.

Dabei prüft der Upgrade-Assistent sowohl die Hardware des PCs als auch die installierten Programme. Nur, wenn der Check keine – bekannten – Unverträglichkeiten mit Grafiktreibern, USB-Chips oder Altsoftware ergibt, läuft die Kernsanierung von Windows an.

Was tun, wenn das Update steckenbleibt

Die Tücke aber liegt im Detail. Denn angesichts von Abermillionen an denkbaren Kombinationen aus Hardware- und Software-Komponenten konnte Microsoft im Vorfeld der Windows-10-Einführung weder alle denkbaren Konfigurationen testen, noch alle möglichen Unverträglichkeiten verhindern. Die Folge ist, dass entweder das Upgrade selbst mitten im Umstieg streikt, wie auf zwei älteren Rechnern im WirtschaftsWoche-Test geschehen.

Wie Windows wurde, was es ist

  • Windows 1.0

    Der Urahn des inzwischen meistgenutzten PC-Betriebssystems kam im November 1985 auf den Markt. Damals war Microsoft noch ein Außenseiter, während der Platzhirsch IBM und der Aufsteiger Apple den Kampf um den PC-Markt auszufechten schienen. Anfangs arbeitete sich Windows nur mühsam ins Geschäft – denn Microsoft verzichtete zunächst angesichts eines jahrelangen Patentstreits mit Apple auf grafische Bedienungselemente.

  • Windows 3.1

    Mit dieser Version lernte Windows 1992, Videos abzuspielen, bekam die ersten integrierten Spiele und neue Schriften. Die Grundansicht mit den überlappenden Fenstern und einem Desktop für Programm-Symbole blieb – mit einigen Design-Änderungen – lange erhalten.

  • Windows NT

    Parallel zu den Consumer-Versionen von Windows entwickelte Microsoft nach dem Scheitern des OS/2-Projektes mit IBM eine Windows-Version mit einem neuen Programm-Kern („Windows New Technology“). NT wurde mit Windows 2000 fortgeführt und ging später in Windows XP auf.

  • Windows 95

    Die radikale Erneuerung von 1995 brachte in Grundzügen das Windows, das heute praktisch jeder kennt. Unter anderem wurde der „Start“-Knopf mit dem Balken am unteren Bildschirmrand eingeführt. Nachdem nachträglich der Web-Browser Internet Explorer zum Windows-Grundpaket hinzugefügt wurde, setzte sich Microsoft zum Ärger der Wettbewerbshüter in diesem Bereich gegen den Pionier Netscape durch. Auf die Version folgten die kleineren Aktualisierungen Windows 98 und ME.

  • Windows XP

    2001 brachte Microsoft die bisher langlebigste Version seines Betriebssystems auf den Markt. Mit Windows XP wurden viele visuelle Effekte hinzugefügt, ebenso wie wichtige Funktionen wie etwa schneller Benutzerwechsel, eine integrierte Firewall für mehr Sicherheit und verbesserter Medienwiedergabe.

  • Windows 7

    Das Betriebssystem Windows Vista sollte XP verdrängen, wurde von den Nutzern aber weitgehend ignoriert. Die 2007 veröffentlichte Version bot zwar neue Bildschirmansichten, aber eine für viele Nutzer verwirrende Rechteverwaltung für Benutzerkonten. Erst mit der Vorstellung von Windows 7 im Oktober 2009 konnte Microsoft die Anwender wieder überzeugen.

  • Windows 8

    Mit Windows 8 rüstet sich Microsoft für den Wandel der Computer-Welt: Die neue Kacheloberfläche ist für Touchscreens ausgelegt und eignet sich damit auch für Tablet-Computer – äußerlich ähnelt das System damit dem Smartphone-Betriebssystem Windows Phone. Microsoft stellte Windows 8 im Oktober 2012 vor. Gerade an der neuen Bedienung wurde jedoch schnell viel Kritik laut.

  • Windows 8.1

    Ein Update für Windows 8 kam im Oktober 2013 auf den Markt. Das kostenlose Windows 8.1 soll die größten Kritikpunkte an dem Vorgänger ausräumen. So können Nutzer direkt auf den Desktop starten und so die Kacheloberfläche umgehen. Zudem kehrt der Startknopf zurück, wenn auch nicht das klassische Startmenü.

  • Windows 10

    Mit Windows 10 bietet Microsoft eine einheitliche technische Plattform für PCs, Tablets und Smartphones an. Das von Nutzern ersehnte Start-Menü kehrt auf den Desktop zurück. Am 29. Juli 2015 stellte der Softwaregigant das jüngste Betriebssystem vor. Ein Jahr lang war das Upgrade auf Windows 10 für Computer mit Windows 7 und 8.1 kostenlos. Was das neue System bringt und für welche Nutzer es sinnvoll ist, lesen Sie hier.

Im günstigsten Fall macht die Upgrade-Software dann alle zwischenzeitlichen Änderungen wieder rückgängig. Wer Pech hat, bei dem bleibt der Rechner schlicht hängen. In dem Fall helfen dann nur ein Neustart und der Versuch der Systemwiederherstellung.

Ein Vorgang, der allerdings erfordert, dass der Nutzer vorab eine Sicherung des Systems angelegt hat, etwa auf einer zweiten Festplatte oder beispielsweise auf einer DVD. Leider wird den meisten PC-Anwender die Notwendigkeit einer entsprechend Sicherung immer erst dann bewusst, wenn sie sie benötigen … aber nicht angelegt haben. Insofern gilt natürlich auch für den Wechsel auf Windows 10 der dringende Rat, mit dem Umstieg – auch bei grünem Licht vom Softwareassistenten – erst zu starten, wenn das BackUp gesichert ist.

Ärger mit Treibern und Altprogrammen

Doch selbst wenn das Upgrade ohne zu mucken durch läuft, kann es noch zu Problemen kommen. Denn einen Teil der Hardware-Treiber, die im PC das Zusammenspiel von Rechnerkomponenten beziehungsweise externem Zubehör und Betriebssystem ermöglichen, wird erst nach dem Umstieg geladen. Speziell bei älteren Druckern, Scannern, Festplatten, Grafikkarten, Touchpads, etc. tauchen da immer wieder Schwierigkeiten auf.

Gleiches gilt für manche älteren Programme, die für frühere Windows-Varianten geschrieben und an Version 10 (noch oder gar) nicht angepasst sind. Das gilt speziell für Anwendungen, die tief ins System eingreifen, wie etwa Firewalls, Virenschutz oder auch Bildverarbeitungsprogramme, die sich mitunter nicht einmal dann mehr ans Laufen bringen lassen, wenn der Nutzer sie im sogenannten Kompatibilitätsmodus starten.

Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%